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Gemeinsam erinnern: Marsch des Gedenkens 2025

Mit dem Gedenken im Herzen machten sich Soldatinnen und Soldaten, Reservisten und Angehörige zum achten Mal auf den Weg: Der Marsch des Gedenkens 2025 hat am 28. Juli begonnen. Bereits am zweiten Tag versammelten sich die Teilnehmenden zur Andacht im Wald der Erinnerung in Schwielowsee.

Mit ernsten und zugleich tröstenden Worten erinnerte der Leitende Militärdekan Bernd F. Schaller die Versammelten daran, worum es bei diesem Marsch geht: das ehrende Gedenken an Kameradinnen und Kameraden, die im Dienst für unser Land ihr Leben verloren haben, fernab von Familie und Heimat, im Einsatz für Frieden und Freiheit. Besondere Aktualität erhielt die Andacht vor dem Hintergrund des tragischen Hubschrauberabsturzes bei Grimma, bei dem am 29. Juli zwei Besatzungsmitglieder ums Leben kamen und eine Person noch vermisst wird. Schaller hob hervor, wie schnell das Leben – gerade im Dienst an der Gemeinschaft – aus dem Gleichgewicht geraten kann, und erinnerte daran, dass die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, manchmal mit dem höchsten Opfer verbunden sein kann.

Dieses Bewusstsein prägt und verbindet die Kameradinnen und Kameraden des Gedenkmarsches spürbar. Jeder trägt das Namensband eines Verstorbenen an der Uniform – als sichtbares Zeichen gegen das Vergessen. In Gesprächen, in der Stille und im Schweigen unterwegs wird deutlich: Niemand, der in der Bundeswehr für andere da war, soll vergessen bleiben.

Die Marschroute führt traditionell durch Brandenburg bis nach Berlin. Auf der letzten Etappe begleiten auch Angehörige der Verstorbenen den Weg. Die Strecke umfasst 120 Kilometer plus symbolische 3.429 Meter – für die im Dienst und in den Einsätzen verstorbenen Bundeswehrangehörigen. Am 31. Juli endet der Marsch mit einer feierlichen Abschlusszeremonie am Ehrenmal der Bundeswehr im Bendlerblock, bei der gemeinsam ein sichtbares Zeichen der Erinnerung und Verbundenheit gesetzt wird.

Initiator des Gedenkmarsches ist die Reservistenarbeitsgemeinschaft Military Brotherhood Germany im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V., seit 2018 in enger Kooperation mit der Bundeswehr. Die große Nachfrage nach Teilnahmeplätzen zeigt: Dieses gemeinsame Erinnern stiftet Zusammenhalt und trägt das ehrende Gedenken an die Verstorbenen weiter – von Schritt zu Schritt und von Jahr zu Jahr.

Doreen Bierdel

Quellen und weiterführende Informationen:
MDR Sachsen   
15K3-Gedenkmarsch (Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V.)

 

Eine Gruppe von Soldaten in Uniform steht auf einem Platz im Freien, während eine Person mit dem Rücken zur Kamera spricht. Im Vordergrund ist ein Kranz mit Blumen zu sehen. Die Umgebung ist von Bäumen umgeben und es ist sonnig.
Im Schatten der Bäume: Andacht im Wald der Erinnerung in Schwielowsee. (© Reservistenverband)
Eine Gruppenzeremonie findet an einem Ehrenmal statt. Ein Geistlicher steht in der Mitte und hält eine Ansprache. Um ihn herum stehen Soldaten in Uniform, während Blumensträuße mit Ehrenbändern im Hintergrund aufgestellt sind. Die Umgebung wirkt feierlich und respektvoll.
Mit ernsten und tröstenden Worten begleitet Leitender Militärdekan Bernd F. Schaller die Teilnehmenden. (© Reservistenverband)
Eine Gruppe von Soldaten in Militäruniform marschiert auf einer Straße. Einige tragen Rucksäcke und verschiedene Kopfbedeckungen. Im Hintergrund weht eine deutsche Flagge. Die Szenerie vermittelt den Eindruck einer militärischen Veranstaltung oder Parade.
Die Marschroute führt traditionell durch Brandenburg bis nach Berlin. (© Archivbild: KS / Hans-Richard Engel)

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