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Vom Kreuzweg zum neuen Leben

Ein neues Holzkreuz an der Außenwand der Kapelle und ein schlichtes Birkenkreuz auf dem Kasernengelände laden in der Jürgen-Schumann-Kaserne in Appen zum Innehalten ein. Pünktlich zum Beginn der Osterzeit wurden sie fertiggestellt – zwei sichtbare Zeichen des Glaubens, die bleiben. Sie verbinden die Erinnerung an den Kreuzweg Jesu mit der Hoffnung auf neues Leben, die das Osterfest verkündet.

Diese Hoffnung prägte auch die ökumenische Mittagsandacht in der Karwoche. Pastoralreferent Ludger Nikorowitsch und der evangelische Militärpfarrer Thorsten Gloge erinnerten gemeinsam mit den Teilnehmenden an den Leidensweg Jesu. Zugleich nahmen sie die Menschen in den Blick, die heute unter Ungerechtigkeit und Gewalt leiden.

Wie Simon von Cyrene zur Zeit Jesu, so kann sich auch heute jeder an die Seite derer stellen, die das Kreuz ihres Lebens tragen müssen. Gerade für Soldatinnen und Soldaten, die im täglichen Dienst oft gefordert sind – im Einsatz wie im Alltag zwischen Verantwortung, Kameradschaft und Belastung – schaffen solche Momente Raum zum Atemholen.

Gemeinschaft in der Osterzeit

Nach der besinnlichen Andacht wurde es in der Kaserne fröhlich und farbenfroh. Damit für die Osterandacht am kommenden Osterdienstag genügend Osternester vorbereitet und versteckt werden konnten, griffen viele beherzt zu. Beim anschließenden Beisammensein traf sich, wer Zeit und Lust hatte, zum traditionellen Eierfärben mit Naturmaterialien. Bunte Farben, gute Gespräche und viel Lachen füllten den Raum.

Am Dienstag der Osterwoche wird es dann wieder festlich: Nach der Andacht kommen alle zu einem gemeinsamen Imbiss zusammen. Auf den Tischen wird traditionell zubereitetes polnisches Bigosch stehen. Den Höhepunkt bildet das Eierschlagen nach griechisch-orthodoxer Tradition – begleitet vom österlichen Ruf: „Christus ist auferstanden! – Er ist wahrhaft auferstanden!“

Ludger Nikorowitsch / Doreen Bierdel

 

Ein Pärchen von Geistlichen in liturgischer Kleidung steht im Freien, während sie eine Zeremonie leiten. Im Hintergrund sieht man einige Soldaten, die den Geistlichen zuhören. Ein Holzkreuz ist an einem Backsteinbau angebracht. Die Szenerie ist von Bäumen umgeben.
Pastoralreferent Ludger Nikorowitsch und Militärpfarrer Thorsten Gloge erinnerten an Jesu Leidensweg. (© Bundeswehr / Michael Schmidt)
Ein Backsteingebäude mit weißen Fenstern und einer auffälligen Holzlatte mit einem Kreuz. Vor dem Gebäude befinden sich Banken und ein Glockenturm auf einer roten Konstruktion. Umgeben von Wiese und Bäumen, vermittelt es eine ruhige, spirituelle Atmosphäre.
Das neue Holzkreuz an der Außenwand der Kapelle und das schlichte Birkenkreuz auf dem Kasernengelände (© Bundeswehr / Michael Schmidt)
Ein Gottesdienst findet in einem Raum statt. Zwei Geistliche stehen am Altar, einer in weißen und lila Gewändern, der andere in schwarzem Gewand mit lila Stola. Vor ihnen sind Kerzen und ein Kreuz. Die Anwesenden wenden sich dem Gottesdienst zu.
(© Bundeswehr / Michael Schmidt)
Eine Person hält ein braunes Osterei in den Händen. Das Ei ist mit kleinen grünen Blättern und einer weißen Blume verziert. Diese Dekorationen verleihen dem Ei ein frisches, frühlingshaftes Aussehen.
Traditionelles Eierfärben mit Naturmaterialien (© Bundeswehr / Michael Schmidt)
Ein gefärbtes Ei, das in einem Edelstahlbehälter liegt. Das Ei ist mit einem Netz und dekorativen Pflanzenmustern verziert. Um das Ei herum sind einige Tücher sichtbar, die Teil des Färbeprozesses sind. Der Hintergrund zeigt eine rötliche Flüssigkeit.
(© Bundeswehr / Michael Schmidt)

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