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Die Karwoche als Vorbereitung auf Ostern

Die Karwoche oder „heilige Woche“ ist die Woche unmittelbar vor Ostern. Sie beginnt mit dem Palmsonntag und markiert die letzten Tage Jesu Christi: Wir gedenken des Leidens, des Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi. Die Karwoche ist für Christen die wichtigste Woche des Kirchenjahres, denn sie führt zur inneren Mitte unseres Glaubens – zu Ostern.

„Kar“ stammt vom althochdeutschen Wort „chara“ oder „kara“ und bedeutet klagen, trauern. Abendmahl, Kreuzestod und Auferstehung Jesu gehören zusammen. Das Osterfest wird mit verschiedenen heidnischen und christlichen Bräuchen und Symbolen verbunden, wie dem Hasen, Ei, Osterfeuer, Osterwasser, Osterlamm und der Osterkerze.

Quelle: Kompass / Jörg Volpers

Am Gründonnerstag gedenkt die Kirche des letzten Abendmahls, das Jesus mit seinen Jüngern hielt. Judas hat Jesus ausgeliefert und Jesus weiß bereits davon. Deshalb feiert er ein ganz besonderes Abendmahl: das Letzte Abendmahl. Als Zeichen vorbehaltloser Bereitschaft zum Dienst am Nächsten werden im Gottesdienst nach dem Beispiel Jesu 12 ausgewählten Gläubigen die Füße gewaschen. Nach dem Gloria-Gesang verstummen Orgel und Glocken, die Blumen und Kerzen werden weggeräumt.

Das bleibt so bis zur Osternacht. Das Kreuz steht am Karfreitag im Mittelpunkt. Es erinnert an den Tod und das Sterben Jesu. Im Blick auf Ostern wird es für uns Christen zum Zeichen des Sieges. Der Karfreitag ist zunächst aber der Trauer, dem Gedenken an das Leiden und den Tod Jesu gewidmet. Verraten, verlassen, verhöhnt – am Karfreitag wird der Sohn Gottes gequält, gefoltert und gekreuzigt. Um die neunte Stunde stirbt Jesus  schließlich – und mit ihm scheinbar jede Hoffnung.

Wir gedenken im Gottesdienst der Leidensgeschichte Jesu. Am Karsamstag herrscht Grabesruhe. Es finden bis zur Osternacht keine Gottesdienste statt.

Barbara Ogrinz