Zum Inhalt springen

Atomwaffen und ein neuer Zaun

Erstellt von Barbara Dreiling |

E-Journal stellt „Kernfrage“ von Soldatinnen und Soldaten

In Deutschland lagern US-Atomsprengköpfe. Sie sind da. Und Soldatinnen und Soldaten machen sich ihre Gedanken über die Szenarien unkontrollierter Atomkraft und ihren eigenen Auftrag, zum Frieden beizutragen. Was könnte helfen? Aktionismus? Protest gegen die Bundeswehr?

Einer, der ganz nah dabei ist, gibt Antworten: Burkhard Bleul ist katholischer Militärseelsorger am Standort Büchel. Somit ist er ziemlich nah dran am Problem mit den Atomwaffen, an den Fragen der Soldatinnen und Soldaten, und an der Frage: Was tun?

„Soldatinnen und Soldaten müssen sich genauso wie Seelsorgerinnen und Seelsorger persönlich zunächst ihren eigenen Reim auf die vorhandene Lage machen, um verantwortungsvoll handlungsfähig zu bleiben. Immer neues Reflektieren und Nachjustieren nicht ausgeschlossen. Gebildetes Gewissen ist hilfreich. Vernünftiges und nichtberechnendes Denken sollte neben rein emotionalen Abwehrreaktionen und gängiger politischer Interessen inklusive mancher hidden agenda machtpolitischer oder verschwörungstheoretischer Art auch mit ins Spiel kommen“, schreibt Bleul im neuen E-Journal Ethik und Militär.

Unter dem Titel „Die Kernfrage: Nukleare Abschreckung im Fokus von Friedensethik und Sicherheitspolitik“ schreiben er und weitere Autorinnen und Autoren, was man nun machen kann im Angesicht des atomaren Zerstörungspotenzials. Dass es in Büchel einen neuen Zaun zur Sicherung der Atomsprengköpfe gibt, erwähnt Bleul nur nebenbei. Sein Beitrag enthält konkrete Anregungen, wie Soldatinnen und Soldaten zu einer persönlichen Entscheidung kommen, wie sie ihren Dienst zum Wohl der Menschen leisten können.

Nachrichtenarchiv