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Wie alltäglicher Dienst zum Friedensdienst wird

Erstellt von Barbara Dreiling |
Gottesdienst zum Weltfriedenstag mit Erzbischof Heiner Koch © KS / Doreen Bierdel
Gottesdienst zum Weltfriedenstag mit Erzbischof Heiner Koch © KS / Doreen Bierdel
Soldaten ministrieren beim Friedensgottesdienst © KS / Doreen Bierdel
Soldaten ministrieren beim Friedensgottesdienst © KS / Doreen Bierdel
Ausschnitt aus der Predigt von Erzbischof Heiner Koch © KS / Doreen Bierdel

Soldatengottesdienst zum Weltfriedenstag mit Erzbischof Koch

Wie aus dem alltäglichen Dienst ein Friedensdienst wird, war heute Thema bei Soldatinnen und Soldaten in Berlin. Zusammen mit Erzbischof Heiner Koch haben 100 Bundeswehrangehörige und Militärseelsorgerinnen und -seelsorger den Gottesdienst zum Weltfriedenstag in der Berliner St. Johannes-Basilika gefeiert.

Bildergalerie zum Weltfriedenstag in Berlin

Erzbischof Koch rief die Soldatinnen und Soldaten dazu auf, ihren Dienst auf das Ziel des Friedens hin zu tun: "Bringen wir unsere Visionen ein und helfen wir, dass Visionen Wirklichkeit werden. Dann ist auch das Ausfüllen von Tabellen im alltäglichen Dienst ein Friedensdienst." Zuvor kritisierte der Berliner Erzbischof, dass „kaum noch einer große Visionen“ zur Zukunft Europas hat und bei der Wahl zum EU-Parlament Abgeordnete gewählt worden seien, die „schnellstmöglich aus der EU rauswollen“.

Im Gottesdienst zum Weltfriedenstag sind Soldatinnen und Soldaten eingeladen, gemeinsam für den Frieden zu beten. Brigadegeneral Stefan Zeyen vom Kommando Heer sagte: „Wir müssen uns jeden Tag für den Frieden einsetzen. Er ist nicht selbstverständlich und deshalb müssen wir auch dafür beten, und ein Gottesdienst leistet auch einen Beitrag zum Frieden.“ 

Den anschließenden Empfang nutzten die Teilnehmer aus verschiedenen Bundeswehr-Standorten für Kennenlernen und Gespräche. Stabsfeldwebel Carsten Dönges schätzt die Verbindung von Gottesdienst und Gemeinschaft als „das beste Beispiel für lebendige Kirche“.  Für einen Soldaten aus Neubrandenburg ist der Gottesdienst eine Möglichkeit eine „tolle Gemeinschaft“ zu erleben.

Stabsunteroffizier Patrick von Schmude erfüllte es „auch mit Stolz“, im Gottesdienst ministrieren und den Weihrauch tragen zu dürfen. Im Einsatz in Afghanistan hat er erlebt, wie „der Gottesdienst ihm ein Stück Heimat gegeben“ hat.

Die Spenden, die bei dem Friedensgottesdienst gesammelt wurden, sind für die Nachbarschaftshilfe der katholischen Soldatinnen und Soldaten bestimmt. Das aktuelle Projekt "Beschäftigung junger Menschen – ein Schlüssel zum Frieden in Mali" fördert die Schulbildung junger Menschen und die Gründung von Kleinstunternehmen für berufliche Perspektiven in Mali.

Seit über 50 Jahren feiert die katholische Kirche jeweils zu Jahresbeginn den „Welttag des Friedens“. Für den 52. Welttag des Friedens am 1. Januar 2019 hat Papst Franziskus das Thema „Gute Politik steht im Dienste des Friedens“ gewählt. In seiner Botschaft zu diesem Tag richtet er einen Friedenswunsch an alle Menschen und Länder der Erde. Die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlichte zum Welttag des Friedens 2019 einige Gebetsanregungen sowie Texte, die zum Verständnis der Friedensbotschaft des Papstes beitragen.

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