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Friedenslicht erreicht Litauen

Von Wunstorf nach Kaunas und Rukla: In Obhut von Militärseelsorger Sven Hofmann

Zum ersten Mal fliegt das Friedenslicht aus Betlehem mit einem A400M der Bundeswehr nach Litauen. Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Wunstorf übergeben die Flamme an den Katholischen Militärseelsorger Sven Hofmann, der sie anschließend nach Kaunas und weiter zur deutschen Truppe im litauischen Rukla begleitet. Den Transport ermöglichen Heer, Luftwaffe und Logistik durch enge Zusammenarbeit.

Militärseelsorger Hofmann beschreibt die Mission als eindrucksvolles Beispiel gelebter Kooperation innerhalb der Bundeswehr: „Diese besondere Aufgabe gelang nur durch das Zusammenspiel vieler Stellen. Die Beteiligten zeigen, dass die Bundeswehr nicht nur die Ostflanke der NATO sichert, sondern auch Raum für Zeichen des Friedens schafft.“

Das Friedenslicht steht bewusst für eine einfache, menschliche Geste: ein bisschen Licht in dunklen Zeiten teilen. Die Tradition seit 1986 sieht vor, dass die Flamme sicher aus Betlehem nach Mitteleuropa transportiert wird und dort in einer Stafette viele Orte erreicht — durch Pfadfinder, Kirchengemeinden und Gemeinschaften, aber auch in Einrichtungen wie Kasernen und Stäben. Für die Soldatinnen und Soldaten in Kaunas und Rukla wird das Licht zum Symbol persönlicher Verbundenheit mit der Heimat, Momente der Besinnung und der Hoffnung in einem oft herausfordernden Alltag. So verbindet ein kleines Licht aus Betlehem Standorte, Menschen und Geschichten über Landesgrenzen hinweg.

Doreen Bierdel

Über das Friedenslicht


Seit 1986 entzündet ein Kind in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem das Friedenslicht. Am Samstag vor dem 2. Advent wird die Flamme in einer ökumenischen Aussendungsfeier in Österreich an internationale Pfadfinder und Pfadfinderinnen übergeben, um das Licht weiter nach Europa und in viele Länder der Welt zu tragen.

Seit 1993 bringen sie das Friedenslicht auch nach Deutschland. Die Aktion wird ehrenamtlich von der Arbeitsgruppe Friedenslicht, den Verbänden des Rings deutscher Pfadfinderinnenverbände (BdP, BMPPD, DPSG, PSG, VCP) und dem Verband Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG) organisiert. Ziel ist es, das Licht „allen Menschen guten Willens“ zugänglich zu machen.

Das Friedenslicht steht für Freundschaft, Gemeinschaft und Verständigung. Es erinnert an die weihnachtliche Botschaft und den Auftrag, Frieden unter den Menschen zu fördern. Gleichzeitig ist es ein Symbol der Verbundenheit zwischen den Pfadfindern, Pfadfinderinnen und den Gemeinschaften in ganz Europa.

In der Mitte der Abbildung steht eine Holzbox mit der Aufschrift „Friedenslicht aus Bethlehem 2015“, auf der zwei leuchtende Laternen platziert sind. Im Hintergrund sind unscharfe Sitze oder Taschen sichtbar, die eine militärische Umgebung andeuten.
Sicher verstaut auf dem Weg nach Litauen (© KMBA / Sven Hofmann)
Ein Soldat in Militäruniform sitzt in einem Flugzeug mit Sicherheitsgurt. Er hält eine Kiste mit einer Aufschrift, die für Frieden wirbt. Im Hintergrund sind weitere Sitze und Gurte sichtbar, die auf die militärische Umgebung hinweisen.
Militärseelsorger Sven Hofmann mit dem Friedenslicht in seiner Obhut vor dem Start (© Bundeswehr)
Eine Laterne mit einem brennenden Kegellicht steht auf einem silbernen Tablett. Im Hintergrund sieht man ein großes Holzkreuz sowie einen Strand mit Wellen und Gras im Sonnenuntergang. Ein Schild mit der Aufschrift „Friedenslicht aus Bethlehem 2025“ ist an der Laterne befestigt.
In der Kapelle von Rukla empfängt das Friedenslicht die Soldatinnen und Soldaten. (© KMBA / Sven Hofmann)

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