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Pilgern: Auf dem Weg mit Maria

Erste Soldaten-Fußwallfahrt nach „Maria Meeresstern“ in Werder an der Havel

Früh am Morgen fanden sich rund 40 Soldatinnen und Soldaten am Wald der Erinnerung im Einsatzführungskommando der Bundeswehr ein. Sie wollten gemeinsam mit dem Katholischen Militärpfarrer Sebastian Schmidt zur ersten Soldaten-Fußwallfahrt nach „Maria Meeresstern“ in Werder an der Havel aufbrechen.

Manch einer war überhaupt das erste Mal bei solch einer Wallfahrt dabei. Um alle auf die bevorstehende Pilgerstrecke von rund acht Kilometer vorzubereiten, führte Pfarrer Schmidt in die Besonderheiten des Pilgerns ein. Dabei durfte auch das aus Lourdes bekannte Lied „Wir kommen zur Mutter“ nicht fehlen.

„Wir kommen zur Mutter aus Ferne und Nacht, zu finden das Licht, das der Welt sie gebracht.
Ave, ave, ave Maria! Ave, ave, ave Maria!“

Mit dem Reisesegen und bei herbstlichem Wetter begann die Gruppe ihren Weg. Während der Wanderung geht es darum, den Alltag hinter sich zu lassen und sich auf die wesentlichen Dinge im Leben zu konzentrieren. Dabei helfen auch die Unterbrechungen des Weges mit Impulsen. 

Bei den zwei Unterbrechungen auf diesem Pilgerweg kamen die Impulse von Oberstleutnant Tobias G. und Oberstleutnant i. G. Michael L.. Bei der ersten Station „Schwere Wege gehen“ hörten die Pilger von der Heiligen Familie, und dass auch sie nicht von Konflikten verschont blieb.

Alle Teilnehmenden wissen, dass Konflikte zu jedem Leben gehören. Jeder und Jede für sich konnte den Weg mit den eigenen Gedanken um die Fragen: „Welcher Konflikt ist in meinem Leben noch ungelöst?“ oder auch „Welche Spannung muss ich gerade aushalten?“ fortsetzten. 

Bei der zweiten Station angekommen, sahen die Pilger das Ziel auf der Insel Werder schon. Mit dem Blick auf die Pfarrkirche „Maria Meeresstern“ ließen sich die Pilger auf den Impuls „Wir gehen Wege zueinander“ ein. Sich aufzumachen und einander zu begegnen braucht die Bereitschaft, den anderen Menschen anzunehmen, wie er ist. Wenn wir glauben können, dass Gott jeder und jedem von uns nahe ist, dann erfahren wir, dass Gott selbst uns begegnet, wenn wir aufeinander zugehen.

Pilgern - Zeit für Sie selbst
 

Es gab an dem Tag viele persönliche Gründe, warum sich die Pilgernden an diesem Tag auf den Weg machten. Was sie aber alle einte, war der gemeinsame Weg, mit neuen Erfahrungen, guten Gesprächen und einer kleinen Reise zu sich selbst.

„Meine erste Wallfahrt heute ist das Erleben und Verbinden von Glauben und Dienst“, sagte Christin F.

Und Kamerad Denis S. fügte hinzu: „Die Fußwallfahrt heute gibt mir zum einen die Möglichkeiten, um über den Dienst nachzudenken, um mit Abstand und freiem Kopf neu zu starten und zum anderen gibt dieser Weg auch Zeit, um an die Kameradinnen und Kameraden zu denken, die nicht unversehrt aus dem Dienst zurückkehrten.“

 

Mit der Frage „Was ist das, was am Ende bleibt?“ fügte Pfarrer Schmidt die Impulse der Stationen in seiner Andacht zusammen. „Auf was können wir uns verlassen in den Krisen in unserem Leben? Für uns Christen ist ein verlässliches Angebot der Glaube. Maria ist eine Glaubenszeugin. Denn sie hat ihren Sohn verloren und dennoch nicht die Hoffnung verloren. Was ist also unser Anker im Leben? Die Familie, Freunde oder vielleicht Kammeraden? Jeder benötigt diese Anker, um den Krisen und Stürmen des Lebens zu begegnen“, so sein Fazit.

Bei der Organisation konnte sich das Katholische Militärpfarramt Schwielowsee von Beginn an auf die tatkräftige Unterstützung des Mitarbeiterkreises verlassen. Dafür sind Pfarrhelfer Mark Schmidt und Militärseelsorger Sebastian Schmidt sehr dankbar.

Wie wichtig die gute Zusammenarbeit ist, betont Peter L.: „Der Mitarbeiterkreis kann die schönen Erfahrungen zum Beispiel bei Familienfreizeiten an Kameradinnen und Kameraden weitergeben. Der christliche Zusammenhalt trägt darüber hinaus dann auch in Krisen und gibt das Netzwerk für den Dienstalltag und hilft in der Reflektion des eigenen Dienstes als Soldat.“

Die Marienandacht in der Pfarrkirche „Maria Meeresstern“ war nicht nur das Ziel der Wallfahrt, sondern auch der Beginn, um mit neuer Kraft in die kommende Zeit zu starten.

Doreen Bierdel

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