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Ich verkünde euch eine frohe Botschaft

Das Schwerpunkt-Thema der Advents-/Weihnachtsausgabe 2012 setzt die gute Nachricht von der Geburt Christi und dem Frieden auf Erden in Bezug zu den aktuellen, weltweiten Konflikten und zu den Erfahrungen von Soldaten und Seelsorgern, besonders im Auslandseinsatz. Eröffnet werden die Schwerpunktseiten durch den Adventsgruß des Militärbischofs und eine Besinnung des Wehrbeauftragten des Bundestages.

Grundsatz: Helles Licht in dunkler Nacht.

Das „Friedenslicht von Betlehem“ auch in Afghanistan

„27. Kontingent Feyzabad, Afghanistan, 15. November 2011 bis 17. März 2012“,

so lautete die Mitteilung im September 2010 auf einem kleinen Zettel für meinen ersten Auslandseinsatz. Aus Feyzabad wurde Kunduz. Mitte November 2011 machte ich mich also nach den Einsatzvorbereitungen auf den Weg in ein von Terror und kriegerischen Auseinandersetzungen gezeichnetes Land. Seit dem Einmarsch der Sowjetunion im Jahr 1979 ein Land im Ausnahmezustand.

In meine Einsatzzeit fielen Advent und Weihnachten – zuhause für die meisten die schönste Zeit des Jahres, doch vielleicht lässt sich die ganze Dimension der Weihnachtsbotschaft erst in einem solchen Land wie Afghanistan erahnen: Viele Erinnerungen werden wach und die Menschen rücken zusammen.

Erinnerung und Hoffnung

Der englische Schriftsteller Charles Dickens erzählt in einer seiner Weihnachtsgeschichten von einem Mann, der das Gedächtnis des Herzens verliert. Alle Gedanken und Gefühle, die sich im Laufe seines Lebens in der Begegnung mit dem Leid angesammelt hatten, werden ihm genommen und als Befreiung von der Last des Vergangenen angeboten. Und mit dem Wegfall der Erinnerung ist auch die Quelle der Güte in diesem Menschen versiegt. Kalt ist er geworden. Und von Stund an verbreitet er diese Kälte um sich herum.

Johann Wolfgang von Goethe lässt in einer Erzählung über das Rochusfest bei Bingen, nur wenige Kilometer von meiner Heimat Mainz entfernt, einen ganz ähnlichen Gedanken anklingen. In der ersten Feier dieses Festes, das nach langer Unterbrechung durch die napoleonischen Kriege wieder stattfand, beobachtete er die Menschen. Die Gesichter der Kinder und Erwachsenen spiegelten die Freude des Wallfahrtstages wider. Nur die Jungen waren ungerührt, gleichgültig, ja gelangweilt. Goethe erklärt es damit, dass diese Gruppe in Kriegszeiten geboren, sich an nichts Gutes erinnert und deshalb auch nichts hoffen kann. Denn: Nur wer sich erinnert, kann auch hoffen. Wer das Gute und die Barmherzigkeit nie erfahren durfte, der kennt sie auch nicht.

In Gesprächen mit unseren Soldatinnen und Soldaten, die mit ihren Problemen, Sorgen, Ängsten und Zweifeln zu uns kommen, ist es von großer Bedeutung, an Erfahrungen mit dem Guten und der Güte anzuknüpfen, damit sie wieder lernen zu hoffen. Denn beides, Erinnerung und Hoffnung, gehören eng zusammen.

Not, Gewalt und Terror – auch schon zur Zeit Jesu

Die Feste des Kirchenjahres, allen voran Advent und Weihnachten, sind solche Tage der Erinnerung und Hoffnung. Erinnerung an und Hoffnung auf einen Gott, der ein Kind wurde. Wir sehnen uns nach einem Leben in Frieden und Sicherheit. Aber die Realität sieht anders aus. Die Wirklichkeit, sie ist nicht so. Die Weihnachtsgeschichte macht uns nichts vor. Auch damals vor gut zweitausend Jahren war die Welt zerrissen. In Palästina herrschten Not, Gewalt, Unterdrückung, Terror, Freiheitskämpfe und Ungerechtigkeit. Das kleine Volk der Juden stöhnte unter der Last der römischen Besatzungsmacht. Es sehnte sich nach dem verheißenen Messias, der Rettung und Befreiung bringen sollte, der kommen sollte, ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit zu stiften.

Hirten hörten die rettende Stimme vom Himmel: „Fürchtet euch nicht – ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll. Heute ist euch der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr!“ (Lk 2,10–11) Ebenso war zuvor Maria verkündet worden: „Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. (…) Er wird über das Haus Jakob herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben.“ (Lk 1,30–33)

Die Dimension der Weihnachtsbotschaft:

Die Verkündigung eines Friedensreiches, die Geschichte des Heiles, das kein Ende haben wird, weil Gott selbst sich der Menschen annimmt. Er zeigt seine Macht in der Ohnmacht eines Kindes, seine Gerechtigkeit durch schutzbedürftige Liebe. Das ist der Schlüssel zum „Schalom“, zum göttlichen Frieden, und dieser Schlüssel heißt Hingabe. „Wer als Soldat im Dienst des Vaterlandes steht, betrachte sich als Diener der Sicherheit und Freiheit der Völker. Indem er diese Aufgabe recht erfüllt, trägt er wahrhaft zur Festigung des Friedens bei.“ (Zweites Vatikanisches Konzil: Gaudium et Spes 79)

Von Israel über Deutschland nach Afghanistan

Weihnachten 2011 ermöglichte es die deutsche Luftwaffe, dass das Friedenslicht von Betlehem auch nach Afghanistan kam. Heiligabend, Weihnachten und Neujahr machte ich

dieses Licht zum Thema der Verkündigung in Kunduz, Taloqan und den Außenlagern. Einer schönen Tradition gemäß entzündeten die Soldatinnen und Soldaten eine kleine Kerze an diesem Friedenslicht, um ihre Bitten leise vor Gott zu tragen. Es waren ganz besondere Momente, die mich tief beeindruckten. Alle waren gesammelt, auch wenn dieser Ritus manchmal lange dauerte. Wir hatten gemeinsam viel Zeit.

Immer wieder erfahren wir, wie unsicher und zerbrechlich unser Leben und der Friede sind. Wie sie plötzlich durch Unglücksfälle, Katastrophen und Terror brutal gestört werden können. Auch wenn wir nicht selbst betroffen sind, kann die Erinnerung an die Weihnachtsbotschaft Hoffnung schenken. Gott hat sich in seinem Sohn der Welt angenommen. Gerade auch in ihren Dunkelheiten. Dort hinein hat er als Licht sein Wort gestellt. Deshalb werden Gewalt, Unterdrückung, Terror und Ungerechtigkeit, aber auch die persönliche Schuld, nicht die letzte Macht über die Welt und uns behalten.

Dann, wenn wir manchmal den Eindruck haben, dass unsere Arbeit keinen oder nur wenig Sinn hat, stellen wir immer wieder die Frage, ob es überhaupt einen Sinn gibt? Gott gibt uns die ermutigende Antwort: Mach weiter, fang immer wieder neu an!

Wir haben genug guten Willen und Kräfte, die ausreichen, um ein neues Leben zu wagen. Gott traut es uns zu. Und nicht nur das. Er erwartet es auch.

Militärpfarrer Hans-Richard Engel,
zunächst in Zweibrücken, jetzt Mainz, ab Januar 2013 Katholisches Militärpfarramt Köln II

Informationen zu der internationalen Aktion und konkret zum Projekt 2012/13 unter www.friedenslicht.de

http://www.friedenslicht.de

Interview mit Oberstabsfeldwebel Helmut Kapell

„Noch viel wichtiger ist mir jedoch, sie im Gebet und in unseren Fürbitten zu bedenken.“

Kompass: Nach ihrer Ausbildung als Steinmetz und Bildhauer traten Sie am 2. Januar 1981 als grundwehrdienstleistender Soldat beim 10. Luftwaffenausbildungsregiment 1 in Hamburg in den Sanitätsdienst ein. Am 14. Juni 1989 wurden Sie zum Berufssoldaten ernannt. Können Sie sich an das erste Weihnachtsfest erinnern, welches Sie in der Kaserne verbrachten?

Oberstabsfeldwebel Kapell: Nach der Grundausbildung wurde ich im Mai 1981 zur Luftwaffensanitätsstaffel beim Jagdbombergeschwader 33 nach Cochem versetzt. Wir hatten – daran kann ich mich noch gut erinnern – bereits vor dem Weihnachtsfest die Gelegenheit, einen Adventsgottesdienst zu feiern, bei dem es völlig normal war, dass viele Soldaten in Cochem-Brauheck teilnahmen. Bei diesem Gottesdienst mit dem Standortpfarrer, so hießen die damals noch, erlebte ich Militärseelsorge nicht zum ersten Mal. Da ich bereits beim Gottesdienst zum Feierlichen Gelöbnis noch in Hamburg die Militärseelsorge erlebt hatte, war sie mir auch in Cochem nicht unbekannt.

Und Weihnachten 1981 musste ich im Geschwader verbringen, weil ich zum damaligen Zeitpunkt noch keinen Führerschein hatte. Mit dem Zug nach Hause zu fahren, kam mir deswegen nicht in den Sinn, weil dies einfach viel zu umständlich war. Heiligabend verbrachte ich damals zusammen mit Kameraden. Einige hatten Wachdienst und mussten sowieso am Standort bleiben. Andere fuhren aus mir unerklärlichen Gründen auch nicht nach Hause. Die Christmette besuchten wir dann gemeinsam.

Kompass: Einmal resümierend und rückschauend betrachtet: Die Bundeswehr hat sich seit Beginn ihres Dienstes vor nun 32 Jahren verändert. Die bundesdeutsche Gesellschaft ebenso und Sie sich mit Sicherheit auch. Was fällt Ihnen, bei all diesen Veränderungen, auf?

Oberstabsfeldwebel Kapell: Die Veränderungen, die ich schon seit längerem registriere, können an zwei Punkten festgemacht werden: Zum einen muss ich feststellen, dass der Anteil der Soldatinnen und Soldaten, die keiner Konfession angehören, größer geworden ist. Das hat natürlich zur Folge, dass weniger Soldatinnen und Soldaten, wenn sie dann am Standort sind und in der Kaserne bleiben, zum Standortgottesdienst kommen. Gerade in typischen Diasporagebieten in Deutschland macht sich das sehr bemerkbar.

Zum anderen registriere ich, und das ärgert mich zunehmend, dass der tiefere Sinn des Weihnachtsfestes aus dem Blick gerät. Eigentlich, so habe ich den Eindruck, geht es vielen Menschen nicht mehr um die Geburt Jesu Christi und die damit verbundene Botschaft, sondern es stehen materielle Dinge wie Konsum und Kaufen im Vordergrund. Und dabei ist besonders ärgerlich, dass sich die Werbung darauf eingestellt hat. Man kann dies sehr deutlich spüren, wenn man noch lange vor der eigentlichen Advents- und Weihnachtszeit durch die Straßen und Kaufhäuser geht.

Kompass: Sie scheiden voraussichtlich am 31. März 2014 aus dem aktiven Dienst als Soldat aus. Sie haben eine Vielzahl von Auslandseinsätzen hinter sich. Spielte für Sie in ihrem Leben als Soldat die Botschaft von der Menschwerdung Jesu Christi, vom Weihnachtsfest, eine besondere Rolle?

Oberstabsfeldwebel Kapell: Ja, und das hatte einen sehr konkreten Grund. Wegen einer Erkrankung musste ich stationär im Bundeswehrkrankenhaus in Berlin behandelt werden. Jedoch verlief alles sehr kompliziert und – so will ich das rückblickend sagen: Ich lag im Sterben und kämpfte um mein Leben. Notoperationen und ein künstliches Koma gingen einher mit vielen anderen Dingen. Aber irgendwie – wie durch ein Wunder habe ich überlebt. Mir war zum damaligen Zeitpunkt der seelsorgliche Beistand, den ein Militärgeistlicher an meinem Krankenbett leistete, ungemein wichtig. Ich bin getauft und gefirmt. Ich glaube jedoch, dass ich mit dem guten Ausgang irgendwie noch gläubiger geworden bin. Darüber hinaus hat mich die Frohe Botschaft immer begleitet. Mein Engagement in der Militärseelsorge will ich auch nach dem Ausscheiden aus der Bundeswehr irgendwie fortsetzen.

Kompass: Mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsfest: Was wünschen Sie sich?

Oberstabsfeldwebel Kapell: Für mich selbst wünsche ich mir nichts. Eigentlich hab ich so ziemlich alles, was man so zum Leben braucht. Viel wichtiger ist mir, dass unsere Soldatinnen und Soldaten – sei es zu Land, in der Luft oder auf Hoher See – bei der Erfüllung ihres Auftrages gesund an Leib und Seele wieder nach Hause kommen. Und, das will ich hinzufügen: Die Soldatinnen und Soldaten brauchen Unterstützung und Wertschätzung für ihren Dienst. Wertschätzung nicht nur seitens der Politik, sondern insbesondere aus der Gesellschaft und den gesellschaftlich bedeutsamen Gruppen und Institutionen. Noch viel wichtiger ist mir jedoch, sie im Gebet und in unseren Fürbitten zu bedenken.

Das Interview mit Oberstabsfeldwebel Helmut Kapell aus dem Lazarettregiment 31, Berlin, führte Josef König.

Kommentar von Kerstin Kotterba, Konrad-Adenauer-Stiftung

Die frohe Botschaft zwischen Krisen und Konflikten

Passt die Verkündigung in unsere heutige Zeit?

Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren. (Lukas-Evangelium 2,10–11) Alle Jahre wieder hören wir diese Sätze der Verkündigung, die frohe Botschaft. Endlich ist er da, endlich ist der Heiland auf der Erde. Großes wird von ihm erwartet. Doch nehmen wir die Worte, die wir hören, auch mit dem Herzen auf? Haben wir uns schon zum Stall aufgemacht, wie die Hirten? Freuen wir uns wirklich auf Weihnachten?

Gleich am Anfang des Evangeliums versucht Lukas mit dem für ihn typischen Einstieg „Es geschah aber ...“ unsere Aufmerksamkeit einzufangen. Er erzählt uns von Josef und Maria, zwei einfachen Menschen, die eine Unterkunft für die Nacht suchen und doch nicht finden. Finanzielle Sorgen und Probleme in der Familie lassen uns auch heute umherirren, manchmal können wir uns niemandem anvertrauen, finden keine Heimat. So können auch Maria und Josef sich damals gefühlt haben.

Weihnachten begann mitten im Alltag

„Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde“, heißt es. Menschen, die einfach ihre Nachtschicht hinter sich bringen wollten. Es war dunkel, vielleicht auch kalt und den Hirten war überhaupt nicht feierlich zumute. In der stressigen vorweihnachtlichen Zeit bleibt oftmals zwischen Geschenken und Plätzchen nicht viel Zeit für Besinnung und Ruhe. Doch Weihnachten begann damals genauso, mitten im anstrengenden Alltag, im Alltag von Hirten, die auf dem Feld ihre Arbeit verrichteten. Gott suchte sich bewusst diese ganz normalen Feldarbeiter und offenbarte sich ihnen.

„Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.“ Jesus kündigte sich nicht mit Fanfaren und Trompeten an. Und wäre der Engel nicht erschienen, vielleicht hätten die Hirten die Geburt des Heilands, des Erlösers der Welt, einfach verpasst? Die Hirten waren nicht vorbereitet auf das Ereignis, sie fürchteten sich vor dem Unbekannten. Auch Weihnachten ist für viele Menschen mit Angst verbunden. Gefällt mein Geschenk? Werden wir wieder streiten? Kann ich das erste Weihnachten ohne mein verstorbenes Kind aushalten?

Manchmal ist es schwer, die Weihnachtsfreude in sein Herz einzulassen: Etwa bei Soldatinnen und Soldaten, die in den Einsatzgebieten für Sicherheit und Frieden sorgen, aber fernab von der Familie die Feiertage verbringen. Schwer nachvollziehbar ist auch die Situation für Mütter und Väter, ein Kind im Einsatz zu verlieren und dann überhaupt an Weihnachtsfreude zu denken.

Gegenseitig Mut machen

Nach dem ersten Schrecken machten sich die Hirten Mut und gingen gemeinsam zum Stall, um das Neugeborene zu bewundern. Viele Familien gehen nicht mehr gemeinsam in die Kirche, das Ritual ist längst vergessen. Sonntags ausschlafen scheint wichtiger; den Glauben gemeinsam zu erleben, verschwindet im Hintergrund. Doch am Beispiel der Hirten wird deutlich: Erst gemeinsam wird das Zeugnis der Geschichte wahrhaftig und kann weiter wachsen. Glaube braucht Gemeinschaft. Vor allem an den Weihnachtstagen sollten wir uns daran erinnern.

In der Weihnachtsgeschichte verkündet der Engel die Geburt Jesu. Erst das verleiht dem Ereignis seine Bedeutung. Die Verkündigung der Botschaft ist das zentrale Element der Weihnachtstage für alle Christen. Sie bestätigt die feste Verbindung zwischen Mensch und Gott.

„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“

Der Heiland, ein winziges Kind, der Retter in einer Futterkrippe? Gott hat seinen Sohn ohne Privilegien in die Welt geschickt. Durch die Kraft ihres Glaubens konnten die Hirten über die ärmlichen Verhältnisse hinwegsehen, in die der Retter der Welt geboren wurde. Alles, was Lukas hier erzählt, soll die Gläubigen erkennen lehren, dass Gott Christus schon von Geburt an geleitet hat. In unserer Routine, im Alltag, im Gewöhnlichen kommt Gott zu uns als Mensch auf die Welt und offenbart sich – wir müssen ihn nur erkennen.

Für die Weihnachtsbotschaft öffnen

Oft sind es schon die kleinen Ärgernisse, die unseren Glauben zum Schwanken bringen, die uns zweifeln lassen an Gott. Dann brauchen wir vor allem vor Weihnachten einen Anstoß, uns zwischen Weihnachtsgans und Gesängen noch einmal zu erinnern, darauf zu besinnen, warum der Heiland geboren wurde. Wir sind eingeladen zur Krippe zu kommen, mit unseren Sorgen und Ängsten, denn uns wird erzählt, uns wird verkündet, uns wird gesungen, wird musiziert. Die uns allen vertraute Weihnachtsgeschichte des Evangelisten Lukas kann uns den Weg ebnen, uns auf die frohe Botschaft einzulassen. Sie begleitet diejenigen, die vergessen, was Weihnachten eigentlich bedeutet und noch verwundert auf das Geschehen an der Krippe blicken. Gott öffnet sich in der Geburt Jesu für uns Menschen. Doch wir müssen uns selbst öffnen und einladen lassen, damit wir die frohe Botschaft in unseren Familien an Weihnachten spüren. Das kann sich schon im Kleinen bemerkbar machen: Wenn Kinder Geschenke auspacken und lachen, oder die Familie zusammen am Tisch sitzt und sich ein frohes Fest wünscht.

In den Tagen vor Weihnachten sollten wir deshalb einmal verstärkt die Augen nach Engeln offen halten, die uns den Weg zur Krippe ebnen können.

Kerstin Kotterba ist Leiterin der Medienwerkstatt der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

Kompass Dezember 2012

Kompass_12_2012.pdf

Die Ausgabe 12/2012 berichtet von mehreren interessanten Veranstaltungen: darunter ein Akademiegespräch in München, die Kapellen-Einweihung in Bad Reichenhall, eine Filmpräsentation in Berlin, das Totengedenken in Köln, das Martinsfest in den USA, ein Studientag des BDKJ und der Workshop „Solidarität mit Soldaten“. Ferner sind z. B. Medientipps und der Lexikon-Artikel „Diskurs“ zu lesen.

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