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Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Gewalt

Quelle: KMBA / Christina Lux
Quelle: Kompass / Josef König

„Gerechtigkeit schafft Frieden“ war der Leitsatz des Pontifikalamts, mit dem der Katholische Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck den „Tag der Militärseelsorge“ während des 98. Katholikentages am Freitag in Mannheim feierlich eröffnete. Er bezog sich dabei auf den Titel eines Papiers der Deutschen Bischofskonferenz, in dem sie sich zu Fragen der Ethik im Umgang mit Gewalt äußert.

In der vollbesetzten Kirche betonte der Militärbischof in seiner Predigt vor zahlreichen Soldatinnen und Soldaten: „Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Gewalt“. Ein gerechter Friede sei ein Friede, der die Würde des Menschen achte in der einen Welt, in der es den meisten Menschen verwehrt sei, ein menschenwürdiges Leben zu führen.

Am Beispiel Afghanistans zeigte Overbeck auf, dass sich der dort herrschende Terrorismus jeder Logik entziehe und nicht kontrollierbar sei. Auf dem Weg zur Friedensgewinnung und Friedenssicherung dürfe die Anwendung von Gewalt nur das äußerste Mittel, die „ultima ratio“, sein. Als Christen müssten wir dabei das Letzte in die Hände Gottes legen.

Konzelebranten des Pontifikalamts in der Pfarrkirche St. Antonius waren unter anderen Militärgeneralvikar Walter Wakenhut, Leiter der Kurie des Katholischen Militärbischofs in Berlin, sowie der Pfarrer der dortigen Pfarrei, Stefan Schaaf. Musikalisch umrahmt wurde die Messfeier vom Luftwaffenmusikkorps 2 aus Karlsruhe unter der Leitung von Major Martin Wehn.

Katholisches  Militärbischofsamt