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Die Karwoche als Vorbereitung auf Ostern

Die Karwoche oder Heilige Woche ist die Woche unmittelbar vor Ostern. Sie beginnt mit dem Palmsonntag und markiert die letzten Tage Jesu: Wir gedenken des Leidens, des Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi. Das Wort Karwoche leitet sich ab vom althochdeutschen Wort kara: Klage, Kummer, Trauer. Die Höhepunkte der Heiligen Woche sind der Gründonnerstag, der Karfreitag und der Karsamstag.

© Christina Lux
© Christina Lux

Am Palmsonntag erinnert die Kirche an den feierlichen Einzug Jesu in Jerusalem. Die Menschen bejubelten ihn und breiteten Palmzweige und ihre Kleider als Teppich auf der Straße für ihn aus (Lk 19,28-40). Jesus ritt auf einem Esel zum Zeichen, dass er der Retter, der König ist, auf den sie alle warten. Doch einige Tage später standen nur noch ganz wenige Menschen bei dem Kreuz, an dem Jesus starb.

Der Gründonnerstag ist das Gedächtnis des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern. Nach dem traditionellen jüdischen Paschamahl nahm Jesus seine Jünger mit in den Garten Getsemani, um zu beten. Dort wurde er verhaftet, nachdem Judas ihn mit einem Kuss verraten hatte (Mt 26,17-56). Die seit dem Mittelalter überlieferte Bezeichnung Gründonnerstag könnte von Greinen abgeleitet sein, das Weinen oder Klagen bedeutet.

Kreuzverehrung mit Blumen (© KS / Jörg Volpers)
Kreuzverehrung mit Blumen (© KS / Jörg Volpers)

Der Karfreitag ist der Tag des Todes Jesu am Kreuz. Um 15 Uhr, zur überlieferten Todesstunde Jesu, lädt die Kirche zur Feier vom Leiden und Sterben Christi ein. Der Wortgottesdienst und die Kreuzverehrung bringen die Ehrfurcht und den Dank der Christen für Tod und Auferstehung Jesu zum Ausdruck.

Der Karsamstag ist ein stiller Tag. Zum Zeichen der Grabesruhe Christi finden keine Eucharistiefeiern statt.