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Soldaten in Wilhelmshaven beten für den Frieden

Erstellt von Torsten Stemmer |
Soldaten beten für den Frieden © Bundeswehr / Kim Brakensiek
Soldaten beten für den Frieden © Bundeswehr / Kim Brakensiek
Weihbischof Wilfried Theising © Bundeswehr / Kim Brakensiek
Weihbischof Wilfried Theising © Bundeswehr / Kim Brakensiek
Das Marinemusikkorps Wilhelmshaven gestaltete den Gottesdienst © Bundeswehr / Kim Brakensiek
Das Marinemusikkorps Wilhelmshaven gestaltete den Gottesdienst © Bundeswehr / Kim Brakensiek

75 Jahre Frieden in Deutschland

Wilhelmshaven. Der Einsatz für den Frieden aus christlicher Überzeugung sei immer notwendig, auch und gerade von den Soldatinnen und Soldaten. So resümierte der Münsteraner Weihbischof Wilfried Theising seine Predigt vor den Soldatinnen und Soldaten in der Wilhelmshavener Kirche Sankt Willehad zum Weltfriedenstag. Nach seiner Überzeugung sei Christus in jedem Menschen gegenwärtig, so dass man ihm in jedem Mitmenschen begegne. Besonders erfreulich für die „norddeutschen“ Bundeswehrangehörigen war es, dass der Gottesdienst nach achtjähriger Pause mit hoher Anwesenheitszahl wiederaufgenommen worden war.

Dass Frieden wachsen kann

Deutschlandweit beten Soldaten in verschiedenen Gottesdiensten aus Anlass des Weltfriedenstags am 1. Januar gemeinsam für den Frieden. Bischof Theising hob hervor, dass wir in Deutschland seit 75 Jahren im Frieden leben dürfen. Er dankte den Bundeswehr-Soldaten dafür, dass sie sich auch in anderen Ländern dafür einsetzten, dass Frieden langsam wachsen könne.

Zu dem Pontifikalamt hatte die Katholische Militärseelsorge mit dem Leitenden Militärdekan Rainer Schadt und Militärpfarrer Torsten Stemmer Bundeswehrsoldaten aus Anlass des Weltfriedenstages eingeladen. Die nahmen es gerne an und kamen aus Wilhelmshaven, Oldenburg, Jever, Wittmund, Leer, Nordholz, Westerstede, Seedorf und Diepholz. Weihbischof Theising war sichtlich erfreut, neben den Soldatinnen und Soldaten auch viele weitere Besucher in der gut gefüllten Kirche begrüßen zu dürfen. Unter den circa 250 Teilnehmern war auch die heimische Einsatzflottille 2 durch Kommandeure und Kommandanten gut vertreten. Das Marinemusikkorps Wilhelmshaven ließ es sich zudem nicht nehmen, in ihrem Zuhause den Gottesdienst zu gestalten.

Gehen oder bleiben?

Für die Soldaten griff Theising in seiner Predigt den Grundgedanken „Bleibt in meiner Liebe“ aus dem Johannes-Evangelium auf. Das „Bleiben“ sei ein zentrales Wort im Johannes-Evangelium. Der Herausforderung des Bleibens müsse man sich heute auch immer wieder stellen: Bleibe ich in der Kirche? Bleibe ich bei Jesus Christus? Auch für die Soldatinnen und Soldaten stelle sich die Frage nach dem Bleiben immer wieder: Bleiben neue Kameraden längerfristig? Bleibt der Standort erhalten? Bleibe ich hier oder werde ich bald schon wieder versetzt? Bleibt meine Partnerin/mein Partner bei mir? Und nicht zuletzt: Bleibt es beim Frieden?

Auch nach dem Gottesdienst ging es weiter. Beim Empfang im Gorch-Fock-Haus tauschten sich Gäste, Soldaten und Geistliche rege aus. Weihbischof Theising nutzte die Gelegenheit und brachte seine Hochachtung und Wertschätzung für den Dienst der Menschen in der Bundeswehr zum Ausdruck: „Wir stehen an der Seite der Soldatinnen und Soldaten.“ Die Militärseelsorge begleite den oft herausfordernden Dienst sowohl in der Heimat als auch im Einsatz und stehe Allen, unabhängig von Konfession oder Religion, offen. Das dem so ist, zeigte die Präsenz und der Applaus. 

Vertreter der Stadt und von verschiedenen Institutionen brachten durch ihre Anwesenheit die Verbundenheit mit Bundeswehr und Militärseelsorge zum Ausdruck.

Die Ankündigung von Militärdekan Schadt, den Weltfriedenstag in Zukunft wieder jährlich mit Weihbischof Theising in Wilhelmshaven feiern zu wollen, fand überall großen Zuspruch. Fortsetzung folgt 2021.

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