In seiner Kurie in Berlin hat der Katholische Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck den Sprecher des Gesamtvertrauenspersonenausschusses beim Bundesministerium der Verteidigung, Hauptmann Sebastian Habicht, zu einem Gespräch empfangen.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Herausforderungen, mit denen Soldatinnen und Soldaten in ihrem Dienstalltag konfrontiert sind, sowie die Rolle von Fürsorge, Mitbestimmung und seelsorglicher Begleitung. Dabei wurde deutlich, dass sowohl die Militärseelsorge als auch die gewählten Vertrauenspersonen das gemeinsame Ziel verfolgen, die Menschen in der Bundeswehr in ihrem Auftrag bestmöglich zu unterstützen.
Bischof Overbeck betonte die Bedeutung des offenen Dialogs mit den gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Soldatinnen und Soldaten: „Seelsorge bedeutet immer auch, zuzuhören und gemeinsam Perspektiven zu entwickeln.“
Habicht unterstrich, wie wichtig es sei, die Anliegen der Soldatinnen und Soldaten auf verschiedenen Ebenen einzubringen, um sie wirksam vertreten zu können.
Im Rahmen des Treffens wurde zudem auf bereits bestehende Programme seitens der Katholischen Militärseelsorge hingewiesen. Ein Beispiel hierfür ist die Initiative „aktion kaserne“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Sie richtet sich gezielt an junge Soldatinnen und Soldaten und fördert ethische und politische Bildung, Engagement im Ehrenamt sowie die Mitgestaltung des Dienstes. Die Initiative bietet Seminare an, unterstützt bei Freizeitangeboten und vernetzt die Teilnehmenden mit weiteren Projekten der Jugendverbandsarbeit, wie der „72-Stunden-Aktion“ oder der „Friedenslicht-Aktion“.
Mit diesem ersten Gespräch wurde der kontinuierliche Austausch zwischen Katholischer Militärseelsorge und dem Gesamtvertrauenspersonenausschuss gestärkt, um im gemeinsamen Interesse der Menschen, die in der Bundeswehr dienen, zu wirken.
Doreen Bierdel

