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Weltfriedenstag in München

Erstellt von Marlene Beyel |
Weihbischof Wolfgang Bischof © KS / Marlene Beyel
Weihbischof Wolfgang Bischof © KS / Marlene Beyel
Soldaten beten für den Frieden © KS / Marlene Beyel
Soldaten beten für den Frieden © KS / Marlene Beyel
Weihbischof Wolfgang Bischof mit Konzelebranten bei der Eucharistiefeier © KS / Marlene Beyel
Weihbischof Wolfgang Bischof mit Konzelebranten bei der Eucharistiefeier © KS / Marlene Beyel

Weihbischof Wolfgang Bischof dankt allen Soldaten und Polizisten für ihren Friedensdienst.

München. Unter den eindrucksvollen Klängen der Fliegerhorstkapelle Kaufbeuren zog Weihbischof Wolfgang Bischof mit den Konzelebranten anlässlich des Weltfriedenstages in die Bürgersaalkirche in München ein. Soldaten und Soldatinnen sowie zum ersten Mal Polizisten und Polizistinnen waren auf Einladung der Katholischen Militärseelsorge gekommen, um für den Frieden in Deutschland und in der Welt zu beten.

Dieser Gottesdienst führt die Tradition des Pater Rupert Mayer-Gedächtnisses fort. Artur Wagner, Katholischer Leitender Militärdekan für den Bereich Bayern und Baden-Württemberg begrüßte alle Teilnehmer, besonders die Vizepräsidenten der Polizei aus München und Oberbayern Ost sowie den Landespolizeidekan Msgr. Andreas Simbeck. 

Zwei Vorbilder

Weihbischof Wolfgang Bischof, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Polizeiseelsorge, sprach in seiner Predigt die Verbundenheit mit allen aus, die sich für den Frieden einsetzen. Es sei Realität geworden, sowohl bei der Bundeswehr wie auch bei der Polizei, mit dem eigenen Leben für die Freiheit und für den Rechtsstaat einzustehen. 

In Zeiten der Umbrüche und des Wandels stelle sich die Frage nach Verlässlichkeit und Sicherheit. “Welche Werte sind noch verbindlich und wichtig für unser Leben? Wofür wollen wir unser Leben einsetzen?“ Weihbischof Bischof nannte zwei Vorbilder: die Seligen Bernhard Lichtenberg und Pater Rupert Mayer SJ. Beide folgten in den schweren Zeiten des Nationalsozialismus nur ihrem Gewissen und zahlten ihren Mut mit dem Konzentrationslager bzw. mit dem Leben.

„Wofür steht unser Gewissen?“, fragte der Weihbischof. Es sei eine wichtige Aufgabe für die Seelsorger im Lebenskundlichen Unterricht, das Gewissen zu schulen und Soldaten und Polizisten zu ethisch verantwortlichem Handeln zu befähigen. Der Glaube könne dabei eine große Hilfe sein. Die Institution Kirche, an der viele zweifelten, wolle Hilfestellungen geben und die Menschen gerade in schwierigen Situationen begleiten. 

Nach dem Gottesdienst, der musikalisch auch vom Chor der Universität der Bundeswehr Neubiberg mitgestaltet wurde, waren alle Besucher zum gemütlichen Beisammensein eingeladen. 

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