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Wort des Bischofs als gedruckte Broschüre. © KS / Doreen Bierdel
Wort des Bischofs als gedruckte Broschüre. © KS / Doreen Bierdel


Wort des Bischofs: „Solidarität ist ein konkreter Name für Frieden.“

Freiburg 18.09.2018. Im Rahmen der diesjährigen 63. Gesamtkonferenz der Katholischen Militärseelsorge in Freiburg wendete sich der Katholische Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck mit einem eigenen Wort an die Verantwortlichen der Katholischen Militärseelsorge.

Dieses „Wort des Bischofs“ gibt es seit 2014. In diesem Jahr stellte Bischof Overbeck christliche Solidarität in den Mittelpunkt seiner Überlegungen. Mit unterschiedlichen Aspekten wies er auf den besonderen und grundlegenden Stellenwert von Solidarität hin. Sie gehöre zum Wesen der Kirche und sei überall dort selbstverständlich, wo Glaube und Kirche lebendig seien. „Kirche unter den Soldaten“ sei ein lebendiges Beispiel dafür, was es bedeute, solidarisch zu sein, nämlich für den Frieden als Werk der Gerechtigkeit einzustehen. Aus Sicht des Militärbischofs müsse Solidarität dabei immer auch in Beziehung zu Gott gedacht werden. So werde sie zu einem neuen Wort für die Gemeinschaft im Glauben und für Geschwisterlichkeit. Daraus folgten die Grundhaltungen, Gesinnungen und Handlungsmotive für Christen, die verpflichten. Solidarität als ein Schlüsselbegriff werde konkret in der Nächstenliebe. Dabei beanspruche sie unbegrenzte und universelle Geltung. 

Ein wichtiger Lernort sei die Familie. Gerade wegen der Pluralisierung von Familien müsse ein tragfähiges und solides Netzwerk ausgebildet werden. Solidarität beträfe dabei nicht nur das Gegenüber, sondern die gesamte Menschheitsfamilie. Kooperative Solidarität könne mit dazu beitragen, dass gewaltgeladene Ungerechtigkeiten beendet werden. Davon lebe der soldatische Beruf. Nur aus ihr, sagte Bischof Overbeck, „könne größere individuelle Freiheit als auch größere soziale Gerechtigkeit in Gesellschaften für die Menschen hervorgehen.“ 

Gelebte Ökumene und der Lebenskundliche Unterricht böten dazu Möglichkeiten zur ethischen Reflexion, also die Bestimmung des sittlich Richtigen im Konkreten. „Kirche unter den Soldaten“ leiste so einen wichtigen Beitrag, um für Sicherheit und den Frieden zwischen allen Menschen zu sorgen. Bischof Overbeck endete mit einem Appell: „Solidarität ist ein konkreter Name für Frieden. Sie zu üben, zu leben und zu realisieren, ist selbstverständlich und in unseren Zeiten unbedingt wichtig. Nichts ist dringender als Friede für alle und überall.“ 

FF