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Papst-Universität startet Ausbildung zum Friedensarbeiter

Erstellt von KNA |
© KMBA / Josef Kettner
© KMBA / Josef Kettner

Ein neuer Studiengang zur Ausbildung von Friedensarbeitern ist am Donnerstag an der Päpstlichen Lateran-Universität eröffnet worden.

Rom (KNA). In der Eröffnungsvorlesung skizzierte der vatikanische "Außenminister", Erzbischof Paul Gallagher, die Grundzüge einer "Friedenskultur". Diese müsse weit über Waffenstillstände und Schutzmaßnahmen für Bevölkerungsteile hinausgehen. Nötig seien Bemühungen, den Auslösern von Spaltungen, Konflikten und Kriegen zuvorzukommen.

Nicht allein traditionelle Kriege und Konflikte bedrohen nach Ansicht Gallaghers heute den Frieden. Gefährlich sei vor allem "die abnehmende Bereitschaft von Staaten, multilateralen Institutionen konkrete Reaktionsmöglichkeiten zuzugestehen". Daher würden "deren Entscheidungen zu bloßen Erklärungen, denen keine konkreten Aktionen folgen", so Gallagher. Dadurch wachse ein Klima des Misstrauens und des Widerstands im internationalen Bereich, obwohl das Gegenteil notwendig sei: "gemeinsamem Handeln neue Impulse zu geben".

Umso notwendiger sei eine angemessene und praktikable Friedensvision, die ausgeht von einem weltweiten Kontext und multikulturelle Realitäten in den Gesellschaften berücksichtigt. Frieden sei mehr als das Schweigen von Waffen, so Gallagher. Daher sei es unverzichtbar, Friedensarbeiter auszubilden, um die notwendigen Bedingungen von Stabilität, sozialem Zusammenhalt und Kooperation zu schaffen, damit im Inneren wie international ein Zusammenleben möglich bleibe.

Der neue Studiengang "Ausbildung von Friedensarbeitern" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Lateran-Universität und des vor einem Jahr gegründeten Lehrstuhls "Gaudium et spes". Dieser gehört zu dem 1981 gegründeten "Päpstliche Institut Johannes Paul II.", das ebenfalls an der Lateran-Universität angesiedelt, aber eigenständig ist und internationale Kooperationspartner hat. Im Herbst 2017 hatte Papst Franziskus das thematische Spektrum des Instituts über die klassischen Lebensschutzthemen hinaus erweitert.

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