Dr. Franz-Josef Overbeck

Papst Benedikt XVI. hat Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen, am 24. Februar 2011 zum Katholischen Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr ernannt. Diese Ernennung erfolgte gemäß der Bestimmung des Reichskonkordates im Einvernehmen mit der Bundesregierung. Damit trat Militärbischof Overbeck die Nachfolge von Militärbischof Dr. Walter Mixa an. Overbeck ist der sechste Militärbischof in der Geschichte der Bundeswehr.

Lebenslauf

 

 19. Juni 1964
 geboren in Marl


 1983
 Abitur am Geschwister-Scholl-Gymnasium, Marl


 1983
 Theologiestudium an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, Borromäum


 1984–1990
 Studium der Theologie und Philosophie in Rom, Germanicum/Gregoriana


 10. Oktober 1989
 Priesterweihe in Rom durch Joseph Kardinal Ratzinger


 1990
 Kaplan in Haltern, St. Sixtus


 1994
 Freistellung zum Studium, Heimleiter im Deutschen Studentenheim in Münster,
 Ernennung zum Domvikar am St. Paulus-Dom in Münster


 Februar 2000
 Promotion zum Dr. theol. an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster


 2000
 Ernennung zum Leiter des Instituts für Diakonat und pastorale Dienste im Bistum Münster, Rektor der Hauskapelle,
 Bischöflicher Beauftragter für den Ständigen Diakonat im Bistum Münster,
 weiterhin Heimleiter im Deutschen Studentenheim in Münster und Rektor der dortigen Hauskapelle


 2002
 Zusätzliche Ernennung zum Kirchlichen Assistenten für die Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL)
 

 18. Juli 2007
 Ernennung zum Titularbischof von Matara (Nordafrika) und Weihbischof in Münster
 

 1. September 2007
 Bischofsweihe im St. Paulus-Dom in Münster
 

 2007
 Ernennung zum Residierenden Domkapitular an der Hohen Domkirche in Münster,
 Regionalbischof der Region Münster-Warendorf
 

 29. März 2008
 Wahl zum Diözesanadministrator des Bistums Münster
 

 17. Mai 2008
 Aufnahme in den Orden der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem


 29. März 2009
 Ende der Amtszeit als Diözesanadministrator des Bistums Münster


 28. Oktober 2009
 Ernennung zum Bischof von Essen
 

 20. Dezember 2009
 Einführung als Bischof von Essen
 

 2010
 Berufung zum Kirchlichen Assistenten der Päpstlichen Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice (CAPP)
 

 2010
 Ernennung zum Vorsitzenden der Unterkommission für Kontakte mit Lateinamerika (insbes. ADVENIAT)


 4. Oktober 2010
 Berufung durch Papst Benedikt XVI. in die Päpstliche Kommission für Lateinamerika
 

 24. Februar 2011
 Berufung durch Papst Benedikt XVI. zum Katholischen Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr
 

 6. Mai 2011
 Einführung als Katholischer Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr in der Sankt-Johannes-Basilika, Berlin
 

 15. Juni 2013
 Mitglied Souveräner Malteserorden
 

 2014–2021
 Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz
 

 März 2014
 Ernennung durch Papst Franziskus zum Mitglied des Päpstlichen Rates für die Kultur
 

 seit März 2018
 Delegierter der Deutschen Bischofskonferenz für die EU-Bischofskommission COMECE (Vizepräsident 2018 bis 2023)
 

 seit September 2021
 Vorsitzender der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz
 

 Februar 2023
 Ernennung durch Papst Franziskus zum Mitglied der Vatikanbehörde für Bildung und Kultur
 

 März 2023
 Delegierter zur Weltbischofssynode in Rom, Oktober 2023 und Oktober 2024
 

Wappen

Der gevierte spätgotische Halbrundschild zeigt in den roten Feldern links oben und rechts unten zwei gekreuzte, mit goldenen Griffen versehene silberne Schwerter, darüber schwebend einen sechsstrahligen goldenen Stern. Dabei handelt es sich um das Wappen des Bistums Essen. Die beiden Schwerter beziehen sich auf die Märtyrer Cosmas und Damian, welche die Patrone des Stifts und der Stadt Essen sind. Daher führt auch die Stadt Essen ein goldenes Schwert in ihrem Doppelwappen. Der goldene Stern bezieht sich auf die Muttergottes, die ebenfalls Patronin des Stifts Essen war. Sie hatte Papst Johannes XXIII. 1959 zur Patronin des Bistums Essen erhoben.

In den silbernen Feldern rechts oben und links unten findet sich ein erniedrigter blauer Wellenbalken, welcher von einem grünen bewurzelten Laubbaum überdeckt ist. Es ist dieses das persönliche Wappenbild des neuen Bischofs, das sich „redend“ auf den niederdeutschen Familiennamen Overbeck bezieht und der „über dem Bach“ bedeutet. Dabei steht der Wellenbalken für den Namensbestandteil „Bach“. Baum und Bach sind darüber hinaus eine Anspielung auf das Alte Testament, wo es in Psalm 1 über den Frommen heißt: „Wohl dem Mann, der Freude hat an der Weisung des Herrn … Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist“.

Hinter dem Schild befindet sich in der Mitte eine Mitra, links davon ein goldenes Vortragekreuz sowie rechts eine goldene Bischofskrümme. Darüber schwebt der für Bischöfe übliche grüne Prälatenhut mit den insgesamt 12 grünen Quasten, von denen jeweils sechs (1, 2, 3)  rechts und links an einer verschlungenen Schnüre herabhängend den Schild einrahmen. Das unterhalb des Schildes befindliche Band enthält den Wahlspruch des Bischofs:  MAGNIFICAT  ANIMA  MEA  DOMINVM (Meine Seele preist die Größe des Herrn).

Weitere Informationen zu Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck finden Sie auf den  Seiten des Bistums Essen.