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Verantwortung durch Gottvertrauen

Katholische Soldaten stellen ethische Fragen in den Mittelpunkt.

Die Bundeskonferenz der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) und die Vollversammlung der gewählten Laienvertreter (Katholikenrat) sind die beiden tragenden Säulen der jährlichen „Woche der Begegnung“.

Quelle: Kompass / Jörg Volpers
Quelle: Kompass / Jörg Volpers
Quelle: Kompass / Jörg Volpers

Ethik und Verantwortung

Mit einem Vortrag über die Herausforderungen, vor denen die Bundeswehr mit Blick auf die ethische Ausbildung steht, endete die diesjährige Bundeskonferenz GKS, die sich unmittelbar an die Vollversammlung des Katholikenrates beim Katholischen Militärbischof anschloss. Oberst i. G. Reinhold Janke, der am Zentrum Innere Führung in Koblenz die ethische Ausbildung in konzeptioneller Hinsicht verantwortet, verdeutlichte in seinem Vortrag, wie in praktischer Hinsicht eine „Ethik zum Anfassen“ ausgerichtet werden kann. Zuvor jedoch war für Dr. Veronika Bock Gelegenheit gegeben, vor den Delegierten der diesjährigen Bundeskonferenz der katholischen Soldaten über die Grundzüge und zentralen Inhalte der zwischenzeitlich vielfach in der friedensethischen Diskussion aufgegriffenen sogenannten „Responsibility to Protect“, eines wichtigen Dokuments der Vereinten Nationen, zu referieren. Sie ist Direktorin am Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften (zebis) in Hamburg, einer Einrichtung, die der Katholische Militärbischof gegründet hatte. Beide Vorträge, die grundsätzliche ethische Aspekte und praktische Fragen der Ausbildung in den Mittelpunkt stellten, galt es am zweiten Konferenztag zu diskutieren und auf ihre Konsequenzen für die weitere Arbeit der verbandsähnlichen Gemeinschaft katholischer Soldaten zu befragen.

Bericht des Bundesvorsitzenden

Oberstleutnant Rüdiger Attermeyer, GKS-Bundesvorsitzender, hatte tags zuvor die Konferenz mit einem Bericht zur aktuellen Lage der GKS eröffnet. In seinem Bericht vor den Delegierten aus den Kreisen und Bereichen sowie den Mitgliedern der Sachausschüsse, in denen inhaltliche Anliegen und praktische Folgerungen für die eigene Verbandsarbeit vertieft werden, hob Attermeyer u. a. die „Akademie Oberst Korn“ 2011 hervor, die sich dem 50-jährigen Bestehen der GKS (vormals „Königsteiner Offizierkreis“) gewidmet hatte. Sowohl die Akademieveranstaltung selbst als auch der Festakt im Rathaus der Stadt Fulda waren Veranstaltungen der GKS, die sich „sehen lassen können“, so Attermeyer in seinem Bericht. Er dankte dabei gleichzeitig dem Katholischen Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck, der beide Veranstaltungen mit einem Vortrag und  vielfältigen Gesprächsmöglichkeiten bereichert hatte.

Internationale Zusammenarbeit

Der ehemalige Präsident des  Apostolat Militaire International (AMI), Brigadegeneral Reinhard Kloss, hatte im Anschluss an den Bericht zur Lage Gelegenheit, Rückschau auf die deutsche Präsidentschaft im weltweiten Laienapostolat zu halten. General Kloss erinnerte dabei an seine erste AMI-Konferenz, die 2006 in Nairobi (Kenia) stattgefunden hatte, und beendete seine Rückschau mit der letzten Konferenz, die er 2011 in Manila (Philippinen) geleitet hatte. Als wichtige Einrichtung im Zusammenschluss der Mitgliedsländer aus Afrika, Asien, Europa und den USA nannte Kloss das Generalsekretariat des AMI, welches von den Niederlanden aus die Geschicke leitet. Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass zeitgleich zur Bundeskonferenz und der Woche der Begegnung die diesjährige Generalversammlung in Antwerpen unter der Präsidentschaft seiner Nachfolgers, des österreichischen Generals Norbert Sinn, seine Arbeit aufgenommen hatte. General Kloss schloss seine Überlegungen mit Impulsen für die weitere Arbeit in der GKS, die unter den Delegierten auf lebhaftes Interesse stießen.
Mit einem Morgenlob und dem Segen für die Rückreise schloss Militärdekan Msgr. Johann Meyer als Geistlicher Beirat der Gemeinschaft die diesjährige Bundeskonferenz.

Josef König