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Wann kommt Papa / Mama wieder?

Werkstatt für Soldatenfamilien

   

Die Teilnehmer, hier ein Fregattenkapitän, erarbeiteten Strategien für das familiäre Miteinander während einer Trennung. © KS / Doreen Bierdel
Die Teilnehmer, hier ein Fregattenkapitän, erarbeiteten Strategien für das familiäre Miteinander während einer Trennung. © KS / Doreen Bierdel

Münster, 11. Mai 2018. Wenn ein Soldat oder eine Soldatin in den Einsatz geht, dann nicht nur er oder sie. Nein, es ist ein Einsatz für die ganze Familie. Besonders für die Kinder beginnt eine belastende Zeit. Laut Angaben der Bundeswehr befinden sich über 3.800 Soldaten derzeit in einem Auslandseinsatz, der in der Regel zwischen drei und sechs Monaten dauert.

Deshalb bot der Familientherapeut Dr. Peter Wendl in Zusammenarbeit mit der Katholischen Militärseelsorge eine eigene Werkstatt für Soldatenfamilien auf dem Katholikentag an. Neun Soldaten, Soldatenfrauen und Mitarbeiter von Betreuungsorganisationen nahmen daran teil. In kleinen Gruppen erarbeiteten sie, wie sich eine Familie auf den Auslandseinsatz des Vaters oder der Mutter vorbereiten kann.

Lange Trennungszeiten bewirken nicht nur Angst, Stress im alltäglichen Leben, Einsamkeit oder Eifersucht, sondern auch Veränderungen im persönlichen Leben und in den Beziehungen. „Es kommt selten der oder die zurück, der gegangen ist“, sagte Peter Wendl. „Aber das muss keine Angst machen“, fügte er hinzu und gab den Teilnehmern einige Anregungen für den Umgang mit Fernbeziehungen.

Neben der Familienseelsorge bietet die Katholische Militärseelsorge auch die Broschüre „Zusammen schaffen wir das!“ an. Sie enthält Tipps für Trennungszeiten je nach Alter der Kinder. Soldatinnen und Soldaten erhalten die Broschüre kostenlos bei ihrem Katholischen Militärpfarramt. (bd)

Broschüre "Zusammen schaffen wir das!"