Am ersten Augustwochenende hieß es im Marinestützpunkt Wilhelmshaven: Leinen los für den Einsatzgruppenversorger Berlin. Über 200 Seeleute brachen zu einem mehrmonatigen Einsatz auf, der sie bis Weihnachten fern der Heimat halten wird.
Das Wetter zeigte sich mit Kälte und Dauerregen zunächst von seiner rauen Seite, dann aber Sonne zum Auslaufen. Es war als würde das Wetter die Gefühle der Angehörigen widerspiegeln: ein Wechsel zwischen Abschied, Vorfreude, Sorge und Stolz. Mit dabei war auch der Katholische Militärseelsorger Pfr. Diego Elola, der als vertrautes Mitglied der Crew die Reise antritt. Gemeinsam mit ihm war Familienbegleiterin Ingeborg Barkhoff und das Team vom Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft (ZFG) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt anwesend.
Die Menschen zu begleiten und in ihren Emotionen zu helfen, dazu hatten Peter Wendl, Alexandra Hoff-Ressel und Peggy Puhl-Regler vom ZFG das Kindermutmachbuch „Sarahs Papa fährt zur See“ mitgebracht. Viele Kinder nahmen es dankbar entgegen und hielten es fest umklammert, als wertvollen Schatz, der sie durch die Zeit der Trennung begleiten soll. Auch die Ratgeber für Paare und Familien auf dem Büchertisch von Familienbegleiterin Barkhoff fanden dankbare Abnehmer – nicht nur bei Partnerinnen und Partnern der Soldatinnen und Soldaten, sondern auch bei Eltern und Geschwistern.
„Gerade in solch emotional aufgeladenen Momenten spüren wir, wie wichtig es ist,
dass unsere Materialien wiedererkannt werden und Vertrauen ausstrahlen“,
so Peter Wendl. „Es war bewegend zu erleben, wie unsere Arbeit unmittelbar wirkt.“
Die Begegnungen in Wilhelmshaven machten einmal mehr deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit von Militärseelsorge, Familienbetreuung und wissenschaftlich fundierter Familienarbeit ist. Wenn diese Kräfte gebündelt werden, entsteht spürbare Unterstützung mitten in der herausfordernden Realität des militärischen Dienstes.
Doreen Bierdel





