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Aktuelle Interviews, Predigten, Grußworte, Reden und Berichte des Militärgeneralvikars

                           

                         

                               

Predigt

29.05.2014 Regensburg „Den Himmel übe rlassen wir den P faffen und den Spatzen“,

MGV-Predigt_ChristiHimmelfahrt_2014_05_29_Windberg.pdf

Militärgeneralvikar Msgr. Reinhold Bartmann Predigt zum Hochfest Christi Himmelfahrt

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16.05.2014 Lourdes / Frankreich „Lassen wir uns nicht verwirren!“

Predigt_MGV_Grotte_Lourdes_2014_05.pdf

Militärgeneralvikar Msgr. Reinhold Bartmann aus Berlin hielt die österliche Predigt ausgehend vom zweifelnden Apostel Thomas und ging auch auf die besonderen Jahrestage 2014 ein: 100 bzw. 75 Jahre Beginn des 1. bzw. 2. Weltkriegs, aber auch 25 Jahre Öffnung des Eisernen Vorhangs und Mauerfall.

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Grußworte


23.01.2014 Weltfriedenstag Köln

2014_01_23_WFT_Koeln_GrusswortMGV_Bartmann.pdf

Grußwort des Militärgeneralvikars der Katholischen Militärseelsorge für die Deutsche Bundeswehr, Monsignore Reinhold Bartmann

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Interviews


26.10.2013 Seelsorge für Soldaten - Ein General der Kirche
Der Oberpfälzer Priester Reinhold Bartmann übernimmt am 1. November das Amt des Generalvikars im deutschen Militärbischofsamt. Er ist Dienstvorgesetzter aller katholischen Militärpfarrer bei der Bundeswehr. Ein Beitrag von: Lang, Ernest                  

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(Quelle: Bundeswehr/Lion Furhmann)

8.10.2013 Radio Andernach: Militärdekan Msgr. Reinhold Bartmann wird Nachfolger
Bereits auf der Soldatenwallfahrt 2013 in Lourdes hatte Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck den Nachfolger von Wakenhut vorgestellt. Militärdekan Monsignore Reinhold Bartmann übernimmt Anfang November das Amt des Generalvikars in Berlin. Das bedeutet, dass Bartmann künftig das Katholische Militärbischofsamt leiten wird und damit nach kirchlichem Recht Vorgesetzter der Militärseelsorger und Pfarrhelfer sein wird. Wie wichtig für Reinhold Bartmann der Austausch mit den Soldatinnen und Soldaten ist, darüber haben wir mit ihm gesprochen.

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Berlin, 08.10.2013,Interview zur Einführung als Generalvikar

Quelle: KMBA / Doreen Bierdel
Quelle: KMBA / Doreen Bierdel

Erst folgte er ihm auf die Position des Katholischen Leitenden Militärdekan München, ab dem 1. November in das Katholische Militärbischofsamt nach Berlin - Monsignore Reinhold Bartmann (52) wird neuer Generalvikar und folgt damit nach 13 Jahren im Amt dem Apostolischen Protonotar Walter Wakenhut. Bei der 58. Gesamtkonferenz der katholischen Militärseelsorger in Berlin hatten Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Bundesminister der Verteidigung Dr. Thomas de Maizière den Leitenden Militärdekan Monsignore Reinhold Bartmann aus München offiziell in das Amt des Generalvikars eingeführt.

Herr Bartmann, nach Ihrem Grundwehrdienst haben Sie von 1980 bis 1982 eine zweijährige Reserveoffizier-Ausbildung absolviert und sind bereits seit 1993 hauptamtlich in der Militärseelsorge tätig. Zunächst als Standortpfarrer in Bad Reichenhall, dann in Regensburg. Anschließend übernahmen Sie die Aufgabe des Katholischen Leitenden Militärdekans München. Nun wurden Sie offiziell in das Amt des Generalvikars eingeführt. An welche Station in der Militärseelsorge erinnern Sie sich besonders gern?

Die schönste Zeit für mich in der Militärseelsorge war 1993 in Bad Reichenhall und anschließend in Regensburg. In der Einsatzbegleitung ist man den Soldaten am nächsten. Diese gute Erfahrung in Bad Reichenhall hat mich auch dazu angetrieben, weiterhin in der Militärseelsorge tätig zu sein.
Ich war mit meinen bisherigen Aufgaben in der Militärseelsorge sehr zufrieden. Aber es hat mich gefreut, als Militärbischof Franz-Josef Overbeck mich gebeten hat, sein Generalvikar zu werden. Mir ist bewusst, dass als Generalvikar die konkrete Seelsorge für mich weiter in den Hintergrund treten wird. Da ist es gut, dass ich aus der Anfangszeit in Bad Reichenhall und Regensburg immer noch zehren kann.

Sie selbst waren zwischen 1996 und 1999 drei mal auf dem Balkan und haben dort als Seelsorger die Soldaten im Auslandseinsatz begleitet - was ist die Herausforderung bei den Einsätzen für die Militärseelsorger?

Jeder Priester, der die besondere Aufgabe des Militärseelsorgers übernehmen möchte, weiß, dass Zeiten der Einsatzbegleitung anstehen. Herausragende Qualifikationen muss ein Militärseelsorger nicht mitbringen, er sollte einfach besonders gerne Seelsorger sein, den Soldaten als Menschen und Christ mögen sowie den Spannungsbogen in dem Soldatinnen und Soldaten im Auftrag der Bundeswehr stehen, akzeptieren. In meinen drei Einsätzen als Seelsorger in den 90er Jahren habe ich gesehen, welchen Fragen und Belastungen Soldaten ausgesetzt sind. Es war gut, dass ich die Erfahrung machen konnte, 24 Stunden, sieben Tage lang bei den Soldaten zu sein. Diese Erfahrungen werden meine Arbeit in der Ausbildung der Militärseelsorger beeinflussen.

Mit welchen Angeboten der Militärseelsorge können Soldaten erreicht werden?

Einsatzbegleitung und Familienseelsorge ist und bleibt ein wichtiger Schwerpunkt, natürlich auch bei der Katholischen Militärseelsorge. Auf dieser Ebene werden wir weiterhin ganz intensiv den Soldaten begegnen. Aber wir dürfen uns nicht nur auf die eine Ebene konzentrieren, sondern müssen den Soldaten auf allen Ebenen begegnen. Das fängt schon zu Beginn der Bundeswehrzeit eines jungen Soldaten in der Kaserne an. Wir müssen schon in der Grundausbildung den ersten Kontakt mit der Militärseelsorge schaffen. Wir bieten weiterhin Begegnungsräume in den ethischen Seminaren, in den Werkwochen, der Vor- und Nachbereitung für Soldaten im Einsatz an. Die Soldaten sind als Mensch und Christ eingeladen, an Intensivwochenenden teilzunehmen. Auch Wallfahrten, Gottesdienste und das Spenden der Sakramente gehören zur Aufgabe der Militärseelsorger. An die Seelsorger können sich die Soldaten auch mit privaten Sorgen und Anliegen wenden.

Spielen auch die sozialen Netzwerke und die neuen Medien zukünftig eine Rolle in der Militärseelsorge?

Wir müssen in jedem Fall zukünftig die Kommunikation über neue Medien verstärkt in den Blick nehmen und auf kirchlichen Plattformen aktuell und präsent sein. Die Soldaten sollten auch privat, aber zwanglos, auf die Angebote der Militärseelsorge zugreifen können. Wir werden uns mit den Sozialen Netzwerken und Angeboten intensiv auseinander setzen und schauen, wie wir uns dort positionieren können.

Es gibt keine Wehrpflicht mehr, die Zahl der Soldaten sinkt und die Bundeswehr steht vor Strukturveränderungen. Werden sich die Strukturveränderungen in der Bundeswehr auch auf die Militärseelsorge auswirken?

Die Entwicklung der Strukturen in der Bundeswehr vollzieht sich bereits seit Ende der Wehrpflicht - davon bleibt auch die Militärseelsorge nicht unberührt. Es wird Veränderungen an den Standorten geben, wir werden die Zahl der Militärpfarrämter von 91 auf 75 reduzieren. Wir planen Neuzuschnitte von Militärpfarrämtern und wollen die regionale Zusammenarbeit stärken sowie Aufgaben der Militärseelsorge an den Standorten zusammenlegen.

Prälat Walter Wakenhut war 13 Jahre lang Generalvikar der Katholischen Militärseelsorge - hat er Ihnen Tipps für Ihre Aufgaben als Generalvikar gegeben?

Walter Wakenhut und ich haben über die Zeit ein freundschaftliches und kollegiales Verhältnis zueinander entwickelt. Ich folge ihm ja nun schon zum zweiten Mal, zum einen Mal auf seine Stelle in München, nun auf seinen Posten als Generalvikar in Berlin. Walter Wakenhut hat die Katholische Militärseelsorge in einer sehr guten und offenen und ehrlichen Art geführt. Für viele Mitarbeiter war er mehr als ein Vorgesetzter einer Bundesoberbehörde, sondern ein begleitender Freund, Seelsorger und Mensch. Walter Wakenhut ist für mich ein Vorbild - und wenn ich Fragen habe, werde ich mich freundschaftlich an ihn wenden.

Das Interview führte Kerstin Bücker