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Vor 20 Jahren

Erstellt von KNA /dr |
Militärbischof Johannes Dyba auf einer Gesamtkonferenz der Katholischen Militärseelsorge © BMVg / Kiesel
Militärbischof Johannes Dyba auf einer Gesamtkonferenz der Katholischen Militärseelsorge © BMVg / Kiesel
Grab von Militärbischof Johannes Dyba im Dom zu Fulda © KMBA / Herbert Berghus
Grab von Militärbischof Johannes Dyba im Dom zu Fulda © KMBA / Herbert Berghus

Erinnerung an Militärbischof Dyba

Am 23. Juli 2020 erinnert die Katholische Militärseelsorge an den ehemaligen Militärbischof Johannes Dyba, der vor 20 Jahren verstorben ist. Seit 1983 war er Bischof der Diözese Fulda und seit 1990 bis zu seinem Tod am 23. Juli 2000 zusätzlich Katholischer Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr.  

Vor seiner Ernennung zum Bischof von Fulda war der gebürtige Berliner 23 Jahre im diplomatischen Dienst des Vatikan überwiegend in Afrika tätig. In seiner Eigenschaft als Militärbischof erklärte Dyba vor dem Hintergrund der seinerzeitigen Diskussion um Einsätze deutscher Soldaten im Rahmen der Vereinten Nationen wiederholt, die Deutschen könnten auf Dauer keine Sonderrolle beanspruchen. 

Der amtierende Fuldaer Bischof Michael Gerber sagte auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), Dyba zähle zu den prägenden Gestalten des Bistums. Er selbst sei "zahlreichen Menschen begegnet, die ihm für ihren persönlichen Glauben viel verdanken". Er fügte hinzu: "Ich sehe mich als Bischof – im Dienst an der Einheit heute – allerdings auch verantwortlich für Menschen, die mit seiner Person starke persönliche Verletzungen verbinden. Die Auseinandersetzungen waren mitunter heftig."

In der heutigen pluralen Lebenswelt werde deutlich, "dass Gott sehr unterschiedliche Wege zu den Herzen der Menschen kennt", so Michael Gerber. Zum 20. Todestag Dybas feierte der Fuldaer Bischof am 23. Juli einen Gedenkgottesdienst im Fuldaer Dom.

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