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BMVg – Abteilung Führung Streitkräfte informierte die Militärseelsorge

Grundsätzliche und aktuelle Fragen aus den breiten  Handlungsfeldern „Innere Führung“ sowie Planungen und laufende Vorhaben aus der Abteilung Führung Streitkräfte (FüSK) im Bundesministerium der Verteidigung stehen traditionell an exponierter Stelle während einer Gesamtkonferenz. Erneut war In diesem Jahr, dem dortigen Referatsleiter, Oberst i. G. André-Michael Abed (FüSK III 2), die Möglichkeit eingeräumt, über aktuelle Arbeitsschwerpunkte aus dem Führungsgrundgebiet Innere Führung und Militärseelsorge zu informieren.

Dabei kam Oberst i. G. Abed, der seit Juni 2016 zugleich dienstlich bestellter Beisitzer im Bundesvorstand des Bundeswehr-Sozialwerks ist, nicht umhin, die zurückliegenden Vorkommnisse in den Streitkräften mit Blick auf ihre Auswirkungen auf die Innere Führung und Menschenführung insgesamt, in den Blick zu nehmen. Er betonte dabei, dass diese unmittelbare und breite Auswirkungen sowohl auf die innerministerielle Arbeitsweise als auch auf die grundsätzliche Bedeutung der Konzeption vom „Staatsbürger in Uniform“ hatten. Er informierte in diesem Zusammenhang über strukturelle Veränderungen im der gesamten Abteilung Führung Streitkräfte, zu deren Aufgaben es mit zählt, den Generalinspekteur der Bundeswehr bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung „einsatzbereiter Streitkräfte“ zuzuarbeiten und zu unterstützen. Aktuell gilt diese insbesondere für das politisch gewollte Vorhaben, die Trendwenden im Bereich Personal und Material vorzuplanen und mit ministeriellen Weisungen umzusetzen. Schwerpunkt wird mit Blick auf die eingeleitete Trendwende „Personal“ das Vorhaben stehen, das vorhandene Personal in den Streitkräften stärker zu binden. Ziel ist mithin, das Personal länger in der jeweiligen Verantwortung zu binden. Einher gehen diese Überlegungen des Referatsleiters zugleich mit der Neueinrichtung des Themenfeldes „Betreuung und Fürsorge“, welches mit darauf abgestimmt werden soll, die eingeleitete Trendwende abzusichern und mithin auch für den Dienst der Soldatinnen und Soldaten attraktiv auszugestalten. Neu ist in diesem Zusammenhang auch, dass auch wegen der bekannten Vorkommnisse daran gearbeitet wird, ein datengestütztes aktuelles Lagebild „Innere Führung“ so zu etablieren, dass zeitnah und detailgetreu im Bundesministerium der Verteidigung Auskunft über die Lage im Führungsgrundgebiet Innere Führung gegeben werden kann und über die dafür eingeleiteten Schritte und Maßnahmen transparent informiert werden kann. Mit Blick auf die Realisierung des durch die Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen angeordneten Vorhabens, die seit 1982 gültigen „Richtlinien zum Traditionsverständnis und zur Traditionspflege in der Bundeswehr“ zu überarbeiten, gab Oberst i. G. Abed einen detaillierten Einblick in den derzeitigen Sachstand des Überarbeitungsprozesses. Zugleich informierte er darüber, dass mit dem Ausgang des vierten Workshops am 10. November an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) in Berlin, der breit angelegte Beteiligungsprozess abgeschlossen sein wird. Bis wann und zu welchen Zeitpunkt ein neuer „Traditionserlass“ für die Bundeswehr herausgegeben wird, ist seiner Ansicht nach eine politische Entscheidung, die derzeit noch nicht abzusehen ist. Auf Nachfrage erläuterte Oberst i. G. Abed abschließend, dass nicht vorgesehen ist, die derzeit gültigen Grundlagen für den Lebenskundlichen Unterricht (LKU) zu ändern und es nach wie vor dabei bleibt, dass die Durchführung des verbindlichen angeordneten  LKUs in den Händen der Militärseelsorger der beiden Kirchen bleiben wird.

Josef König