Corona-Helfer feiern Gottesdienst am Gründonnerstag

Der Gottesdienst am Gründonnerstag fand auf einer Wiese statt. © KS / Norbert Stäblein
Der Gottesdienst am Gründonnerstag fand auf einer Wiese statt. © KS / Norbert Stäblein
Brot als Zeichen für das letzte Abendmahl Jesu und Christophorus-Plaketten beim Gottesdienst. © KS / Norbert Stäblein
Brot als Zeichen für das letzte Abendmahl Jesu und Christophorus-Plaketten beim Gottesdienst. © KS / Norbert Stäblein
„Du begleitest uns“ – Gebet bei den Christophorus-Plaketten. © KS / Norbert Stäblein
„Du begleitest uns“ – Gebet bei den Christophorus-Plaketten. © KS / Norbert Stäblein
Militärpfarrer Stephan Frank gibt den Segen. © KS / Norbert Stäblein
Militärpfarrer Stephan Frank gibt den Segen. © KS / Norbert Stäblein

Gedenken an Tod Jesu und an Not der Menschen in der Pandemie

Beim Eingangslied stimmten Specht, Meise und Amsel lautstark ein. Einen Flecken in der Natur hatten sich die Soldatinnen und Soldaten der 6. Kompanie Logistikbataillon 172 der Bundeswehr aus Beelitz sowie zivile Gäste ausgesucht, um eine Andacht zu feiern. Der Katholische Militärpfarrer Stephan Frank aus Schwielowsee übernahm das gerne, besonders weil die Soldaten um dieses Innehalten gebeten hatten. 

Frank sprach in seiner Andacht den mitunter schweren Dienst an: „Auch ein Brot kann hart sein, aber es ist weiterhin essbar“, sagte er. Mit Blick auf die Christophorus-Plakette, die er segnete und jedem Einzelnen übergab, erinnerte er an dessen Legende: „Christophorus trug das Jesuskind durch einen Fluss und es wurde immer schwerer. Er aber gab nicht auf und ging bis zum anderen Ufer.“ 

Innehalten für Corona-Helfer

Frank fragte auch, was wohl Jesus an diesem Tag und in der Nacht vor seinem Tod gemacht hat. „Vielleicht hat er auch Freunde oder Familie getroffen. Wir können uns freuen, dass wir heute in Gemeinschaft sind“, gab er zu bedenken. Die anwesenden Soldaten sind Reservedienst Leistende beim Logistikbataillon in der Corona-Amtshilfe. Sie verstanden, dass ihre Tätigkeit schwer, aber machbar ist, weil sie ein Ziel hat. 

Als Gottesdienstort hatten sie bewusst die Natur gewählt. „Man kann hier kurz innehalten“, brachte es Stabsunteroffizier Robert Kernbach auf den Punkt. „Der Gottesdienst erdet.“
 

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