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Auf der Route spirituelle

Station am alten Pfarrhaus © KS / Barbara Dreiling
Station am alten Pfarrhaus © KS / Barbara Dreiling

Lourdes, 19.05.2018. In Lourdes geht es nicht nur um die Gottesmutter Maria. Eigentlich geht es um das eigene Leben. Denn beim Pilgern gewinnt man Abstand zum Alltag und erfährt etwas Neues über sich selbst und seine Beziehungen zu den Mitmenschen.

Solche persönlichen Erfahrungen ermöglichte unter anderem Pastoralreferent Constantin Rhode bei seinem Modul Route spirituelle. 40 Pilger haben daran teilgenommen und sich auf die Lebenswelt der Heiligen Bernadette Soubirous eingelassen. 

1858 erlebte die 14jährige Bernadette beim Holzsammeln die Erscheinungen der Gottesmutter Maria an der Grotte Massabielle. Die insgesamt 18 Erscheinungen veränderten das Leben der Müllerstochter, die acht Jahre später in das Kloster der Barmherzigen Schwestern in Nevers eintrat und dort Kranke pflegte. 

Auf der Route spirituelle besuchten die Pilger das Geburtshaus der Heiligen, die Mühle, und das spätere Wohnhaus. An der von Bernadette so genannten „Mühle des Glücks“ waren die Pilger eingeladen, über das Glück in ihrem Leben nachzudenken und Dank und Bitten vor Gott zu bringen. 

Doch Bernadettes weiterer Weg ist von Armut gekennzeichnet. Die Familie verschuldet sich, muss die Mühle aufgeben und mehrmals umziehen. Zeitweise geht Bernadette in eine Schule, die Ordensschwestern im Hospiz von Lourdes eingerichtet haben. Das Hospiz mit seiner Ausstellung über das Leben der Heiligen bot der Pilgergruppe Gelegenheit, die je eigenen Leiden und die Kranken aus dem Bekannten- und Familienkreis ins Gebet einzuschließen. 

An der nächsten Station, dem Pfarrhaus, ging es um die Berufung eines Jeden Menschen. Bernadette erhielt von der Gottesmutter Maria mehrere Aufträge, die sie ihrem Pfarrer mitteilt. Für Pastoralreferent Rhode ist klar, dass auch heute jeder Mensch eine von Gott gegebene Aufgabe hat. So wurde Bernadettes Lebensweg zu einem Spiegel der eigenen Erfahrungen mit Gott. (bd)



Kreuzweg für „Einsteiger“

Kreuzweg-Gehen mit Militärpfarrer Jörg Plümper. © Christina Lux
Kreuzweg-Gehen mit Militärpfarrer Jörg Plümper. © Christina Lux

Lourdes, 19.05.2018. Ein Kreuzweg ist „ein Nachgehen von dem, was Jesus uns vorgelebt hat", sagte Militärpfarrer Jörg Plümper zu Beginn. 30 Soldatinnen und Soldaten waren gekommen, um an seinem Modul Kreuzweg für „Einsteiger“ teilzunehmen.

In Lourdes gibt es im Freien einen Kreuzweg aus lebensgroßen Skulpturen mit Szenen des Leidens und Sterbens Jesu. Die Teilnehmer konnten auf ihrem Weg den Berg hinauf die Darstellungen betrachten und den Impulsen von Pfarrer Plümper zuhören: Das Kreuz ist auch heute noch ein Zeichen, wie weit Liebe geht. So wie Jesus das Kreuz auf seine Schultern nahm, können Menschen lernen, das Unvermeidliche anzunehmen. So wie Veronika Jesus ein Schweißtuch reichte, können wir einander kleine Dienste tun, sagte der Militärpfarrer.

Station am Berg mit lebensgroßen Darstellungen. © Christina Lux
Station am Berg mit lebensgroßen Darstellungen. © Christina Lux

Der Kreuzweg ist ein jahrhundertealter christlicher Meditationsweg. Menschen betrachten gehend das Leiden und Sterben Jesu Christi. Die meisten Kreuzwege bestehen aus 14 Stationen in Form von Bildern an Kirchenwänden oder im Freien.

(bd)

Bildergalerie

Bildergalerie der 60. Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes unter diesem Link.

Urheberhinweis: Die Bilder können kostenlos zur Berichterstattung über die 60. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes genutzt werden. Bei Verwendung ist der Urheber zu nennen. Darüber hinaus ist die Weitergabe oder Nutzung der Bilder zu kommerziellen Zwecken nicht gestattet.

Link zur Bildergalerie bei Klick auf das Bild. Foto: Christina Lux
Link zur Bildergalerie bei Klick auf das Bild. Foto: Christina Lux