Müllheim, 22. November 2025. Mit duftendem Tannengrün, Kerzen und vielen großen wie kleinen helfenden Händen fand im Katholischen Militärpfarramt Müllheim ein stimmungsvolles Adventskranzbinden statt.
In einer Zeit, in der der Alltag von Soldatinnen und Soldaten sowie deren Angehörigen oft von Dienstplänen, Auslandseinsätzen, Abwesenheit und organisatorischen Herausforderungen geprägt ist, bot die Veranstaltung einen willkommenen Raum der Ruhe. Die Familien konnten gemeinsam basteln, innehalten und sich bewusst auf die beginnende Adventszeit einstimmen.
„Wir wollen einen Ort schaffen, an dem Familien zusammenkommen, gestalten, lachen und den Advent ganz bewusst beginnen können“, so Militärseelsorgeassistentin Manuela Freider.
Mehr als Basteln – ein Moment der Besinnung für Familien im Dienstalltag
Während Kränze, Gestecke und dekorative Adventsbasteleien entstanden, nutzten viele die Gelegenheit, mit anderen Familien ins Gespräch zu kommen. Die Kinder staunten über farbige Bänder, Naturmaterialien und die ersten Kerzen, während die Erwachsenen oft erzählten, wie wichtig solche gemeinsamen Momente im häufig fordernden Soldatenfamilienleben sind.
Der Advent ist traditionell eine Zeit des Wartens und der Hoffnung – ein Leitmotiv, das für Soldatenfamilien eine besondere Bedeutung hat. Viele wissen um das Warten auf einen Partner, der im Einsatz ist, auf die Rückkehr aus dem Dienst oder auch um das Warten auf gemeinsame freie Zeit.
Diese Parallele wurde im Laufe des Nachmittags immer wieder sichtbar: Das Basteln wurde zu einer symbolischen Vorbereitung, nicht nur auf Weihnachten, sondern auch auf das, was im Alltag manchmal fehlt – Nähe, Zeit und Ruhe.
Segnung der Kränze – ein wichtiges Zeichen für die Familien
Zum Abschluss segnete Militärseelsorger Monsignore Mezger die fertigen Adventskränze und Gestecke. Die Segnung war vielen Familien ein zentrales Anliegen. Denn nun stehen sie nicht nur als festliche Dekoration in den Wohnungen der Familien, sondern auch als Zeichen der Erwartung des kommenden Christus und der darauf gründenden Hoffnung.
Doreen Bierdel


