Tag der Archive bei der Katholischen Militärseelsorge

Kino-Atmosphäre im Konferenzraum des Gästehauses des Katholischen Militärbischofs. © KS / Michael Fischer
Kino-Atmosphäre im Konferenzraum des Gästehauses des Katholischen Militärbischofs. © KS / Michael Fischer

Berlin, 03.03.2018. Das Archiv des Katholischen Militärbischofs beteiligte sich zum dritten Mal am bundesweiten Tag der Archive, der vom Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) ausgerichtet wird.

Neben Führungen durch das Archiv und die Ausstellung zur Geschichte der Militärseelsorge wurden zwei historische Filmdokumente präsentiert. Unter dem Titel „Pfarrer im Heere Hitlers“ kamen ehemalige katholische und evangelische Kriegspfarrer zu Wort, die in den 1980er Jahren über ihre Zeit in der Wehrmacht interviewt wurden. Der Film „Stacheldrahtseminar“ zeigte Originalaufnahmen von 1946/47 aus dem Kriegsgefangenenlager Chartres, in dem kriegsgefangene Priesteramtsanwärter unter der Leitung von Regens Franz Stock eine theologische Ausbildung erhielten.

Ausgewählte Dokumente wie ein Sterberegister aus dem Berliner Invalidenhaus, das Tagebuch eines Feldseelsorgers aus dem Ersten Weltkrieg oder die Personalakte des Feldgeneralvikars der Wehrmacht, Georg Werthmann, vermittelten einen Einblick in die Geschichte der Militärseelsorge und in die Arbeitsweise des Archivs. Die Besucher zeigten großes Interesse sowohl am Archiv als auch allgemein an der Militärseelsorge, die für die Mehrzahl von ihnen vor ihrem Besuch ein gänzlich unbeschriebenes Blatt war.

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