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Bischof Overbeck: Kirche muss für Frieden und Einheit eintreten

Militärbischof sprach mit Soldaten der Bundeswehr sowie Jugendlichen aus Südamerika und Essen über die Zukunft der Kirche. 

Katechese mit Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Mitte), Bruder Jens Anno Müller (li.) und Schwester Beatriz Iliana Quintero © KS / Barbara Dreiling
Katechese mit Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Mitte), Bruder Jens Anno Müller (li.) und Schwester Beatriz Iliana Quintero © KS / Barbara Dreiling

von Barbara Dreiling

Kirche müsse für Frieden und Einheit eintreten und die gesellschaftlichen Themen bespielen, sagte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck während des Weltjugendtags in Panama. Christen lebten heute in „einer Welt, die postsäkular ist“ und müssten annehmen, dass sie „eine Minderheit sind, auf Dauer“ sind, sagte Bischof Overbeck. Als Aufgabe der Christen sieht er, „dass wir für Frieden sorgen“.

200 junge Leute aus Südamerika und Deutschland – darunter Soldaten der Bundeswehr – nahmen an der Katechese im Rahmen des Weltjugendtags in der Kirche der Berufsschule Chapala teil. Neben Bischof Overbeck sprachen auch Schwester Beatriz Iliana Quintero und Bruder Jens Anno Müller über die Situation der Jugendlichen in ihren Heimatländern.

Symbolische Gaben, die für die Eucharistiefeier zum Altar gebracht wurden. © KS / Barbara Dreiling
Symbolische Gaben, die für die Eucharistiefeier zum Altar gebracht wurden. © KS / Barbara Dreiling

Als Katholischer Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr betonte Overbeck außerdem, dass eine Gewissensbildung bei Soldaten „einen Sinn für den nicht zu überbietenden Wert des Friedens“ brauche. Darüber hinaus müssten Christen auch in Deutschland auf die Gemeinsamkeiten der Menschen hinweisen und die Einheit der gesellschaftlichen Gruppen fördern.

Von einer panamaischen Ordensschwester gefragt, was die deutschen Jugendlichen vom Weltjugendtag mitnehmen, antwortete ein junger Mann aus dem Bistum Essen: „Ich merke, dass es hier eine sehr caritative Seite gibt und wie schön es sein kann, auf andere zuzugehen, wie hier in der Schule anderen eine Perspektive zu geben, dass es sich lohnen kann, als Christ unterwegs zu sein.“ Andere sagten, dass sie den Glauben der Menschen in Mittelamerika als sehr echt und lebendig empfunden hätten.

Eine kolumbianische Ordensschwester berichtet über die Situation junger Leute in ihrem Land. © KS / Barbara Dreiling
Eine kolumbianische Ordensschwester berichtet über die Situation junger Leute in ihrem Land. © KS / Barbara Dreiling


Schwester Beatriz Iliana Quintero von der Gemeinschaft der Amigonianerinnen beantwortete die vielen Fragen und Erfahrungsberichte der Jugendlichen aus Süd- und Mittelamerika mit einem Beispiel aus ihrer Arbeit. Ihre Gemeinschaft in Guatemala habe beschlossen, flüchtende Menschen auf dem Weg in die USA vorübergehend aufzunehmen und zu unterstützen, statt nur für sie zu beten.

Am Samstag und am Sonntag fanden Höhepunkt und Abschluss des Weltjugendtags in Panama City statt. Zusammen mit Papst Franziskus gab es am Samstag ein Abendgebet (Vigil) und am Sonntag den Abschluss-Gottesdienst. Dort gab Papst Franziskus auch den Ort des nächsten Weltjugendtags 2022, die portugiesische Hauptstadt Lissabon, bekannt.