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Ysselsteyn - Mahnung zur Friedenssicherung

Erstellt von Oliver Arning / bd |
Pastoralreferent Constantin Rhode forderte die Anwesenden auf, die 32.000 Gräber und Steinkreuze in Ysselsteyn als Auftrag zur Friedenssicherung zu verstehen. © Bundeswehr / Oliver Arning
Pastoralreferent Constantin Rhode forderte die Anwesenden auf, die 32.000 Gräber und Steinkreuze in Ysselsteyn als Auftrag zur Friedenssicherung zu verstehen. © Bundeswehr / Oliver Arning

Der katholische Pastoralreferent Constantin Rhode begleitete die 61. Nimwegendelegation der Bundeswehr. Während der Andacht an der Kriegsgräberstätte in Ysselsteyn erinnerte er die Soldaten an ihren Auftrag, sich für den Frieden einzusetzen.

In Ysselsteyn befindet sich die größte deutsche Kriegsgräberstätte in den Niederlanden. Knapp 32.000 kniehohe, graue Steinkreuze zeugen stumm von der Grausamkeit und Unmenschlichkeit zweier Weltkriege. Seit vielen Jahren gedenken die Angehörigen der offiziellen Delegationen der Bundeswehr mit alliierten Kameraden und Militärgeistlichen der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Am Vortag des jährlich stattfindenden Vier-Tage-Marsches (4daagse) in Nimwegen (Nijmegen) setzen sie gemeinsam – Schulter an Schulter – ein Zeichen für Völkerverständigung und Versöhnung über den Gräbern ehemalig befeindeter Nationen.

Seit 1957 marschieren Soldaten der Bundeswehr als offizielle Delegation den Vier-Tage-Marsch mit. Wie bereits im Jahr 2017 begleitete auch diesem Jahr der katholische Pastoralreferent Constantin Rhode aus Wesel die 61. Nimwegendelegation der Bundeswehr. Er marschierte über 30 Kilometer und hielt mit dem Militärgeistlichen der schweizerischen Delegation eine Andacht auf der Kriegsgräberstätte in Ysselsteyn. Es sei „ein besonderes Zeichen, dass sich an diesem Ort so viele Angehörige der Streitkräfte aus unterschiedlichen Ländern im Rahmen des Nimwegenmarsches versammelt haben“, bemerkte Rhode. Und weiter: „Denn ‚Soldaten sind Diener der Sicherheit und der Freiheit der Völker und tragen wahrhaft zur Festigung des Friedens bei‘, so heißt es in den Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils (Gaudium et Spes 79). Der Weseler Pastoralreferent forderte die Anwesenden dazu auf, die Kriegsgräberstätte Ysselsteyn als Mahnung und Erinnerung an den gemeinsamen Auftrag zu verstehen, am Frieden in der Welt mitzubauen.

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