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Lebenskundlicher Unterricht als Teil der soldatischen Ausbildung

Für den „Staatsbürger in Uniform” stehen Lebens- und Weltverantwortung in einer besonderen Beziehung zu den militärischen Pflichten. Die Meinungsvielfalt in einer pluralistischen Gesellschaft fordert gerade Soldaten heraus, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden und die eigene Lebensorientierung zu reflektieren, um moralisch urteilen und handeln zu können. Bei Einsätzen in Krisen- und Bürgerkriegsregionen geraten sie mitunter in lebensgefährliche Lagen und machen entsprechende Grenzerfahrungen.

Militärseelsorger erteilen den Lebenskundlichen Unterricht. © KS / Doreen Bierdel
Militärseelsorger erteilen den Lebenskundlichen Unterricht. © KS / Doreen Bierdel

Insoweit gewinnt der LKU als Teil der Gesamterziehung der Soldaten und als übertragene Sonderaufgabe für die Militärseelsorge zusätzlich an Bedeutung. LKU ist kein Religionsunterricht, wird aber in der Regel von Militärseelsorgern und besonders qualifizierten Lehrkräften während der Dienstzeit erteilt.