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50 Jahre Dienen für den Frieden

Erstellt von Stefan Dengel |
BDKJ-Bundesvorsitzender Thomas Andonie (li.) im Gespräch mit Hauptmann Bach-Sliwinski und Oberleutnant Habicht vom Gesamtvertrauenspersonenauschuss © BDKJ / Christian Schnaubelt
BDKJ-Bundesvorsitzender Thomas Andonie (li.) im Gespräch mit Hauptmann Bach-Sliwinski und Oberleutnant Habicht vom Gesamtvertrauenspersonenauschuss © BDKJ / Christian Schnaubelt
Katharina Norpoth, BDKJ-Bundesvorstand, im Gespräch mit dem Chefredakteur des
Katharina Norpoth, BDKJ-Bundesvorstand, im Gespräch mit dem Chefredakteur des "Kompass. Soldat in Welt und Kirche", Josef König © BDKJ / Christian Schnaubelt
Grußbotschaft des Katholischen Militärbischofs Dr. Franz-Josef Overbeck © KS / Barbara Dreiling

Das Referat Soldatenfragen und die aktion kaserne feiern ein besonderes Jubiläum

Bei den BDKJ- Bundeskonferenzen im November stand ein ganz besonderes Jubiläum im Fokus: Das Referat Soldatenfragen an der BDKJ-Bundesstelle und das Engagement der aktion kaserne sind im gesamten Bereich des Deutschen Bundesjugendrings das einzige Referat, das sich mit hauptamtlichem Personal für die Belange junger Soldatinnen und Soldaten einsetzt und friedensethische Fragen in der Gesellschaft voranbringt. Gefeiert wurde dieses Jubiläum auf dreierlei Weise: Mit einem Fachtag, einem Festakt und einer Festschrift.

Die Jubiläumsveranstaltungen standen im Zeichen der Themen und Arbeitsweisen des Referats: Mit Blick auf die Friedensethik wurde ein Fachtag zum Thema „100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs: Lehren für die Überwindung gegenwärtiger Konflikte?" durchgeführt. "Erinnerung ist wichtig, damit wir heute unserer Verantwortung in dieser Welt gerecht werden können", betonte eingangs Thomas Andonie, BDKJ-Bundesvorsitzender. Dementsprechend wurden Delegierte der Verbände im BDKJ zunächst anhand des historischen Beispiels für die Herausforderungen bei der Überwindung von gegenwärtigen Konflikten hin zu stabilen Friedensentwicklungen sensibilisiert. Es folgte ein lebhafter Austausch mit den Vorständen der Gemeinschaft Katholischer Soldaten und pax christi – die zwar als Christen das gleiche Anliegen haben, aber dazu durchaus unterschiedliche Möglichkeiten in Betracht ziehen.

Ausbildung von Vertrauenspersonen

Bei dem abendlichen Festakt stand der Austausch mit Kooperationspartnern der aktion kaserne im Mittelpunkt. Nach einem Videogruß von Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck wurden mittels Kurzinterviews Soldatinnen, Soldaten sowie Vertreterinnen und Vertreter der verschiedensten Institutionen mit den Delegierten des BDKJ ins Gespräch gebracht. So ermunterte beispielsweise Josef König von der Katholischen Militärseelsorge die Delegierten ausdrücklich, weiter Haltung in Friedens- und Soldatenfragen zu beziehen: "Engagiert euch weiter, geht in die Politik und setzt euch auch dort für die Werte ein, die ihr im BDKJ vertretet.“ Aus der Perspektive der Soldatinnen und Soldaten würdigte Michael Mangold, früher im Vorstand des Gesamtvertrauenspersonenauschusses und heute im Personalrat der Bundeswehr, die Arbeit der aktion kaserne: "Ich bedanke mich beim BDKJ und der aktion kaserne, dass sie die wichtige Ausbildung der Vertrauenspersonen in der Bundeswehr unterstützen."

Es folgte ein rundum gelungener Abend, bei dem vor allem viel mit denjenigen Menschen gesprochen wurde, für die und mit denen wir unsere gemeinsamen Anliegen voranbringen, und nicht wie in der heutigen Zeit so oft pauschal „über“ die Bundeswehr. Ein für die Delegierten der Jugendverbände und für die Soldatinnen und Soldaten sehr interessanter und wertvoller Austausch, der auch bei anderen Veranstaltungen vertieft werden soll. 

Anlässlich des Jubiläums wurde eine Festschrift über die Arbeit in den letzten 50 Jahren veröffentlicht, die bei der BDKJ-Bundesstelle bestellt werden kann.

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