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Ein „Beinahe-König“ im Archiv

Mit unserem Archivar Markus Seemann können wir heute eine Entdeckung präsentieren: Einen „Beinahe-König“ im Archiv das Katholischen Militärbischofs. Leider ist der Anlass kein freudiger, sondern ganz im Gegenteil der Auslöser für den Deutsch-Französischen Krieg vor 150 Jahren.
Von Markus Seemann und Barbara Dreiling 

Zufallsfund mit Adelstitel

In den Matrikelbüchern der Katholischen Militärseelsorge fand unser Archivar Markus Seemann zufällig den Sterbeeintrag des Fürsten Leopold von Hohenzollern. Dieser besagt, dass Leopold am 8. Juni 1905 in Berlin an einem „Herzschlag“ (Herzinfarkt) starb und sein Leichnam nach Hechingen (im heutigen Baden-Württemberg) überführt wurde.

Auslöser für den Deutsch-Französischen Krieg

Ein Blick in die Geschichtsbücher verrät: Leopold, aus der katholischen Linie der Hohenzollern, trug zwar den Titel eines Fürsten, doch hatte bereits sein Vater auf alle Herrschaftsansprüche verzichtet und sein Fürstentum an die preußischen Verwandten abgetreten. Beinahe wäre Leopold, der mit einer portugiesischen Königstochter verheiratet war, selbst König geworden. 1870 beanspruchte der 34-Jährige auf Drängen Bismarcks die Krone Spaniens. Die gezielte Provokation des preußischen Ministerpräsidenten führte vor genau 150 Jahren, am 19. Juli 1870, zur Kriegserklärung Frankreichs, das sich nun beidseitig von Hohenzollern bedroht sah.

Ein neuer Staat

Über 180.000 Soldaten ließen im Deutsch-Französischen Krieg ihr Leben. Für Frankreich war es eine bittere Niederlage. Leopold hatte seine Thronkandidatur schon nach wenigen Tagen wieder zurückgezogen. Dafür wurde Wilhelm, der König von Preußen, 1871 zum Deutschen Kaiser. Und auf der Landkarte Europas erschien ein neuer Staat: das Deutsche Reich.

Unsere Matrikelbücher sind auch online verfügbar. Den Sterbeeintrag des Fürsten Leopold von Hohenzollern können Sie hier finden data.matricula-online.eu/de/


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