Zum Inhalt springen
Oberst i.G. André-Michael Abed © KS / Doreen Bierdel
Oberst i.G. André-Michael Abed © KS / Doreen Bierdel

„Finden, nicht Suchen“ – neues Motto des Betreuungsportals der Bundeswehr

Freiburg, 17. September 2018. Auch in diesem Jahr berichtet Oberst i.G. André-Michael Abed im Rahmen der Gesamtkonferenz der Katholischen Militärseelsorge aus der Abteilung Führung Streitkräfte (FüSK III 2) des Bundesministeriums der Verteidigung über aktuelle Arbeitsschwerpunkte. Zu Beginn des Vortrags wies Oberst Abed darauf hin, dass sich die Rahmenbedingungen bei der „Betreuung und Fürsorge“ stark verändert hätten.

Die Bundeswehr sei zu einer Pendlerarmee, ohne Wehrpflichtige geworden, die wieder die Landes- und Bündnisverteidigung im Blick habe. Die Veränderungen müssten auch bei Betreuungseinrichtungen berücksichtigt werden. Vor allem die Familienangehörigen müssten über ein öffentliches Portal im Internet erreicht werden. Dieses Betreuungsportal solle zu Beginn des nächsten Jahres online gehen. Das Motto sei „Finden, nicht Suchen“ und solle alle Informationen rund um Betreuung und Fürsorge gebündelt aufbereitet darstellen. Ziel sei es, u.a. 185 Betreuungsbüros an verschiedenen Standorten der Bundeswehr mit zahlreichen hauptamtlichen zivilen Dienstposten einzusetzen.

Tradition - nur militärisches Können reicht nicht

Besonders der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung und der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung dankte er für die erfolgreiche Zusammenarbeit in den vergangenen Jahrzehnten. Beide seien eine unersetzliche Komponente der Betreuung in der Bundeswehr und ständen für Abwechslung und höchste Qualität.

Bezüglich der Überarbeitung des Traditionserlasses betonte Oberst Abed, dass nun die Phase der Umsetzung sei. Militärische Vorbilder seien dahingehend zu prüfen, ob sie auch Wertevorbilder seien. Nur militärisches Können reiche zur Vorbildfunktion nicht aus.

Zuletzt berichtete er über die neue Zentrale Dienstvorschrift „Ethische Bildung in der Bundeswehr“. Ziel sei eine Begriffsdefinition der ethischen Bildung zu erstellen und damit eine Regelungslücke zu schließen. Bei diesem Vorgang seien die Hauptträger mit involviert. Dazu sei für November eine Kick-Off-Veranstaltung in Berlin geplant.

Oberst i.G. Abed beendete seinen Vortrag mit großem Dank für die Arbeit der Verantwortlichen in der Katholischen Militärseelsorge. (FF)