Beziehungen als Bauwerk:
Was Paare von Baumeister Antoni Gaudi lernen können
Barcelona ist für Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz derzeit ein besonderer Ort der Begegnung. Gemeinsam mit der Katholischen Militärseelsorge verbringen sie mit ihren Partnerinnen und Partnern einige Tage in der spanischen Metropole. Organisiert wurde der Aufenthalt vom Leitenden Militärdekan Msgr. Joachim Simon, der im KMBA für die Auslandseinsätze zuständig ist, und vom in Neapel ansässigen Militärseelsorgeassistent Manfred Junge-Bornholt. Äußerer Anlass für die Wahl Barcelonas ist die Basilika Sagrada Familia, der Todestag ihres Erbauers Antoni Gaudi jährt sich am 10. Juni 2026 zum 100. Mal. Im Zentrum steht jedoch eine andere Frage: Wie können Beziehungen unter den besonderen Belastungen des militärischen Dienstes gelingen?

Guter Gott, wir danken dir, dass du unser beider Leben zusammengeführt hast. Wir sind dadurch füreinander verantwortlich und wichtig geworden. Hilf uns, einander anzunehmen, wie wir sind, einander zu achten und zu lieben. Gib uns Geduld, wenn wir aneinander leiden, und Verzeihung, wenn wir einander weh getan haben. Lass unsere Liebe reifen und stark werden, damit sie einander Halt gibt und ein Zeugnis für dich ist. Amen."
Eröffnungsvortrag
Den Eröffnungsvortrag hielt Kristina Tonn vom Institut für Frieden und Militärethik. Unter dem Titel „Liebe bauen – Beziehungen gestalten: Was Paare von Gaudi lernen können“ verdeutlichte sie ihren Zuhörerinnen und Zuhörern: Beziehungen sind Prozesse, keine fertigen Zustände.
Ausgangspunkt ist die Sagrada Familia selbst. Seit 1882 wird an ihr gebaut, Antoni Gaudi widmete ihr 40 Jahre seines Lebens.
Der gute Hirte und die Bundeswehr: Begegnungen in Barcelona
Es gibt viele Gründe, warum Menschen aus dem Ausland längere Zeit in Barcelona leben: Familiäre Gründe, ihr Beruf oder Studium führt sie in die Stadt oder sie verbringen dort ihren Urlaub. Sind sie katholische Christen, wollen Gottesdienst feiern oder suchen Ansprechpartner, stehen ihnen die Türen der Gemeinde Sankt Albertus Magnus in Barcelona immer offen.
Rolf Apholte: Der neue Militärpfarrer für Spanien und Portugal
Als Militärpfarrer im Nebenamt für Spanien und Portugal betritt Rolf Apholte neues Terrain, und tut dies mit Gelassenheit. Der 63-jährige Kölner ist seit September 2024 Pfarrer der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Barcelona und sieht in der Betreuung der in Spanien und Portugal stationierten deutschen Soldatinnen und Soldaten eine Erweiterung seiner seelsorglichen Arbeit.
Gottesdienst in der Krypta der Sagrada Familia
Soldatinnen und Soldaten der deutschen Bundeswehr, die derzeit an Auslandsstandorten stationiert sind, feierten im Rahmen eines Seminars in Barcelona gemeinsam mit der Katholischen Militärseelsorge einen Gottesdienst in der Krypta der Sagrada Familia. Zelebrant dieses geistlichen Höhepunkts des Barcelona-Besuchs war Militärdekan Msgr. Joachim Simon, mitgewirkt hat Pfarrer Rolf Abholte, der im Nebenamt als Militärpfarrer für Spanien und Portugal zuständig ist.
Nicht das Trennende, sondern das Verbindende suchen
Am Montag endete in Barcelona das Treffen der Soldatinnen und Soldaten der deutschen Bundeswehr, die an Auslandsstandorten stationiert sind. Gemeinsam mit ihren Partnern waren sie in diesem von der Katholischen Militärseelsorge angebotenen Seminarwochenende der Frage nachgegangen, wie Beziehungen unter den besonderen Bedingungen des militärischen Dienstes gelingen können.
Zusammen im Einsatz – Paarbeziehungen im Militärdienst
Ein Seminarwochenende der Katholischen Militärseelsorge in Barcelona brachte Soldatinnen und Soldaten an Auslandsstandorten mit ihren Partnerinnen und Partnern zusammen. Im Mittelpunkt stand eine zentrale Frage: Was stärkt Partnerschaften unter den besonderen Bedingungen des Militärdienstes und was belastet sie?
Sagrada Família: Ein Ort des Glaubens und der Schönheit
Die Sagrada Família prägt das Stadtbild Barcelonas wie kaum ein anderes Bauwerk und steht zugleich für einen außergewöhnlichen schöpferischen und geistlichen Anspruch. Antoni Gaudí verband Architektur, Natur und Glauben zu einer einzigartigen Formensprache, die bis heute Menschen aus aller Welt berührt. Licht, Struktur und Symbolik fügen sich zu einem Raum, der über das Sichtbare hinausweist.
Im Jahr 2026 richtet sich der Blick besonders auf dieses Werk, denn der Tod Gaudís jährt sich zum hundertsten Mal. Sein Schaffen lädt dazu ein, die Basilika neu zu entdecken als Ausdruck von Hingabe, Geduld und einer Vision, die Generationen überdauert.
























