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Getrennt zusammen(-)wachsen

Gedanken zum Valentinstag für Soldatenfamilien und Paare
von Barbara Dreiling

Herz im Flecktarnmuster © KS / Barbara Dreiling
Herz im Flecktarnmuster © KS / Barbara Dreiling


In Soldatenfamilien ist das gar nicht so einfach mit der Liebe! Immer ist einer weg – auf Lehrgang oder sogar im Einsatz. Oder der Bundeswehr-Standort ist von zu Hause so weit entfernt, dass sich die Partner nur am Wochenende sehen. Schwierige Bedingungen. 

Und dennoch:

Soldatinnen und Soldaten, Frauen und Männer in Soldatenfamilien achten auf die Liebe und geben ihr immer neue Nahrung. Es sind die vielen alltäglichen Dinge, zu denen Liebe fähig macht: 

Organisation des Familienlebens, Geduld haben, wenn es stressig wird. Nicht verzweifeln, wenn zu allem Überfluss noch die Waschmaschine kaputt gegangen ist.

Und dann? Vertrauen haben, dass er / sie an der Beziehung mitwirkt und einen nicht alleine lässt – das ist gar nicht so einfach. Soldatenpaare wissen, wie wichtig es ist, sich in die Lage des jeweils anderen hineinzuversetzen. Sie geben nicht auf, wenn es beim Telefonieren auch mal langweilig wird. Jeder hat in der Trennung seinen eigenen Alltag zu bewältigen. Und dann, wenn der Stress leiser wird, ertragen sie das Alleinsein und versuchen, die Kinder zu trösten.

Partnerschaft, Valentin und Wochenende

„Getrennt zusammen wachsen“ oder „getrennt zusammenwachsen“, nennt York-Herwarth Meyer das. Als Militärseelsorger hat er viele Soldatenpaare und Soldatenfamilien begleitet. Und es ist beides: Die Herausforderung der Trennung kann Paare in ihrer Persönlichkeit wachsen, ja über sich hinauswachsen lassen. Gleichzeitig müssen sie im Getrenntsein um ihre Beziehung kämpfen und werden auf diese Weise zu Partnern.

Fernbeziehungen sind nicht erstrebenswert, doch sie gehören bei der Bundeswehr zum Alltag. Heute beginnt das Wochenende und die Zeit mit dem Partner / der Partnerin und der Familie. Passenderweise ist auch Valentinstag. Der heilige Valentin gilt als Patron der Liebenden, weil er – so die Legende – Paaren ermöglicht haben soll, christlich zu heiraten, was im Römischen Reich verboten war. 

Heute finden in vielen Kirchen Segnungsgottesdienste für Paare statt. Als Militärseelsorge wünschen wir allen Paaren und Familien, dass das Wochenende eine gute Zeit für ihre Beziehung wird und dass Gottes guter Geist an allen Tagen mit ihnen geht.




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© KMBA / Joachim Simon
© KMBA / Joachim Simon

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© Bundeswehr / Daniel Dinnebier
© Bundeswehr / Daniel Dinnebier

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© KS / Doreen Bierdel
© KS / Doreen Bierdel

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© KS / Doreen Bierdel
© KS / Doreen Bierdel

29.05.2019. In Kurzinterviews während der 61. Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes erzählen Soldatinnen und Soldaten, was ihnen die Wallfahrt und das Pilgern bedeuten.