Rochlitz/Wechselburg, 18. September 2025. Vor dem Start der 21. Soldatenwallfahrt nach Wechselburg blicken manche Teilnehmende sorgenvoll zum Himmel. Doch schon wenige Kilometer nach dem Aufbruch klart es auf, so als würde der Weg unter ein gutes Zeichen gestellt. Am Ende begleitet strahlende Sonne die rund 100 Soldatinnen, Soldaten und Gäste, die der Einladung des Militärdekanats Berlin unter Leitung des Leitenden Militärdekan Bernd F. Schaller gefolgt sind.
Aufbruch in Gemeinschaft
Die Pilgerinnen und Pilger kommen aus Sachsen, Thüringen und Berlin-Brandenburg. Der gemeinsame Marsch von Rochlitz zum Kloster Wechselburg führt nicht nur durch die spätsommerliche Landschaft, sondern bietet auch Gelegenheit für Gespräche, stille Gebete und persönliche Begegnungen. Nach zweieinhalb Stunden erreichen die Teilnehmenden das Kloster, wo sie von Pater Maurus Kraß in Empfang genommen werden.
Abschied nach 13 Jahren
Für Pater Maurus ist dieser Tag ein besonderer Einschnitt. Seit 2012 wirkt er in Wechselburg, nun kehrt er nach 13 Jahren in sein Mutterkloster Ettal zurück. Der Leitende Militärdekan Bernd F. Schaller würdigt sein Engagement und hebt hervor, wie sehr Pater Maurus das geistliche Leben in Wechselburg geprägt habe. Als Zeichen der Dankbarkeit überreicht er ihm das Große Kreuz der Militärseelsorge.
Worte, die bewegen
Im Festgottesdienst richtet Pater Maurus sehr persönliche Worte an die Soldatinnen und Soldaten. Er dankt ihnen für ihren Dienst und erinnert eindringlich an die Belastungen, die dieser mit sich bringt: Die langen Monate fernab der Familie, die verpassten Augenblicke, in denen Kinder ihre ersten Schritte tun oder das erste Wort sprechen. Seine Botschaft: Der Dienst in Uniform ist nicht selbstverständlich – er fordert Opfer, die Respekt und Anerkennung verdienen.
Ein sonniger Ausklang
Nach dem Gottesdienst öffnet sich der Klosterhof im schönsten Sonnenlicht. Bei einer gemeinsamen Stärkung sitzen die Teilnehmenden beisammen, erzählen von ihren Erfahrungen und lassen die Eindrücke des Tages nachwirken. Für viele ist es ein Moment, um innezuhalten, Kraft zu schöpfen und das Gefühl von Zusammenhalt zu spüren.
Doreen Bierdel



