Ein neues Video aus dem Erzbistum Paderborn gibt einen Einblick in die Katholische Militärseelsorge. Im Mittelpunkt steht Pastoralreferentin und Militärseelsorgerin Maike Seelhorst, die Soldatinnen und Soldaten im Dienstalltag begleitet.
Militärseelsorge zwischen Einsatz und Alltag
Als katholische Militärseelsorgerin gestaltet Seelhorst Gebetszeiten, bietet Gesprächsrunden an und begleitet Soldatinnen und Soldaten in persönlichen Fragen. Sie ist Ansprechpartnerin bei Herausforderungen im Glauben, aber auch in alltäglichen Lebenssituationen. Gerade in Zeiten von Krisen und Kriegen suchen viele nach Halt, Orientierung und Sinn.
„Gebet bedeutet für mich, mich innerlich zu sortieren und mich auf Gott auszurichten“, betont Seelhorst. Dieser innere Halt ist nicht nur für sie selbst wichtig, sondern auch Grundlage für ihre Arbeit mit den Soldatinnen und Soldaten. Viele von ihnen suchen in Gesprächen, bei spirituellen Angeboten oder im gemeinsamen Gebet nach Orientierung und Unterstützung – besonders in Zeiten von Unsicherheit, Auslandseinsätzen und angesichts der weltpolitischen Lage.
Kraftquelle für sich selbst
Militärseelsorge bedeutet für Seelhorst aber auch, für sich selbst Kraft zu schöpfen. Regelmäßig nimmt sie sich Zeit für Exerzitien, „Urlaub mit Gott“, wie sie es nennt. Diese persönlichen Auszeiten helfen ihr, in der Begleitung anderer Menschen authentisch, nahbar und präsent zu bleiben.
Ein Gebet für alle Menschen
Ein besonderes Gebet liegt Seelhorst dabei am Herzen: das Gebet der Vereinten Nationen, das auch im Soldatengesangbuch enthalten ist. Es endet mit den Worten: „… damit du einst mit Stolz den Namen Mensch trägst.“ Dazu sagt sie: „Dieser Satz ist einfach so universal. Er ist für jede Religion da. Er ist für jeden Menschen da.“
Das Video zeigt: Seelsorge in der Bundeswehr bedeutet nicht nur religiöse Begleitung, sondern auch Zuhören, Begleiten und Unterstützung im Alltag der Soldatinnen und Soldaten. Zum Video auf YouTube
Doreen Bierdel
