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„Familienleben – Familie leben“ geht an den Start

Die Familien von Bundeswehrangehörigen ziehen nicht mehr unbedingt bei jedem Standortwechsel mit um, sie verfolgen ihre eigenen Berufe, die Kinder gehen zur Schule, sind in Vereinen und haben ihre sozialen Netzwerke. Und mit den Auslandseinsätzen haben sich nach der Wiedervereinigung auch die Aufgaben und die Belastungen der Soldatinnen und Soldaten und ihrer Familien existentiell verändert ...

Ausschnitt aus dem Plakat der KAS. Das vollständige Plakat und den Flyer finden Sie unten bei den Links.

Pressemitteilung der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e. V. (KAS)

Köln, 15.08.2008. Simone M. lebt mit ihrer Familie in Köln, seit einigen Jahren führt sie mit ihrem Mann, einem Soldaten, der seit seiner letzten Versetzung in Norddeutschland stationiert ist, eine Wochenendehe. Dazu hatten sie sich gemeinsam entschieden, nachdem sie nach Jahren des ständigen Umziehens nun in Köln eine schöne Wohnung, eine gute Kinderbetreuung und Simone wieder eine Anstellung in ihrem Beruf gefunden hatten.

Nun ist ihr Mann im Auslandseinsatz, sie bleibt mit den Kindern und ihren Sorgen um ihren Mann und der Organisation des Familienlebens allein zurück.
Im Büro kann sie über ihre Sorgen nicht wirklich sprechen, ihre Kinder und ihre anderen Angehörigen und Freunde will oder kann sie nicht auch noch belasten.
Simone M. ist kein Einzelfall – die Familienangehörigen von Soldatinnen und Soldaten sind dem gesellschaftlichen Wandel, vor allem aber auch dem Wandel der Aufgaben der Bundeswehr unterworfen.

Die Familien von Bundeswehrangehörigen ziehen nicht mehr unbedingt bei jedem Standortwechsel mit um, sie verfolgen ihre eigenen Berufe, die Kinder gehen zur Schule, sind in Vereinen und haben ihre sozialen Netzwerke.

Und mit den Auslandseinsätzen haben sich nach der Wiedervereinigung auch die Aufgaben und die Belastungen der Soldatinnen und Soldaten und ihrer Familien existentiell verändert.
„Das wissend haben wir uns nach Kooperationspartnern umgesehen, die das in der Bundeswehr vorhandene Portfolio von sozialen Angeboten und Hilfen ergänzen und erweitern können – in Köln haben wir diesen Partner mit dem Sozialdienst katholischer Frauen e. V. gefunden“, so Militärdekan Schnettker anlässlich der Vorstellung des Gemeinschaftsprojektes.

Auf die Frage, wie man Simone M. und anderen denn nun konkret helfen könne, stellte Rainer Krotz, Geschäftsführer der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung, das neu entwickelte Infomaterial vor. Mit Plakaten und einem Flyer sowie einer Übersicht mit allen vor Ort verfügbaren Angeboten der jeweiligen Kooperationspartner soll Soldatinnen und Soldaten und ihren Angehörigen der Weg zu Beratung und Hilfe, aber auch zu Prävention bei lokalen, externen Partnern eröffnet werden.
„Wenn Simone M. mit ihren Kindern in Köln lebt, wird sie sich hier vor Ort ein Gesprächs- oder Hilfsangebot wünschen, sie wird weder zum Standort ihres Mannes fahren wollen noch zu einem Standort hier in der Nähe, sofern sie dort nicht Freunde hat, mit denen sie über ihre Situation sprechen kann“, so Monika Kleine, Geschäftsführerin des SkF e. V. Köln, ,,und das findet sie z. B. bei unserem Tagesdienst. Können wir selbst nicht helfen, weil wir keine entsprechenden Angebote haben, so werden wir Simone M. und alle anderen an die geeigneten Stellen weitervermitteln. Zudem sind wir als SkF bekannt dafür, auch neue Wege zu gehen und neue Kooperationen zu begründen.“

„Denkbar wäre z. B. für Partnerinnen und Partner von Bundeswehrangehörigen hier in der Gegend ein regelmäßiges Gesprächsangebot vorzuhalten, über das an den jeweiligen Standorten informiert wird – koordiniert und geleitet würde ein solches Angebot dann vom SkF“, so Rainer Krotz.

Militärdekan Schnettker stellte abschließend klar: „Es geht uns darum, die bestehenden Angebote bekannter und für die Familien zugänglicher zu machen. So werden wir neben dem "Tagesdienst" als einem offenen und für alle zugänglichen Beratungs- und Weitervermittlungsangebot, die Schwangerenberatungsstelle "esperanza", die Schuldnerberatung, die Paar- und Väterberatung, die Hilfen bei häuslicher Gewalt, Eltern-Kind-Kurse, Antiaggressionstrainings oder auch "B.i.S.S.", die Beratung und Begleitung von Jugendlichen in Sachen Sucht, aktiv bewerben.

Das Leben von Eltern und Kindern, von Paaren ist schwieriger und komplexer geworden und wir können zwar in den meisten Fällen helfen, aber nicht in allen.
Wenn aber allen geholfen werden soll, dann brauchen wir externe Kooperationspartner mit einem breit gefächerten Angebot oder mit dem Wissen darum, wie die Betroffenen so schnell und so einfach wie möglich an das richtige Angebote herankommen.“

Links:

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Internet: www.skf-koeln.de

27.08.2008 12:03 Alter: 5 Jahre