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Ein Zeichen gegen das Vergessen

Volkstrauertag in Konstanza

(Konstanza, Rumänien). Als die Angehörigen des deutschen 3. Kontingents „enhanced Air Policing South“ am Volkstrauertag auf dem Zentralfriedhof von Konstanza zusammenkommen, ist es nicht nur eine formale Geste. Es ist die Rückkehr an einen Ort, der zeigt, wohin Gewalt führen kann. 

Die deutsche Kriegsgräberstätte in Konstanza liegt im nördlichen Teil des Zentralfriedhofs (Cimitirul Central). Sie wurde am 12. Juni 1993 eingeweiht. Auf ihr befinden sich 1.118 Gräber, darunter 932 von Opfern des Zweiten Weltkriegs. Die Anlage wird vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge betreut und gepflegt. 

Der Kommandeur, Oberstleutnant Manuel Last, und der Kontingentfeldwebel legten einen Kranz nieder, während der katholische Militärseelsorger Pater Stefan die Zeremonie mit einem stillen Gebet begleitete.

Die Präsenz deutscher Luftwaffeneinheiten in Rumänien ist Teil der NATO-Maßnahmen zur Sicherung der Ostflanke. Die Mission „enhanced Air Policing South“ (eAPS) wurde im Zuge der veränderten Sicherheitslage als NATO-Assurance-Maßnahme eingerichtet, mit dem Ziel, den Luftraum in Südosteuropa zu überwachen. 

Der Volkstrauertag wird immer am vorletzten Sonntag vor dem ersten Advent begangen. Er richtet den Blick nicht nur auf die Gefallenen der Weltkriege, sondern allgemein auf alle Opfer von Gewalt, Krieg und Vertreibung und ist ein Tag des stillen Gedenkens und der Mahnung, Verantwortung für Frieden und Menschenrechte zu übernehmen. In Konstanza wird mit der Kranzniederlegung durch deutsche Soldaten deutlich: Erinnerung endet nicht an Staatsgrenzen. 

Doreen Bierdel

Eine Gedenkfeier findet an einem Grabstein mit einem großen Kreuz statt. Drei Uniformierte stehen in Ehrfurcht vor dem Kreuz, während ein Geistlicher eine Ansprache hält. Ein Kranz mit roten und weißen Blumen liegt am Grab. Die Atmosphäre ist feierlich und respektvoll.
In stillem Gedenken legen Oberstleutnant Manuel Last und der Kontingentfeldwebel einen Kranz nieder, begleitet von Militärseelsorger Pater Stefan. (© Bundeswehr / Thorsten Jakobs)

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