Sie sind hier: Kompass@ / Schwerpunkte

Schwerpunkte

Jede Kompass-Ausgabe beginnt mit einem Schwerpunktthema. Dieses ist in der Regel untergliedert in einen Grundsatzartikel, ein Interview zu diesem Thema und einen Kommentar zur Sache. Ab 2010 werden diese drei Haupttexte kompetenter Persönlichkeiten zunehmend durch weiteres Material (Originalzitate, Statistiken, Fotos, ...) und exklusive Inhalte hier im Internet ergänzt.


Zum leichteren Auffinden in den online archivierten Ausgaben sehen Sie hier die monatlichen Schwerpunktthemen aufgelistet:

Übersicht der Schwerpunkte

© Doreen Bierdel

Syrien – (k)ein Advent

Kann man in Europa überhaupt guten Gewissens Advent feiern – und anschließend Weihnachten, das „Fest des Friedens“ –, wenn gleichzeitig Aleppo bombardiert wird und aus dem Bürgerkrieg in Syrien nach fünf Jahren ein Stellvertreterkrieg mehrerer Mächte geworden ist? Doch leider gibt es fast immer irgendwo auf der Welt eine kriegerische Auseinandersetzung – auch zur Advents- und Weihnachtszeit.


© 2016 Bundeswehr / Jonas Weber

Was sind uns Soldaten wert?

Wenn von der Wertschätzung der Soldaten in der deutschen Gesellschaft die Rede ist, wird weiterhin gerne der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler mit seinem Wort vom „freundlichen Desinteresse“ zitiert. Im Kommentar des Journalisten Thomas Wiegold, der das Blog „Augen geradeaus!“ verantwortet, wird im November-Kompass 2016 deutlich, dass auch in den USA „nicht alles besser“ ist.

Dr. Heiko Biehl vom „Forschungsbereich Militärsoziologie“ am „Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ ermutigt in seinem Grundsatz-Beitrag die Soldaten mit dem Zitat von Alt-Kanzler Helmut Schmidt: „Dieser Staat wird euch nicht missbrauchen.“ Der Bundesvorsitzende der „Gemeinschaft Katholischer Soldaten“, Oberst Rüdiger Attermeyer, äußert in diesem Zusammenhang Zweifel, ob das Weißbuch der Bundesregierung 2016 hier hilfreich sein wird.


Zerfällt die Europäische Union?

Derzeit sehr aktuell: In diesem Jahr erhielt Papst Franziskus den Internationalen Karlspreis; die Rede des Kommissions-Präsidenten Juncker am 14. September; Tagungen der Staats- und Regierungschefs sowie der Verteidigungsminister in Bratislava; „Brexit“ und im kommenden Jahr das 60-jährige Jubiläum der Römischen Verträge. 

Aus diesem Grund steht auch die Gesamtkonferenz der Katholischen Militärseelsorge Mitte Oktober in Paderborn unter dem Motto: „Europa: Facetten einer Krise“ und unter der Frage: „Quo vadis, Europa?“ Politiker aus Europaparlament und Bundestag, Soldaten aus dem Verteidigungsministerium, Wissenschaftler und Kirchenvertreter äußern sich sowohl vor den Militärseelsorgern als auch im Oktober-Kompass 2016.

 


Muslime in den Streitkräften

An diesem Thema kommt man seit einigen Jahren nicht mehr vorbei: Muslime in Deutschland – und in den Streitkräften. Zu der Frage, ob und wie es eine muslimische Militärseelsorge in der Bundeswehr geben kann oder gar muss, finden Sie hier Antworten: Ausgehend von Originaltönen muslimischer Soldaten lesen Sie Beiträge aus der Islamischen und der Katholischen Theologie sowie aus der Katholischen Militärseelsorge; abschließend einen Kommentar des Militärgeneralvikars und als zusätzlichen Artikel – hier im Internet – aus der Sozialforschung. Einige Link- und Lese-Tipps runden das Titelthema im September-Kompass 2016 ab.

 

 


Familien und die Politik

„Familie“ ist – neben Ehe und Partnerschaft – ein zentrales Thema sowohl für die Politik als auch die Kirche. Ausgehend von einer biblischen Perspektive und den bisher insgesamt acht „Familienberichten“ der Bundesregierung wird in der Doppelausgabe Juli / August 2016 die Familienpolitik aus kirchlicher und politikwissenschaftlicher Sicht in Augenschein genommen. Das vom Katholischen Militärbischof geförderte „Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft“ (ZFG) an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt kommt mit einem Kommentar und Veröffentlichungen zu Wort. Auch die Reihe „Kompass Glauben“ befasst sich mit dem „Band der Liebe – Bund der Ehe“. Und das Familienteam der „Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung“ (KAS) stellt ein Familienseminar zur Einsatznachbereitung im neuen Berliner KAS-Zentrum vor.

 

 

 

Weißbuch 2016 – Wohin läuft die Bundeswehr?

Noch vor der diesjährigen Sommerpause – also in den Monaten Juni oder Juli – soll das neue Weißbuch der Bundesregierung das Licht der Öffentlichkeit erblicken. In bereits zwei Ausgaben (März und November 2015) hat die Zeitschrift des Katholischen Militärbischofs den Entstehungsprozess dieses Grundsatzpapiers begleitet.
Nun wagt „Kompass. Soldat in Welt und Kirche“ Anfang Juni 2016 eine Vorausschau auf den fertigen Text und dokumentiert Stimmen dazu aus Kirche und Bundeswehr, aus Wissenschaft und parlamentarischer Opposition. Schon in kurzer Zeit wird die Möglichkeit bestehen, sowohl Anspruch und Wirklichkeit als auch die Kommentare vor und nach der Veröffentlichung zu vergleichen.

 

 

Hundert Katholikentage – und weiter?

Seit 1848 gibt es Deutsche Katholikentage. Vom 25. bis 29. Mai 2016 findet in Leipzig der 100. statt. Sicher ein Anlass zum Feiern und Zurückschauen, aber auch für die Überlegung, ob und wie es mit diesem kirchlichen Großereignis in naher und ferner Zukunft weitergehen wird. Mehrere Soldaten erklären in der Mai-Ausgabe 2016 von „Kompass. Soldat in Welt und Kirche“, warum sie am Jubiläums-Katholikentag teilnehmen werden. Der neue Präsident des ausrichtenden Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Sternberg, und der Sozialethiker Prof. Kruip begleiten die Entwicklung kritisch und offen für Veränderungen. Und zwei „Gastgeber“, der Leipziger Oberbürgermeister Jung und der Diözesanratsvorsitzende von Dresden-Meißen, Dr. Legutke, blicken erwartungsvoll voraus auf das Treffen in einer der „religionslosesten Regionen Europas“.

 

 

2x7 Werke der Barmherzigkeit

Seit der Wahl von Papst Franziskus vor drei Jahren im März 2013 und vor allem, nachdem er ein besonderes „Heiliges Jahr der Barmherzigkeit“ ausgerufen und es am 8. Dezember 2015 begonnen hat, rückt das alte Wort „Barmherzigkeit“, das häufig in Vergessenheit geraten war, wieder mehr ins Bewusstsein.

In der April-Ausgabe 2016 des Kompass werden in der diesjährigen Osterzeit sowohl die Barmherzigkeit als auch die Konsequenzen daraus von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachtet. Zum Titelthema gehören z. B. auch die Beschäftigung mit den biblischen Gleichnissen vom „Barmherzigen Vater“ und vom „Barmherzigen Samariter“ sowie einige Empfehlungen für aktuelle Bücher.

 

 

© Fabio Venni / flickr

60 Jahre Wehrverfassung in Deutschland

Nachdem bereits am 4.2.1956 mit Kardinal Wendel der erste Katholische Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr ernannt war, beschloss am 19.3.1956 – vor 60 Jahren – der Deutsche Bundestag mit breiter Mehrheit die Zweite Wehrergänzung des Grundgesetzes ebenso wie das Soldatengesetz und eine Reihe weiterer Vorschriften.

In der März-Ausgabe 2016 des Kompass ist Raum für die damalige Diskussion über die Wiederbewaffnung und eine genaue Betrachtung des politischen Prozesses. Der Sprecher des Beirats für Fragen der Inneren Führung, Parl. StS. a. D. Thomas Kossendey, beantwortet Fragen zu Vergangenheit und Zukunft und der Bundesvorsitzende der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) nimmt Stellung zu „60 Jahre Staatsbürger in Uniform“.

„Ich bin dann mal weg“ - Wallfahrten der Katholischen Militärseelsorge

Die Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes – seit fast 60 Jahren im Frühjahr auf Einladung des französischen Militärbischofs – ist zweifellos eine der größten und bekanntesten. In der Februar-Ausgabe 2016 des Kompass geht es jedoch nicht nur um die 58. Friedenswallfahrt vom 18. bis 24. Mai 2016, sondern auch um die vielen anderen – zu Fuß, mit Motorrädern oder auf unterschiedlichen Wegen – und grundsätzlicher: um das Pilgern in den Religionen insgesamt. Das ist mehr als ein „Wachstumstrend“ (Generalvikar Georg Kestel) und führt nicht nur nach Südfrankreich oder Nordspanien – Jakobsweg nach Santiago de Compostela –, sondern insgesamt zum „Sinnes-Wandel“ (Oberstleutnant Stefan Graichen) und steht bildhaft für das ganze „Leben als Pilgerweg“ (Prof. Petra Kurten).


Globalisierung der Gleichgültigkeit

Der Januar-Kompass 2016 bringt Gedanken zum Jahreswechsel von Militärgeneralvikar Bartmann und dem Katholikenrats-Vorsitzenden Aßmuth und befasst sich vor allem mit dem Weltfriedenstag am 1. Januar.

Die erste Ausgabe im neuen Jahr dokumentiert in Auszügen die Botschaft von Papst Franziskus „Überwinde die Gleichgültigkeit und erringe den Frieden“ sowie deren Grundlage, seine Predigt auf Lampedusa. Die Autoren des Schwerpunktthemas widmen sich der Gleichgültigkeit und dem Frieden aus philosophischer und theologischer Sicht. Ferner stellen wir eine Gebetsstunde, eine Arbeitshilfe und die Soldatengottesdienste zum Weltfriedenstag 2016 vor.


Matthäus 2,13

Das Evangelium nach Matthäus 2,13 besagt: „… Josef, … steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten …“ Es geht also im Kompass Dezember 2015 um Flucht und deren Ursachen, um Flüchtlingspolitik in Europa und in Deutschland. Im Advent des Jahres 2015 verbindet sich die höchst aktuelle Problematik „vor der eigenen Haustür“ mit der Herbergssuche der werdenden Eltern Maria und Josef in Betlehem und vor allem mit der Flucht der Heiligen Familie vor König Herodes. Vielfältige Beiträge dazu kommen vom UNHCR (Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen), von Caritas international, vom ZdK (Zentralkomitee der deutschen Katholiken) sowie vom JRS (Flüchtlingsdienst der Jesuiten). Auch die „Reportage vor Ort“ und weitere Rubriken widmen sich diesem Thema.


© KS / Doreen Bierdel

„Was ist wenn …?“ – Der Weißbuchprozess

Das Weißbuch 2016 „Zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr“ befindet sich mitten im Entstehungsprozess. Nach dem Auftakt im Februar, mit dem sich das Titelthema von Kompass. Soldat in Welt und Kirche 03/2015 befasst hatte, haben sich inzwischen auch die Kirchen zu Wort gemeldet und es sind mehrere gesellschaftliche Gruppen einbezogen worden.

Im Schwerpunkt von Kompass November 2015 werden nun verstärkt kritische Stimmen laut, u. a. vom Katholischen Militärbischof Overbeck, von der Gemeinschaft Katholischer Soldaten, der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie von den Professoren Justenhoven und Masala. Auch ein Studientag des Zentrums für ethische Bildung in den Streitkräften beschäftigte sich mit dem Weißbuchprozess in Bezug auf die Ethik Innerer Führung.


© Doreen Bierdel

Über die Sorge für das gemeinsame Haus: „LAUDATO SI‘“

Die „Umwelt-Enzyklika“ von Papst Franziskus hat in diesem Sommer große Resonanz ausgelöst. Anlässlich des neuen „Weltgebetstags für die Bewahrung der Schöpfung“ am 1. September und des Zusammentreffens am 4. Oktober 2015 von Erntedank und Gedenktag des Hl. Franz von Assisi, der den Sonnengesang „Sei gepriesen“ gedichtet hatte, widmet sich das Titelthema der Natur.
Angefangen von „Die Grenzen des Wachstums“ 1972 bis hin zum „Klimaneutralen Katholikentag“ 2016 bieten wir eine Fülle von Artikeln, Lese- und Handlungs-Tipps sowie Anregungen, u. a. von Prälat Dr. Karl Jüsten, Leiter des Katholischen Büros in Berlin, und von der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB). Selbst das Geistliche Wort und der „Kompass Glauben“ in der Ausgabe 10/2015 befassen mit sich dem Thema „Schöpfung“.


© Stihl024 / pixelio

Antikriegstag in Deutschland

Seit 1957 ist der 1. September auf Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Deutschland „Antikriegstag“. Wir fragten Bundesvorstandssekretär und Reservist Klaus Beck, wie heute das Verhältnis zwischen DGB und Bundeswehr ist. ZdK-Vizepräsidentin Karin Kortmann sucht nach der aktuellen Bedeutung dieses Tages. Der Generalvikar des Katholischen Militärbischofs Reinhold Bartmann erörtert die Beziehung der Kirche zu Pazifismus und „gerechtem Krieg“ – auch vor dem Hintergrund des katholischen Weltfriedenstags am 1. Januar eines jeden Jahres seit 1968. Ferner kommen in der Kompass-Ausgabe September 2015 die Sicht der deutschen Bischöfe auf Konfliktreduzierung, speziell Militärbischof Franz-Josef Overbeck zu „Religion und Gewalt“ und ein „einfacher Militärpfarrer“ zu Wort.


© Alex Shly / flickr 2015

Srebrenica 1995: Völkermord in der UNO-Schutzzone

Vor 20 Jahren, im Juli 1995, ereignete sich in Europa Unfassbares. In einem bis zum Staatszerfall Jugoslawiens bevorzugten Urlaubsgebiet vieler Touristen wurde – trotz der Anwesenheit niederländischer Blauhelm-Soldaten der Einheit Dutchbat und der internationalen Presse – in der UNO-Schutzzone Srebrenica Völkermord begangen. Der Kölner Jura-Professor Dr. Claus Kreß ordnet dies historisch und rechtlich ein und erklärt die Zusammenhänge. Dr. Gerhard Beestermöller, Professor in Luxemburg, nennt die bosnische Stadt Srebrenica „ein Symbol des Abgrunds“.


© Christina Lux

Eine Armee für Europa?

So könnte es auch sein, wenn die alte Idee einer „Europa-Armee“ bald verwirklicht würde. Allerdings benennen im Juni-Kompass 2015 Karl-Heinz Kamp von der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), Staatssekretär a. D. Professor Walther Stützle und der Journalist Thomas Wiegold auch Zweifel und offene Fragen, ob bzw. bis eine einheitliche Armee aus den europäischen Ländern zusammenwächst. Vielleicht ähnlich, wie die gemeinsamen Streitkräfte Deutschlands über einen langen Zeitraum aus der früheren deutschen Kleinstaaterei hervorgingen?


Bundesarchiv, Bild 183-J31399 / Unbekannt / CC-BY-SA 3.0

Vor 70 Jahren: Deutschland kapitulierte bedingungslos Niederlage oder Befreiung?

Das Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 wurde über viele Jahre in Ost und West unterschiedlich betrachtet – auch im Mai 2015 wird es in den damals beteiligten Ländern vielfältig begangen werden. Prägend für die Sichtweise in den vergangenen 30 Jahren war jedenfalls die Rede von Bundespräsident Richard von Weizsäcker im Bundestag am 8.5.1985, aus der wir einen Auszug abdrucken.

Der Historiker Oberst Prof. Winfried Heinemann, der Politiker Martin Kastler und Generalmajor Jürgen Weigt deuten in Ausgabe 05/15 das Nachkriegsgeschehen für Soldaten, Politik und Europäische Friedensordnung in unseren Tagen.


© KMS / Doreen Bierdel

Ostern 2015: Christ und Soldat

Das Fest der Auferstehung Jesu ist das Hauptfest der Kirche. Sowohl christliche Theologen als auch Soldaten nähern sich in Ausgabe 4/15 den Fragen: „Was heißt Auferstehung?“ und „Wie gehen Sie damit in Ihrem persönlichen Leben um?“

Außer dem Schwerpunktteil des April-Kompass widmen sich auch das Geistliche Wort („Wer rollt uns den Stein weg?“), der „Kompass Glauben“ (Von der Kostbarkeit des Lebens) und der Kommentar „Achillesferse Auferstehung“ dem Titelthema: Der Überlegung, was damals mit Jesus Christus geschah und was für uns nach dem Tod kommt.


©  Bundeswehr / Sebastian Wilke

Braucht Deutschland ein Weißbuch?

Zehn „Weißbücher“ zur Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland und zur Entwicklung der Bundeswehr gab es von 1969 bis 2006. Nach fast zehn Jahren begann im Februar die Erarbeitung eines neuen für 2016. Wozu ist das nötig, kommen darin auch Friedensethik und Religion vor, wie kann man sich am Prozess beteiligen?

Viele Fragen, auf die im Kompass März 2015 Antworten von Prof. Sven Gareis, Verteidigungsminister a. D. Franz Josef Jung, Brigadegeneral Carsten Breuer, dem Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus, Dr. Hilmar Linnenkamp und nicht zuletzt in Auszügen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu finden sind. Außerdem dazu das Editorial und ein kurzer Bericht von der Auftaktveranstaltung in Berlin am 17.2.2015.


© ILO / A. Khemka

Welttag des Friedens

Das Jahr und der Monat Januar 2015 beginnen – wie seit fast 50 Jahren – am 1.1. mit dem Weltfriedenstag. Papst Franziskus hat ihn wiederum der „Geschwisterlichkeit“ gewidmet und ihm das Motto gegeben: „Nicht länger Sklaven, sondern Brüder und Schwestern!“ C. Strässer, der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, geht besonders auf Kinderarbeit ein, P. Spiegel, MISEREOR-Geschäftsführer, antwortet im Interview auf Fragen zu „moderner Sklaverei“ und Erzbischof L. Schick kommentiert u. a. den Menschenhandel.

Immer wieder spielen in den Beiträgen zum Kompass-Schwerpunkt die Botschaft von Papst Franziskus vom 10.12.2014 sowie die Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz dazu eine Rolle. Auch die Ergebnisse der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und die Zahlen des „Global Slavery Index 2014“ werden mehrfach zitiert.

 

 


© flickr / marfis75

Verfolgung und Gewalt gegen Christen

Gewalttaten sind nicht automatisch immer eine „Christenverfolgung“; zudem werden auch andere Religionen und Minderheiten Opfer von Gewalt. Dennoch ist es traurige, oft verdrängte Realität, dass weltweit die Christen auch in unserer aufgeklärten Zeit zu den am meisten bedrohten und bekämpften Gruppen gehören. Scheinbar kein besonders weihnachtliches Thema? Jesus Christus selbst wurde nach dem Weihnachts-Evangelium aus politischen Gründen verfolgt und zum Flüchtling.

Im Dezember 2014 stellt Professor Stobbe im Grundsatz fest, dass dies kein neues Phänomen ist. Organisationen wie das Zentralkomitee der deutschen Katholiken, das päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ und der Stephanuskreis äußern sich aktuell zur Gewalt gegen Christen. Und auch die Serie „Kompass Glauben“ beschäftigt sich unter dem Aspekt der Rache damit.


© flickr / Thomas Brauner 7. Januar 1990: Abriss der Mauer am Reichstag in Berlin

Freiheit und Einheit – 25 Jahre nach dem Mauerfall

Der 9. November ist für Deutschland ein geschichtsträchtiges Datum. Im November 2014 steht das Jubiläum des „Mauerfalls“ mit der Freiheit für die DDR-Bürger und dem Weg zur deutschen Einheit im Vordergrund. Der Autor des Standardwerks „Chronik des Mauerfalls“, Dr. Hans-Hermann Hertle, weist auf die Bedeutung der Medien für die Maueröffnung hin. General a. D. Wolfgang Schneiderhan und der ehemalige Militärpfarrer Thomas Bohne schildern ihre damaligen Erlebnisse in Bundeswehr und Kirche. Aktuelle Aspekte von Freiheit und Einheit werden sichtbar im Filmtipp über Edward Snowden und im Hinweis auf Gottesdienste für die Einheit der Christen am 21. November 2014 anlässlich des 50. Konzils-Jubiläums.


Quelle: flickr / The U.S.Army / Staff Sgt. Samuel Bendet

„Lessons learned?“ – ISAF-Summary

Lektion gelernt? Der Schwerpunkt über rund 13 Jahre Afghanistan-Einsatz und „International Security Assistance Force“ ist im Oktober 2014 einerseits bestimmt durch den fortgeschrittenen Abzug der Bundeswehr, andererseits durch die Gesamtkonferenz der Katholischen Militärseelsorge, die sich vom 20. bis 24.10.14 in Berlin diesem Thema widmet.
In einem breiten Spektrum von Artikeln inkl. Dokumenten von 2001 wagen bekannte Autoren eine Bilanz und versuchen daraus Schlüsse für zukünftige Auslandseinsätze zu ziehen: die ehemaligen Staatssekretäre bzw. Bundestagsabgeordneten Walther Stützle und Winfried Nachtwei, die Wissenschaftler Thomas Hoppe und Klaus Naumann, der Militärbischof und der Wehrbeauftragte. Auch die Gemeinschaft Katholischer Soldaten ist mit einer aktuellen Erklärung vertreten.


Das Titelbild stammt aus einem Fotoalbum des Kriegspfarrers Georg Paulus und zeigt eine Krankenstation in Russland nach einem Granateinschlag im Dezember 1941.

Überfall auf Polen. 1. September 1939: Beginn des Zweiten Weltkriegs

Viel wird in diesen Wochen über die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts gesendet und geschrieben. Hier liegt der Schwerpunkt auf dem Anfang des Angriffskriegs, die Rolle der katholischen Kirche in dieser Zeit und besonders die damals eingebundene Feldseelsorge – im Vergleich zur heutigen Militärseelsorge.
Wir dokumentieren in diesem Zusammenhang Daten und Originaltexte aus den Jahren 1933–1965; der Herausgeber, Militärbischof Overbeck, beantwortet umfassend einige Fragen; und ein Kommentar zum Verhältnis Polen – Deutschland rundet das Hauptthema im September 2014 ab.


Quelle: Timo Klostermeier / pixelio

Einmischen oder zurückhalten? 

Vor einhundert Jahren begann der Erste Weltkrieg. Seitdem hat sich „Deutschlands Rolle in der Welt“ mehrfach gewandelt und ist im Begriff, sich weiter zu verändern. Gerade jüngste Äußerungen von Bundespräsident J. Gauck u. a. gehen in die Richtung, mehr Verantwortung zu übernehmen.

Die aktuelle Umfrage „Einmischen oder zurückhalten?“ gibt Aufschluss über die Sicht der Deutschen zur Außenpolitik und wird im Grundsatz-Artikel erläutert. Ergänzt wird dieser Einblick durch ein Interview mit dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses H.-P. Bartels und durch den Kommentar „Wahrhaftigkeit statt Verdrängung!“ des ehemaligen Wehrbeauftragten R. Robbe. Der „Kompass“ 07-08/14 gibt den verschiedenen Ansichten Raum.


Krise in Osteuropa – WAS IST WENN?

Ausgelöst durch die Situation der letzten Wochen in der Ukraine befassen sich die Autoren – Osteuropa- und NATO-Experten, Politikwissenschaftler und ehemalige Soldaten – im Schwerpunktthema der Ausgabe 06/14 mit den Spannungen zwischen Russland und der EU bzw. „dem Westen“. Exemplarisch gehen sie dabei auf die „paneuropäische Sicherheitskooperation“ bzw. die Idee einer „Eurasischen Union“ ein. Auch Militärbischof Overbeck äußerte sich in einem Interview zur aktuellen Lage, die sich letztlich auch auf die deutschen Streitkräfte auswirken könnte. Der Juni-Kompass erscheint unmittelbar nach den Wahlen zum Europa-Parlament und der ukrainischen Präsidentschaftswahl, die gleichzeitig am 25.5.2014 stattfanden.


Haben Katholikentage noch eine Zukunft?

Vom 28.5. bis 1.6.2014 findet in Regensburg der 99. Deutsche Katholikentag statt. Hat sich diese Veranstaltungsform seit der ersten „Generalversammlung“ 1848 nicht totgelaufen oder inzwischen aufgebläht? Auch Soldaten und die Katholische Militärseelsorge werden sich in diesem Jahr wiederum beteiligen; dennoch ist zwei Jahre vor dem 100. Katholikentag in Leipzig eine kritische Betrachtung erforderlich. Diese wird aus Sicht eines Historikers, eines Journalisten und einer Politikerin durch Prof. Winfried Becker, Dr. Ulrich Ruh und Dr. Claudia Lücking-Michel (MdB und ZdK-Vizepräsidentin) vorgenommen. Aktuelle Veranstaltungstipps für Regensburg runden am Ende der Ausgabe 05/14 das Schwerpunktthema ab.


Wem gehört die Welt? – Woran orientiert sich deutsche Außen- und Sicherheitspolitik?

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier gibt grundsätzliche Antworten auf diese Fragen und äußert sich aktuell zu Ukraine und Krim. Der Sozialethiker Gerhard Kruip benennt im Interview christlich-anthropologische Gesichtspunkte. Klaus Naumann, Hamburger Militärhistoriker, zieht in seinem Kommentar eine kritische Zwischenbilanz und stellt vier Forderungen auf. Aus den letzten Jahren runden die Einschätzung des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und ein Auszug aus den Verteidigungspolitischen Richtlinien von 2011 den Blick auf die Welt ab. Auch zwei Podiumsdiskussionen der Katholischen Friedensstiftung passen gut zu diesem Schwerpunktthema in der Kompass-Ausgabe 4/2014.


Neue Afrikapolitik? – Afrika erneut im europäischen Interesse 

In den ersten Monaten des Jahres 2014, speziell in der „Kompass“-Ausgabe 03/14, stehen Auslandseinsätze der Bundeswehr neben bzw. nach Afghanistan im Mittelpunkt des Interesses. Durch verschiedene Krisen und durch Äußerungen deutscher Politiker auf der Münchner Sicherheitskonferenz, die hier dokumentiert sind, rückt besonders der afrikanische Kontinent in den Fokus. Dazu äußern sich der Parlamentarische Staatssekretär Markus Grübel, der Stv. SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich, Erzbischof Ludwig Schick, Misereor-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon und der Katholikenrat beim Katholischen Militärbischof.


Braucht Deutschland Streitkräfte?
Die Frage auf der Titelseite und damit das Schwerpunktthema von „Kompass. Soldat in Welt und Kirche“ im Februar 2014 klingt zunächst ungewöhnlich. Wenn man aber – wie die Autoren von der „Stiftung Wissenschaft und Politik“ und der Konrad-Adenauer-Stiftung oder der Journalist Thomas Wiegold – die Veränderungen der letzten 60 Jahre seit Gründung der Bundeswehr sowie die aktuelle Entwicklung der Auslandseinsätze anschaut, so ist sie sehr berechtigt. Antworten finden Sie in den Stichworten zum Schwerpunkt, in Grundsatzartikel, Interview und Kommentar!


Quelle: Rolf Bauerdick / Kindermissionswerk

Gebet für den Frieden in der Welt 2014
Ausgehend von der ersten Friedensbotschaft von Papst Franziskus zum Weltfriedenstag am 1. Januar beschäftigen sich die unterschiedlichen Autoren mit Brüderlichkeit und Globalisierung, mit Religionsdialog und dem Weg des Friedens. Das Schwerpunktthema der „Kompass“-Ausgabe 01/2014 bietet aber auch Raum für konkrete Arbeitshilfen zu Gebetsstunden und Messen, für die Ankündigung der Soldaten-Gottesdienste in den einzelnen Bistümern, für persönliche Ansichten u. a. in Interview und Kommentar. Reportagen aus einer Suppenküche und von der OASE-Einsatzbetreuung sowie die „Katholische Friedensstiftung“ runden das Thema ab.


Deutschland im Advent: Flüchtlinge vor der Tür
Die Flüchtlingsproblematik beschäftigt auch im Dezember 2013: Weltweit sind zahllose Menschen auf der Flucht – vor Kriegen und Gewalt, vor Naturkatastrophen und Hunger, auf der Suche nach einer neuen Heimat. Der Schwerpunkt der „Kompass“-Ausgabe 12/2013 widmet sich besonders den Ausländern und Asylbewerbern direkt vor unserer Tür, die uns gerade vor Weihnachten daran erinnern, dass auch Jesus Christus heimatlos und angewiesen auf Gastfreundschaft war. Dabei geht es neben persönlicher Betroffenheit auch um die Politik in Deutschland und Europa.


Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Vor 30 Jahren: NATO-Doppelbeschluss
1983 – „ein Schicksalsjahr im Kalten Krieg“ mit Massendemonstrationen, Hirtenworten und politischen Auseinandersetzungen. Doch welche Rolle spielen Sicherheitspolitik, Friedensbewegung und Auslandseinsätze heute nach der Auflösung der „Blöcke“? Im Schwerpunkt des „Kompass“ November 2013 schildern Zeitzeugen ihre Erfahrungen früher und heute. Der Blick auf Nuklearraketen damals und Kampfdrohnen jetzt ist sowohl historisch geprägt als auch politisch aktuell. Lesenswert ist weiterhin ein Auszug aus dem Wort „Gerechtigkeit schafft Frieden“, das die deutschen Bischöfe bereits im April 1983 vorlegten.


Bundesregierung / Bernd Kühler

Regierungshandeln 2013–2017
Herausforderungen und Entscheidungen in der Sicherheitspolitik – sie stehen nun bald an, wenn die Koalitionsverhandlungen und die Regierungsbildung nach der Wahl zum Bundestag am 22.9.13 zum Abschluss gekommen sind. Im Schwerpunktteil der Oktober-Ausgabe 2013 werden frühzeitig Antworten gegeben auf die Fragen nach den sicherheitspolitischen Herausforderungen, den „Hausaufgaben“ für die neue Bundesregierung und nach den notwendigen Korrekturen an der Neuausrichtung der Bundeswehr, die von dem bisherigen oder einem neuen Verteidigungsminister fortgesetzt und womöglich bis zum Ende der Legislaturperiode 2017 abgeschlossen werden muss.


Thomas Siepmann / pixelio.de

Wahlen 2013 in Deutschland
Anlässlich der Wahl zum Bundestag am 22.9.13 und mehrerer Landtagswahlen stellt die Zeitschrift des Katholischen Militärbischofs im September 2013 die Frage, was die „Kirche unter Soldaten“ vom neugewählten Parlament und der zukünftigen Regierung erwartet.

Dazu zitieren wir aus den Wahlprüfsteinen katholischer Organisationen und es zeigt sich, dass die Sicherheitspolitik jedenfalls wohl nicht wahlentscheidend sein wird. Der KNA-Chefredakteur, ein ehemaliger Verteidigungs-Staatssekretär und der aktuelle Wehrbeauftragte geben ihre (nicht parteipolitische) Einschätzung und „last, but not least“ antwortet der Herausgeber, Militärbischof Overbeck, selbst auf Fragen nach seinen Erwartungen.


Kamerad oder Kollege?
Die Frage des Themen-Schwerpunkts der Doppelausgabe des „Kompass“ im Sommer 2013 lässt sich nicht immer eindeutig beantworten. Klar ist, dass „Kameradschaft“ vor allem in militärischen Zusammenhängen eine Rolle spielt und bei der Bundeswehr im Soldatengesetz und in der ZDv 10/1 „geregelt“ ist.

In Interview, Grundsatzartikel und Kommentar arbeiten die Autoren die Unterschiede zwischen Kollegen und Kameraden heraus; und auch der Wehrbeauftragte Königshaus betont den Wert von Kameradschaft. Darüber hinaus wird an mehreren Stellen der Hochwassereinsatz von Soldaten im Juni 2013 mit dem Kameraden-Begriff in Verbindung gebracht.


Die Welt und ihr Flüchtlingselend
Das Schwerpunkt-Thema der Zeitschrift-Ausgabe „Kompass“ Juni 2013 betrachtet anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20.6. und der Syrien-Krise die Lage von Flüchtlingen – nicht nur im Nahen und Mittleren Osten. Ihnen sind eine eigene Reportage, Grundsatz-Artikel, Kommentar zur Sache, Stimmen von Kirche, Verbänden und des Wehrbeauftragten sowie Aufrufe und Berichte zur Hilfe gewidmet.

Dabei geht es konkret um den Blick in Flüchtlingslager, um rechtliche Fragen und aktuelle Zahlen. Auch wenn Flucht und Vertreibung weltweite Auswirkungen haben und Mitteleuropa direkt betreffen, liegt der Schwerpunkt doch auf dem Vorderen Orient und Afrika.


Zwischen Dienst und Familie
In der Ausgabe 05/13 der Zeitschrift „Kompass“ steht die Familie im Mittelpunkt bzw. ihre oft beschworene Vereinbarkeit mit Beruf und Dienst. Dazu gibt es inzwischen einige Papiere (Familienreport, Grundsatzerlass des BMVg, …) und auch die Katholische Soziallehre hat sich schon lange damit beschäftigt.

In zwei Interviews und einem Kommentar werden das „unmögliche Unterfangen“ Vereinbarkeit und die besonderen Herausforderungen innerhalb der Truppe thematisiert. Auch der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages geht in seiner regelmäßigen Kolumne auf „Verlässlichkeit und Flexibilität“ ein.


Papst Johannes XXIII.: 50 Jahre Enzyklika „Friede auf Erden“
Die April-Ausgabe 2013 der Zeitschrift „Kompass“ widmet sich dem goldenen Jubiläum des päpstlichen Rundschreibens Pacem in Terris, das während des Zweiten Vatikanischen Konzils und mitten im Kalten Krieg am 11.4.1963 veröffentlicht wurde. Erzbischof Dr. Ludwig Schick stellt seine bleibende Aktualität dar, Bundestagsvizepräsident Dr. Wolfgang Thierse würdigt die Enzyklika aus Sicht eines damaligen DDR-Katholiken und AMI-Präsident Generalmajor Norbert Sinn fragt aus diesem Anlass nach dem umfassenden Frieden. Über die hier ebenfalls angekündigte Jubiläumsveranstaltung am 9./10.4.2013 in Berlin wird dann in der Mai-Ausgabe berichtet.


ISAF geht. Rückzug oder Abzug?
In der März-Ausgabe 2013 der Zeitschrift „Kompass“ dreht es sich schwerpunktmäßig um den langjährigen Einsatz der Bundeswehr und der NATO in Afghanistan bzw. sein bevorstehendes Ende. Das Land am Hindukusch gehört auch jetzt noch zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt und es stellt sich die weitere Frage: Was kommt danach? Im engen Zusammenhang damit stehen zwei Erklärungen zur Drohnenkriegsführung und zum Rüstungsexport.


Zerfallende Staaten
Die Februar-Ausgabe 2013 der Zeitschrift „Kompass“ enthält ein Schwerpunkt-Thema mit trauriger Aktualität: Durch die Auseinandersetzungen in Mali blickt die Allgemeinheit genauer auf „Failing States“. Der Umgang damit wird von Staatsminister a. D. Erler kommentiert. Die fragilen Staaten werden außerdem aus Sicht der Politikwissenschaft und eines katholischen Hilfswerks betrachtet. Aktuelle Hinweise zu Mali, Somalia und anderen gefährdeten Ländern geben ferner Militärgeneralvikar Wakenhut und Leitlinien der Bundesregierung.


Selig, die Frieden stiften
Das Schwerpunkt-Thema der Januar-Ausgabe 2013 greift das Motto auf, das Papst Benedikt XVI. dem 46. Weltfriedenstag am 1. Januar 2013 gegeben hat. Mit der Frage, wer heute Friedensstifter ist und ob die Soldaten der Bundeswehr dazugehören, befassen sich der Chefredakteur im Editorial, W. Nachtwei im Interview „Einsatzaufträge …“, K.-H. Lather im Kommentar zur Sache sowie der Wehrbeauftragte in seiner Kolumne. Außerdem werden Arbeitshilfen und Termine zum Friedensgebetstag vorgestellt.


Ich verkünde euch eine frohe Botschaft

Das Schwerpunkt-Thema der Advents-/Weihnachtsausgabe 2012 setzt die gute Nachricht von der Geburt Christi und dem Frieden auf Erden in Bezug zu den aktuellen, weltweiten Konflikten und zu den Erfahrungen von Soldaten und Seelsorgern, besonders im Auslandseinsatz. Eröffnet werden die Schwerpunktseiten durch den Adventsgruß des Militärbischofs und eine Besinnung des Wehrbeauftragten des Bundestages.


Waffen - ethisch neutral?

Angestoßen durch den Wunsch der Luftwaffe, auch für die Bundeswehr eigene bewaffnete Drohnen zu beschaffen, sind Waffen grundsätzlicher ethisch zu betrachten. Luftwaffeninspekteur General K. Müllner begründet das Vorhaben, der Jesuit N. Klein setzt es ins Verhältnis zum Völkerrecht, Dr. B. Koch kommentiert es kritisch und die Anfragen der Bischöfe Ackermann und Overbeck daran werden dokumentiert.
Eine breite friedensethische Diskussion darüber wäre – nicht nur im November 2012 – wünschenswert.


Diener des Friedens

Vor 50 Jahren, am 11. Oktober 1962, eröffnete Papst Johannes XXIII. das 2. Vatikanische Konzil. Erst an seinem letzten Sitzungstag, dem 7. Dezember 1965, wurde die Pastoralkonstitution „Gaudium et Spes“ verabschiedet, die eine neue Grundlage des soldatischen Selbstverständnisses mit sich brachte, das noch heute gilt. In der Kompass-Ausgabe Oktober 2012 werden die Entwicklung seither und die Bedeutung der großen, weltweiten Kirchenversammlung des 20. Jahrhunderts bedacht und beschrieben.


„Lebenswelt Bundeswehr"

Die Kenntnis der sozialen Milieus kann in Kirche, Pädagogik und der Sozialen Arbeit helfen, neue Zugangsmöglichkeiten zu Menschen zu eröffnen, die bislang kaum oder gar nicht erreicht werden. Aus diesem Grund hat auch die Katholische Militärseelsorge Studien über „Die Sinus-Milieus® in den Streitkräften“ in Auftrag gegeben. Hier werden aktuelle Ergebnisse übersichtlich dargestellt und Meinungen sowie Tipps dazu wiedergegeben. So dient der September-„Kompass“ auch der Vorbereitung auf die Gesamtkonferenz der Katholischen Militärseelsorge Mitte Oktober 2012.


Wer. Dient. Deutschland? 

Ein Jahr nach der Aussetzung der Wehrpflicht zum 1. Juli 2011 ist mit etwas Abstand einzuschätzen, wie es dazu kam und wie sich die faktische Abschaffung von Wehr- und Zivildienstleistenden ausgewirkt hat.
Analog zum aktuellen Bundeswehr-Slogan „Wir. Dienen. Deutschland.“ lässt sich fragen, wer heute noch wie in den Streitkräften dient? Aus den unterschiedlichen Perspektiven von Politik, Wissenschaft, Kirche und Ethik finden Sie Antworten in Interviews, Zitaten, Betrachtungen und einem Kommentar.


"Veteranen" in Deutschland 

Nicht nur die Diskussion über die Einführung eines „Veteranentages“ macht diesen in Deutschland lange kaum benutzten Begriff aktuell. Auch die Auslandseinsätze der Bundeswehr scheinen langsam stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu dringen.
Aus historischer wie politischer Sicht auf die „Altgedienten“ oder „Heimkehrer“ werden Vergleiche angestellt mit der Vergangenheit und mit anderen Ländern. Zwei Kommentare widmen sich der Frage, ob und wie ein „Gedenktag“ für Veteranen sinnvoll sein könnte.


Strategie – Der Militärbischof und die Zukunft der Militärseelsorge 

Vor einem Jahr, am 6. Mai 2011, wurde Dr. Franz-Josef Overbeck als neuer Militärbischof eingeführt. In seiner Verantwortung unternimmt die Katholische Militärseelsorge von Oktober 2011 bis Oktober 2012 einen Strategieprozess. Diesen Schritt zur „Organisationsentwicklung“ stellen wir dar und lassen den Herausgeber der Zeitschrift „Kompass. Soldat in Welt und Kirche“ in einem ausführlichen Interview selbst zu Wort kommen.


Charisma im Heute 

Das „Charisma“ wird meist verstanden als Gnaden- oder Geistesgabe bzw. als „besondere Ausstrahlung“, je nachdem, ob es eher religiös, politisch oder umgangssprachlich verwendet wird. In den letzten Jahren war gerade in der Politik oft von „charismatischen Persönlichkeiten“ die Rede. Die Beiträge zu diesem Schwerpunktthema beleuchten das Phänomen vor allem aus bibel- und politikwissenschaftlicher Sicht.


Was dient dem Weltgemeinwohl?

Auf diese Frage antworten im Schwerpunktteil der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Bamberg, die Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Staatssekretärin a. D. Karin Kortmann, und der Theologe und Sozialethiker Prof. Dr. Thomas Hoppe, Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr, Hamburg. Der Begriff „Gemeinwohl“ fand spätestens vor fünfzig Jahren Eingang in die katholische Soziallehre und wurde mit dem 2. Vatikanischen Konzil (1962–1965) auf die ganze Welt bezogen.


Riten und Bräuche

Riten und Bräuche in Streitkräften - Das bekannteste militärische Ritual ist wohl der Große Zapfenstreich. Es gibt aber wesentlich mehr, wie etwa am Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr erarbeitet wurde. Ferner äußern sich zu diesem Schwerpunktthema der Präsidenten des Deutschen Reservistenverbandes, Roderich Kiesewetter MdB, und Prof. Dr. Marian Füssel. Aber auch verschiedene religiöse Bräuche und Riten werden vorgestellt, angefangen von den Sakramenten bis hin zu dem Besuch der Sternsinger und weiteren Anlässen im Kirchenjahr.


Weltfriedenstag 2012

„Junge Menschen zu Frieden und Gerechtigkeit erziehen“ – mit diesem Motto des Papstes für den 1. Januar 2012 und alle nachfolgenden Friedensgebete und -gottesdienste beschäftigen sich der neue „Jugendbischof“ Karl-Heinz Wiesemann, Speyer, und der BDKJ-Bundespräses Simon Rapp, Düsseldorf. Im Interview geht außerdem der aus Ägypten stammende Publizist Hamed Abdel-Samad auf die Jugend im „Arabischen Frühling“ ein.


Alle Jahre wieder

Der Schwerpunkt im Dezember 2011 liegt auf Advent und Weihnachten. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Bischöflichen Hilfswerks „Adveniat“ werden u. a. Bräuche und Probleme in Lateinamerika zu dieser Zeit beschrieben. Der Kommentar befasst sich mit einem Stück „Weltgeschichte“ des Jahres 2011 und im Geburtsland Jesu. Und die zebis-Direktorin Dr. Veronika Bock nennt Entwicklungen und Pläne in der ethischen Bildung für 2012 und darüber hinaus.


Beten im Einsatz

Beide Stichworte ziehen sich durch den Schwerpunktteil der Ausgabe November 2011 und darüber hinaus:

Das Gebet thematisieren Professor Jörg Splett in seinem Grundsatztext, Brigadegeneral Josef Blotz in seinem Kommentar und Militärseelsorger Markus Hille im Beitrag „Auf ein Wort“; um die Auslandseinsätze geht es unter anderem im Interview mit Militärpfarrer Andreas Vogelmeier, in der Reportage vor Ort aus Afghanistan und in der Kolumne des Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus.


Den Wandel gestalten – mit Profil in die Zukunft

Das Schwerpunktthema in der Ausgabe Oktober 2011 – nach dem Papstbesuch in Deutschland und vor der Gesamtkonferenz der Katholischen Militärseelsorge – beschäftigt sich mit dem Dialogprozess in der katholischen Kirche und den Strategieplänen der Militärseelsorge.

Auf den bereits zurückgelegten Weg blicken der Präsident des ZdK, Alois Glück (Grundsatzartikel), und das Mitglied im ZdK, General a. D. Karl-Heinz Lather, zurück. Erste Ergebnisse der neuen Sinus-Milieustudie werden vorgestellt (Kommentar zur Sache) – ergänzt durch Zahlen, Daten und weitere Informationen.   


9/11 und die Folgen

Der 10. Jahrestag des Mehrfach-Attentats in den USA vom 11. September 2001 bildete den Anlass, die Bedrohung durch den weltweiten Terrorismus und die Auswirkungen der Anschläge in Amerika und auf der ganzen Welt genauer zu beleuchten. Dabei kommen sowohl die aktuelle deutsche Außenpolitik als auch ein Zeitzeuge zu Wort, sowie ein Journalist, der im September 2011 direkt aus New York berichtet.     


          

Was kommt nach ISAF?

Die „International Security Assistance Forces“ (ISAF) sind seit fast zehn Jahren mit deutscher Beteiligung in Afghanistan im Einsatz. Die Reduzierung und der spätere Abzug der Truppen bzw. ein Ende des Einsatzes stehen bevor. Aus friedensethischer Sicht ist jedoch zu fragen, wie die Ergebnisse dieser internationalen Unterstützung gesichert und weiter entwickelt werden können. Was also kommt nach der Übergabe in die Selbstverantwortung des afghanischen Staates? Dazu äußern sich Militärbischof Franz-Josef Overbeck, Prof. Dr. Harald Müller, MdB Elke Hoff, MdB a. D. Winfried Nachtwei und der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus.


          

Das Internet – die Kirche - die Soldaten

Das Internet, moderne Medien, Kommunikation sind ständig wichtige Themen. Im Juni-Schwerpunkt werden sie anlässlich des „Welttags der sozialen Kommunikationsmittel“ am 5.6.2011 (in Deutschland am 11.9.2011) von vielen Seiten beleuchtet. Es geht um „Social Networking“, Blogs, WikiLeaks, die päpstliche Botschaft zum Mediensonntag – und auch die Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages kommt zu Wort. 


Mein Friede ist nicht von dieser Welt

Der „Österliche Friede“, den Jesus seinen Jüngern durch den Heiligen Geist zugesagt hat, ist mehr als nur ein Waffenstillstand oder rein menschliche Friedfertigkeit. Er steht unter dem „eschatologischen Vorbehalt“, dass er im Reich Gottes zwar bereits angebrochen ist, aber doch von uns Menschen hier auf Erden nicht abschließend verwirklicht werden kann. Zum Frieden von Ostern äußern sich der neue Militärbischof Franz-Josef Overbeck aus theologischer Sicht, politisch-praktisch der neue Verteidigungsminister Thomas de Maizière sowie politisch-ethisch Professor Heinz-Gerhard Justenhoven.


Porträt einer Bundeswehrsoldatin

Bundeswehr – quo vadis?
Die Bundeswehr richtet sich „vom Einsatz her denkend“ neu aus.Wie wird der Prozess der Neuausrichtung der Streitkräfte vorangehen? Gibt es Grenzen der Neuausrichtung, die sich aus Sicht der Friedensethik begründen? Die Wehrpflicht wird ausgesetzt und der Vorschlag Staatsbürger der europäischen Mitgliedsstaaten als zukünftige Soldaten zu rekrutieren, wirft die Frage auf, welches Personal in welchen deutschen Streitkräften zukünftig den Dienst für „das Recht und die Freiheit“ leisten wird.


Tugenden: Der Begriff ‚Tugend‘ bezeichnete in der Antike und im Mittelalter die Fähigkeiten eines Menschen, die er benötigte, um ein lobens- und bewundernswertes Leben zu führen.

Glaube, Hoffnung, Liebe, Weisheit/Klugheit, Gerechtigkeit, Mäßigung/Maß halten und – bei Soldaten vielleicht am naheliegendsten – die Tapferkeit. In der Summe stehen diese 7 „Primärtugenden“ seit dem Alten Testament für etwas Vollkommenes, Ganzes.


Religionsfreiheit, der Weg zum Frieden: Die Religionsfreiheit ist ein weltweites Grundrecht, das den Horizont von Menschlichkeit und Freiheit weitet. Auf Grundlage der Konzils-Erklärung „Dignitatis humanae“ von Dezember 1965 hat Papst Benedikt XVI. den 1. Januar 2011 als Gebetstag für den Weltfrieden mit der religiösen Freiheit in Zusammenhang gesetzt. Die katholische Kirche setzt sich damit nicht nur für ihre eigene Freiheit, sondern für die Grundrechte der Religionen und aller Menschen ein.


Advent unter den Soldaten: Die Sicht auf die Vorbereitungszeit für Weihnachten erschöpft sich nicht in Kritik an Konsum und fehlender Besinnung. Die Autoren nennen vielmehr Gedanken und Anregungen, wie gerade Soldatinnen und Soldaten versuchen können, diese besondere Zeit zu gestalten.
Auch die Beiträge „Kolumne des Wehrbeauftragten“, „Lexikon der Ethik“ und „Auf ein Wort“ beschäftigen sich im Dezember 2010 mit den Themen „Hoffnung“ und „Warten“.


 

Ehren und Gedenken: Am 27. November 2008 war der Grundstein für das Ehrenmal der Bundeswehr am Berliner Bendlerblock gelegt worden. Zwei Jahre danach waren die Fragen zu beantworten, ob es seinen Sinn erfüllt, die Erinnerung an die Toten der Bundeswehr zu ermöglichen, und wie weiterhin angemessene Ehrungen zu gestalten sind.
Außerdem ist der November 2010 mit seinen kirchlichen und staatlichen Totengedenktagen der geeignete Zeitpunkt, nach dem Wohin und Wofür menschlichen Lebens zu fragen.


 

Religiöse Kommunikation: Politiker-Interview und -Kommentar, Grundsatzartikel "Religiöse Kommunikation in Deutschland" und Exklusiv-Interviews als Video.


 

10 Jahre "Gerechter Friede": Am 27.9.2000 erschien das Hirtenwort der deutschen Bischöfe „Gerechter Friede“, das damals und in den vergangenen zehn Jahren sehr beachtet und diskutiert wurde.
Exklusiv im Internet bieten wir Ihnen Texte,Interviews und Kommentare zu diesem Schwerpunkt. Anlässlich des Jubiläums sehen Sie dazu die aktuellen Aussagen des Leiters der Katholischen Militärseelsorge, Generalvikar Prälat Walter Wakenhut im Video.

 


Feindesliebe: Wie das Thema „seinen Feind lieben“ aufzufassen ist, ist selbst mit Blick auf die christliche Osterbotschaft schwer zu entscheiden. Die Bibel fordert – vor allem im Neuen Testament – eindeutig dazu auf, auch wenn die Umsetzung fast unmöglich scheint. Trotzdem wird das Ziel radikale Feindbilder abzulegen, von vielen Seiten unterstützt.

 


Recht und Einsatz: Im Zusammenhang der Einsatz-Realität tun sich Fragen auf, deren Beantwortung erforderlich ist für die Rechtssicherheit von Streitkräften und Staaten. Dabei ist die Auslegung des Verhaltens von Soldaten und Politikern gebunden an verschiedene Faktoren wie Gesetzgebung oder Rechtsprechung. Ob Einsätze der deutschen Streitkräfte im Ausland an sich rechtens sind, steht hierbei besonders im Mittelpunkt der Debatten.

 


Kirche unter Soldaten: Anlässlich der Eröffnung des „zebis“ (Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften) widmet sich dieser Themen-Schwerpunkt den Aufgaben der Militärseelsorge u. a. im Lebenskundlichen Unterricht.
Was in Konfliktsituationen „richtig handeln“ heißt, ist nicht immer klar. Aus diesem Grund ist es wichtig, den wachsenden Bedarf an ethischer Bildung zu decken, um den Soldaten und Soldatinnen – vor allem im Auslandseinsatz – eine sichere Grundlage bieten zu können. Dies übernimmt die Militärseelsorge mit zahlreichen Angeboten „in Sachen Ethik“.

 


Welttag des Friedens: Papst Benedikt XVI. hatte den Weltfriedensgebetstag am 1. Januar 2010 unter das Motto gestellt: „Willst du den Frieden fördern, so bewahre die Schöpfung“.
Die unterschiedlichen Autoren stimmen zum Welttag des Friedens 2010 darin überein, dass als Grundlage des Friedens zwei Dinge dienlich sind: die Betrachtung der Welt als Gottes Schöpfung und der Wille, diese unversehrt zu bewahren. Als Voraussetzung dafür muss die „goldene Mitte“ zwischen Fortschritt, Entwicklung und dem Erhalt der Schöpfung gefunden werden. Der Weg dazu führt über Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Nächstenliebe.