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16K3-Marsch – Gehen, erinnern, tragen

Mit dem 16K3-Marsch setzen Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten, Veteranen, Angehörige sowie zivile Unterstützerinnen und Unterstützer ein sichtbares Zeichen, dass diejenigen nicht vergessen werden, die im Einsatz 2010 in Afghanistan ihr Leben verloren oder bleibende Verwundungen erlitten haben.

Der Marsch verbindet körperliche Anstrengung mit stillem Gedenken und persönlicher Reflexion, Schritt für Schritt im Rhythmus der eigenen Gedanken und Erinnerungen.

Aus dem ursprünglichen K3-Marsch, bei dem das K für Karfreitag und die 3 für die drei getöteten Soldaten stehen, hat sich eine jährlich fortgeschriebene Reihe vom 10K3 bis zum 16K3 entwickelt, die dieses Gedenken in die Gegenwart trägt und deutlich macht: Die Opfer der Einsätze werden nicht vergessen.

Die einzige feste Vorgabe ist, 16 Kilometer mit 16 Kilogramm Gepäck zurückzulegen, wobei die Idee dahintersteht, die Distanz und das Gewicht Jahr für Jahr um einen Kilometer und ein Kilogramm zu steigern.

Die Katholische Militärseelsorge ist Teil dieses Netzwerks und begleitet die 16K3-Märsche an vielen Orten in Deutschland. Militärseelsorgerinnen und Militärseelsorger sind während der Veranstaltungen ansprechbar, geben geistliche Impulse, feiern Gottesdienste und stehen Teilnehmenden wie Angehörigen für vertrauliche Gespräche zur Verfügung.

 

Wer den Marsch trägt

Die wachsenden Teilnehmerzahlen der vergangenen Jahre zeigen, welche Bedeutung der 16K3-Marsch inzwischen gewonnen hat. Getragen wird er von einer breiten Gemeinschaft aus aktiven Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten, Veteranen, Angehörigen und zivilen Unterstützerinnen und Unterstützern, die sich bundesweit an den Gedenk- und Spendenmärschen beteiligen.

Aus einer zunächst militärinternen Initiative sind regionale Gruppen entstanden, in denen Reservistenkameradschaften, Veteraneninitiativen, Vereine und lokale Bündnisse vor Ort Strecken planen, Logistik organisieren, Öffentlichkeitsarbeit übernehmen und den Marsch in die jeweilige Gedenkkultur vor Ort einbetten.

So ist der 16K3-Marsch zu einer festen Größe der Veteranenkultur geworden, die als sichtbares Zeichen für Gedenken, Solidarität und Unterstützung weit über die Bundeswehr hinaus wahrgenommen wird.

Eindrücke und Berichte der 16K3 Märsche mit 26.449 Teilnehmenden

Gedenken, Gemeinschaft und Verantwortung in Mayen

Am 2. April 2026 machten sich zum 16. Jahrestag des Karfreitagsgefechts rund 20 Soldatinnen und Soldaten aus Mayen auf den Weg, um beim sogenannten 16K3-Marsch an das Ereignis von 2010 zu erinnern.

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16K3-Marsch in Hamburg

In Hamburg brachen Studierende und Angehörige der Universität gegen 12 Uhr vom Hanseatenbereich der Universität auf und marschierten rund acht Kilometer zum Rathausmarkt im Zentrum Hamburgs. Dort sprach Militärdekan Pater Peter Henrich vor dem Rathaus einige Gedenkworte, bevor eine Schweigeminute gehalten wurde.

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Gedenken und gelebte Verbundenheit in Aachen

In Aachen wurde der diesjährige 16K3-Marsch zu einem eindrucksvollen Zeichen des Erinnerns und der Gemeinschaft. Rund 250 Teilnehmende kamen zusammen, um der drei im Karfreitagsgefecht gefallenen Soldaten zu gedenken und den Weg in ihrem Andenken gemeinsam zurückzulegen.

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Niemand bleibt zurück – keiner wird vergessen.

Bundeswehr, Feuerwehr, Polizei und Familienangehörige: insgesamt 300 Teilnehmende zählt die Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ beim diesjährigen K3-Marsch in Frankenberg/Sa.

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16K3-Marsch quer durch Husum

„Es ist ein Zeichen der Erinnerung – an die Gefallenen, an die Verwundeten, an das was Ihr Dienst verlangt.“ Mit diesen Worten, wurden in Husum am 2. April 2026 rund 200 Angehörige des Spezialpionierregiment 164 und des Flugabwehrraketengeschwader 1 in Marsch gesetzt. 

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Karfreitagsgefecht – Was 2010 geschah

Es gab hier Menschen, die uns bekämpften, mit versteckten Bomben und mit Maschinengewehren. Ich war heute knapp dem Tod entkommen. Das alles fühlte sich fast normal an, denn immerhin befand ich mich im Krieg. An diesem Tag war er greifbar geworden. Ich schmeckte ihn in dem Sand, den ich bei der Explosion geschluckt hatte, und roch ihn in dem Schießpulver beim Abfeuern der Waffen.

Johannes Clair

Das Karfreitagsgefecht am 2. April 2010 steht für einen der traurigsten Tage in der Geschichte der Bundeswehr und für die harte Wirklichkeit des Afghanistan-Einsatzes. An diesem Tag geriet eine Patrouille des Provincial Reconstruction Team Kundus in der Ortschaft Isa Khel in einen vorbereiteten Hinterhalt afghanischer Aufständischer. Die Soldaten waren mit dem Auftrag unterwegs, Sprengfallen aufzuspüren und zu beseitigen, als sie unter massiven Beschuss gerieten. Das Gefecht dauerte mehrere Stunden, drei Fallschirmjäger des Fallschirmjägerbataillons 373 aus Seedorf wurden getötet, acht weitere Soldaten verwundet.

Wir denken an Hauptfeldwebel Nils Bruns (35), Stabsgefreiten Robert Hartert (25) und Hauptgefreiten Martin Kadir Augustyniak (28), die an diesem Tag ihr Leben verloren. Ihre Namen stehen stellvertretend für alle deutschen Soldatinnen und Soldaten, die in Afghanistan gefallen sind. Viele Kameradinnen und Kameraden haben im Einsatz erlebt, wie aus einer Routinepatrouille innerhalb von Sekunden eine lebensbedrohliche Lage wurde und wie schwer es ist, diese Erfahrungen nach der Rückkehr zu vermitteln.

In den Tagen nach dem Karfreitagsgefecht kamen weitere deutsche Soldaten ums Leben: Major Jörn Radloff (38), Hauptfeldwebel Marius Dubnicki (32), Stabsunteroffizier Josef Kronawitter (24) und Oberstabsarzt Dr. Thomas Broer (33). Sie waren am 15. April 2010 auf Patrouille, als sie bei Baghlan angegriffen und getötet wurden.

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Abschied von drei Kameraden

Der Leitende Militärdekan Bernd F. Schaller erinnert an den Abschied von den gefallenen Kameraden im Feldlager Kundus 2010. Am Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin erzählt er von der Trauerfeier und warum Karfreitag und Ostersonntag für ihn zusammengehören.

Es sind damals drei aus unserer Mitte gerissen worden, aus dem Feldlager, aus einer Gemeinschaft. Diese Lücke bleibt bis heute, natürlich vor allen Dingen für die Kameradinnen und Kameraden, die ganz eng mit den Drei verbunden waren. Trotz alledem bin ich heute sehr aufgewühlt, deshalb, weil nicht nur das Datum ist, sondern weil es etwas ganz Persönliches ist. Wir haben Abschied genommen, damals am Ostersonntag, von den Kameradinnen und Kameraden und seitdem ist der Zusammenhang zwischen Karfreitag und Ostern auch für mich als Theologe ein ganz anderer geworden.

Kath. Leitender Militärdekan Bernd F. Schaller

In Gedanken erinnern wir uns an alle, die ihr Leben im Einsatz, bei einsatzgleichen Verpflichtungen oder im Dienst verloren haben.

Totengedenken bei der Bundeswehr

Bisher verloren im Afghanistan-Einsatz 60 Soldaten ihr Leben. Auch in anderen Einsatzgebieten wurden Soldaten getötet. Ihnen sind der Wald der Erinnerung und das Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin gewidmet. 

Kinder und Jugendliche in ihrer Trauer begleiten

Was Kinder brauchen und Angehörige wissen sollten

Für viele, die einen geliebten Menschen verlieren, verändert sich die Welt: plötzlich, schmerzhaft, oft unvorstellbar und nur schwer in Worte zu fassen. Erwachsene, die meist selbst betroffen sind, stehen dann vor der herausfordernden Aufgabe, Kinder und Jugendliche in ihrer Trauer zu begleiten, ohne vielleicht selbst den notwendigen Halt zu verspüren. Die vorliegende Broschüre bietet für diese Zeiten daher eine erste und schnelle Orientierung, indem sie einfach und übersichtlich wichtiges Wissen dazu vermittelt und praktische Impulse für den Umgang mit Kindertrauer gibt.

Kostenlos erhältlich an Ihrem Katholischen Militärpfarramt.