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Schon in der Bibel ist häufig die Rede von Flucht



Weihbischof Ulrich Boom zieht zum Pontifikalamt ein. © KS / Friederike Frücht
Weihbischof Ulrich Boom zieht zum Pontifikalamt ein. © KS / Friederike Frücht

Würzburg, 25.01.2018. Gemeinsam mit über 300 Soldatinnen und Soldaten wurde zum 19. Mal der Internationale Weltfriedenstag im Würzburger Dom gefeiert. Das Motto – es wird jedes Jahr vom Papst bekanntgegeben – lautet in diesem Jahr: „Migranten und Flüchtlinge – Menschen auf der Suche nach Frieden“. Weihbischof Ulrich Boom wies in seiner Predigt darauf hin, dass vor allem Demut und Bescheidenheit Frieden schaffen. Nur da, wo sich Vertrauen ausbreite, könne der Frieden wachsen.

Generalmajor Bernd Schütt bei seiner Ansprache. © KS / Friederike Frücht
Generalmajor Bernd Schütt bei seiner Ansprache. © KS / Friederike Frücht

„Erster Wirtschaftsflüchtling der Geschichte“

Generalmajor Bernd Schütt, Kommandeur der 10. Panzerdivision in Veitshöchheim, nutzte eine kleine Ansprache, um auf den „ersten Wirtschaftsflüchtling der Geschichte“ aufmerksam zu machen: Abraham. Aufgrund einer Hungersnot musste Abraham sein Land verlassen und nach Ägypten ziehen (Gen 12,10). Auch seine Nachfahren, Moses und selbst Jesus mussten aus unterschiedlichen Gründen fliehen. Die Flüchtlingsthematik sei so alt wie die Menschheit. 

Auszug von Bischof und Ministranten am Ende des Gottesdienstes. © KS / Friederike Frücht
Auszug von Bischof und Ministranten am Ende des Gottesdienstes. © KS / Friederike Frücht

Suche nach Frieden unterstützen

Vor diesem Hintergrund ergebe sich für jeden von uns – „als Individuum, aber auch als Teil der Gesellschaft und der Weltgemeinschaft“ – der Auftrag, „Verantwortung zu übernehmen“. Als Angehörige der Bundeswehr sei man verpflichtet, Migranten und Flüchtlinge auf deren Suche nach Frieden direkt oder indirekt zu unterstützen. 

Der Leiter des Militärdekanats München, Artur Wagner, lädt zum Gespräch mit dem Bischof ein. © KS / Friederike Frücht
Der Leiter des Militärdekanats München, Artur Wagner, lädt zum Gespräch mit dem Bischof ein. © KS / Friederike Frücht

Zuletzt bedankte sich der Leitende Militärdekan Artur Wagner vom Katholischen Militärdekanat München bei allen Beteiligten, besonders bei den Soldatinnen und Soldaten für das gemeinsame Gebet. Friede müsse auch im Kleinen gelebt werden, damit er sich verbreite. Dementsprechend lud er zu einem Imbiss ins benachbarte Burkardushaus ein.

Friederike Frücht