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Meine Wege durch-Kreuz(t) – ein Kreuzweg

Kreuzweg mit Militärpfarrer Stephan Lorek © KS / Barbara Dreiling
Kreuzweg mit Militärpfarrer Stephan Lorek © KS / Barbara Dreiling

Lourdes, 19.05.2017. Lebenswege werden oft durchkreuzt: Jemand kann seinen Beruf nicht mehr ausüben, eine langjährige Beziehung zerbricht, eine Krankheit stellt die Familie auf den Kopf, ein geliebter Mensch stirbt. Doch wie gehen wir damit um?

Der Katholische Militärpfarrer Stephan Lorek ist mit Soldaten und deren Angehörigen während der Soldatenwallfahrt in Lourdes den Kreuzweg gegangen, der über einen Berg am Rande der Wallfahrtsstätte verläuft.

14 lebensgroße Skulpturen bilden die Szenen des Leidens und Sterbens Jesu ab. Die Teilnehmer konnten die Darstellung betrachten und den Impulsen von Pfarrer Lorek zuhören: So wie Jesus das Kreuz auf seine Schultern nahm, könnten auch Menschen von heute lernen, das Unvermeidliche anzunehmen. So wie Veronika Jesus ein Schweißtuch reichte, könnten auch wir einander kleine Dienste tun, sagte Militärpfarrer Lorek.

Der Kreuzweg ist ein jahrhundertealter christlicher Meditationsweg. Menschen betrachten gehend das Leiden und Sterben Jesu Christi. Die meisten Kreuzwege bestehen aus 14 Stationen in Form von Bildern an Kirchenwänden oder im Freien. (bd)



Auf den Spuren der heiligen Bernadette

Pilger auf den Spuren der Hl. Bernadette © KS / Jörg Volpers
Pilger auf den Spuren der Hl. Bernadette © KS / Jörg Volpers

Lourdes, 19.05.2017. Nach dem deutschsprachigen Eröffnungsgottesdienst an der Erscheinungsgrotte war der Freitagmittag am ersten Wallfahrtstag in der südfranzösischen Stadt geprägt durch verschiedene „Module“, aus denen die Teilnehmer/innen auswählen und sich ihr Programm zusammenstellen konnten.

Eines davon war der bereits bewährte Weg „Auf den Spuren der Hl. Bernadette“, durch die Lourdes vor 159 Jahren überhaupt erst zu seiner Bedeutung gekommen war. Unter der Gesamtleitung von Pfarrhelfer Kettner aus München trafen sich dazu zwei Gruppen von je gut 35 Pilgern im Heiligen Bezirk vor der Kirche „St. Bernadette“, nahe dem Fluss Gave. 

Mehrere Militärseelsorger und Pfarrhelfer/innen trugen an den einzelnen Stationen passende Texte vor – es wurde auch viel gesungen, in einer Gruppe begleitet von Militärpfarrer Kühn aus Mayen an der Gitarre. Zur Eröffnung sprach Militärpfarrer Schöpf aus Neuburg von der „Höflichkeit des Himmels“, mit der die Jungfrau Maria schon bei der ersten Erscheinung die kleine Bernadette Soubirous angesprochen hatte.

Zweite und dritte Station war die damalige Wassermühle (außen und innen), das Geburtshaus der Seherin. Danach ging es zum „Cachot“, „dem Loch“, einem ehemaligen Gefängnis, in das Familie Soubirous verarmt umziehen musste, als Bernadette zehn Jahre alt war und wo sie lange ihre jüngeren Geschwister versorgte. Lieder und „Weg-Geschichten“ begleiteten diese Stationen.

Über den „Place Peyramale“ – er ist nach dem damaligen Ortspfarrer benannt, der Bernadette schließlich Glauben schenkte – pilgerten die Soldatinnen und Soldaten zu dessen Pfarrkirche mit der Krypta, in der dieser bedeutende Priester begraben ist. Ferner ist auch noch der Taufstein zu sehen, an dem Bernadette getauft wurde.

Die gemeinsamen Gruppenfotos – zu Beginn vor der Doppelbasilika an der Grotte und zum Abschluss vor der Pfarrkirche von Lourdes – rahmten dieses Wallfahrts-Modul ein, bevor man sich schließlich zusammen bei Gesprächen und Getränken stärkte. (Jörg Volpers)



Gottesdienste und Kirchen: Erleben sakraler Räume

Kirchenführung mit Militärpfarrer Petro Stanko © Christina Lux
Kirchenführung mit Militärpfarrer Petro Stanko © Christina Lux

Lourdes, 19.05.2017. Militärpfarrer Dr. Petro Stanko vom Katholischen Militärpfarramt Ingolstadt und Militärdekan Dr. Jochen Folz, Katholisches Militärpfarramt Neubiberg, gaben eine Einführung und Erklärung der Symbolik und Bedeutung kirchlicher Architektur in west-und ostkirchlicher Tradition am Beispiel der Oberen Wallfahrtskirche und der ukrainischen Kirche in Lourdes. Zum Ausklang war die gut besuchte und interessierte Gruppe bei ukrainischen Ordensschwestern zu einem Imbiss eingeladen. Sie nutzten die Gelegenheit, die vielfältigen Eindrücke unter einander auszutauschen. (Marlene Beyel)