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Der Heilige Geist kommt auf die Erde

Pfingsten ist das Fest der Erfahrung des Geistes Gottes. Gefeiert wird die Aussendung des Heiligen Geistes.
Nach dem Tod Jesu sahen sich die Jünger zunächst ihrer Hoffnung beraubt. Die Auferstehung Christi an Ostern ließ sie neuen Mut schöpfen. Die Erscheinungen Christi endeten mit seiner Himmelfahrt. Dann erfuhren die Jünger die Nähe Gottes durch ein Ereignis, das sie verwandelte. Aus einer ängstlichen Schar wurden plötzlich mutige Männer, die von ihrem Glauben in aller Offenheit redeten. Wie Lukas in der Apostelgeschichte erzählt, kam der Heilige Geist auf die Apostel und Jünger herab, als sie in Jerusalem versammelt waren (Apg 2,2-4):

„Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen,
wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt,
und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten;
auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen,
in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“

Von diesem Tag an verkündeten sie die Taten Jesu. Deshalb gilt Pfingsten auch als Geburtstag der Kirche. Nach dem christlichen Glauben empfängt noch heute jeder Christ den Heiligen Geist und wird dadurch „wiedergeboren“. Damals erfüllte er die Menschen mit Mut und Kraft. Diese Eigenschaft wird ihm auch heute noch zugeschrieben. Der Heilige Geist wurde ausgesandt, um die Person, das Wort und Wirken Jesu Christi lebendig zu halten. Als „Pfingstwunder“ bezeichnet man die wunderbare Fähigkeit der Jünger, in allen Sprachen zu sprechen und alle Sprachen zu verstehen.
Die „Babylonische Sprachverwirrung“ wurde aufgehoben, mit der Gott die Menschen für die Hybris des Turmbaus zu Babel bestraft hatte. Dies steht für die Mission der Kirche, alle Menschen unabhängig von ihrer Nationalität und Ethnizität anzusprechen.

Barbara Ogrinz