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D-Day: Gedenken, Bildung, Begegnung

Studierende der Helmut-Schmidt-Universität besuchen die Normandie.

81 Jahre nach dem D-Day ist die Erinnerung an die Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 nach wie vor lebendig. Im Juni reiste erneut eine Delegation des Studierendenbereichs C (Politikwissenschaft, Volks- und Betriebswirtschaftslehre) der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg in die Normandie, um auf Einladung der Deutschen Botschaft an den Gedenkveranstaltungen rund um den D-Day teilzunehmen. In diesem Jahr nahmen 16 Studentinnen und Studenten teil, die sich im Rahmen der politischen Bildung intensiv mit den historischen Ereignissen des Zweiten Weltkriegs auseinandersetzten.

Pater Peter Henrich, katholischer Militärseelsorger an der Universität Hamburg, begleitet diese besondere Fahrt bereits seit mehreren Jahren. Für ihn ist es auch heute, 81 Jahre nach dem D-Day, eine große Ehre und keine Selbstverständlichkeit, an den internationalen Gedenkfeiern teilzunehmen, betont Henrich. Ein besonderer Moment war die Teilnahme an der Gedenkzeremonie auf dem deutschen Soldatenfriedhof La Cambe. Dort sprach Pater Henrich gemeinsam mit dem evangelischen Militärpfarrer aus SHAPE (Supreme Headquarters Allied Powers Europe) und einem französischen katholischen Prämonstratenser im Geiste der Versöhnung und des gemeinsamen Gedenkens.

Als hoher militärischer Vertreter der Bundeswehr war auch General Alfons Mais, Inspekteur des Heeres, bei mehreren Veranstaltungen vor Ort. Seine Anwesenheit unterstrich die Bedeutung des militärischen Gedenkens und die enge Verbindung zwischen Erinnerungskultur, historisch-politischer Bildung und internationalem Dialog.

Neben den Gedenkfeiern in La Cambe und Marginy besuchte die Gruppe zentrale Schauplätze des D-Day wie Utah Beach und Omaha Beach sowie das Kloster Mont-Saint-Michel. Museen und Ausstellungen boten dabei fundierte Einblicke in die Geschichte der Invasion und ihre weitreichenden Folgen. Auch der internationale Austausch spielte eine wichtige Rolle: Die Studierenden konnten vor Ort mit Soldaten anderer Nationen, etwa aus den USA, ins Gespräch kommen. Dies ist ein Zeichen lebendiger Völkerverständigung. „Diese Fahrt vereint Gedenken, Bildung und Begegnung – und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Geschichte nicht nur zu erinnern, sondern auch aus ihr zu lernen“, resümiert Pater Henrich.

Doreen Bierdel

 

 

Gedenkzeremonie auf dem deutschen Soldatenfriedhof La Cambe (© Bundeswehr / Vera Schmitt)
Gedenkzeremonie auf dem deutschen Soldatenfriedhof La Cambe (© Bundeswehr / Vera Schmitt)
Pater Henrich spricht gemeinsam mit dem evangelischen Militärpfarrer aus SHAPE (Supreme Headquarters Allied Powers Europe) und einem französischen katholischen Prämonstratenser im Geiste der Versöhnung und des gemeinsamen Gedenkens. (© Bundeswehr / Vera Schmitt)
Gemeinsames Gedenken (© Bundeswehr / Vera Schmitt)
Blick auf den Mont Saint Michel vom deutschen Soldatenfriedhof Mont-d-Huisne. (© KMBA / Pater Peter Henrich)
Blick auf den Mont Saint Michel vom deutschen Soldatenfriedhof Mont-d-Huisne. (© KMBA / Pater Peter Henrich)

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