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Pfingsten heißt Begeisterung

Funken und Feuer. © Flickr / Henry Mühlpfordt (CC BY-SA 2.0)
Funken und Feuer. © Flickr / Henry Mühlpfordt (CC BY-SA 2.0)

            

Begeisterung sieht anders aus: So wie in den Stadien, wenn Menschen ihre Mannschaft anfeuern; so wie Augen funkeln, wenn Menschen von dem erzählen, was ihnen Freude macht; so wie Menschen beeindrucken, wenn sie sich für andere engagieren.

Bei den Jüngern herrscht nach der Himmelfahrt Jesu alles andere als Begeisterung. Es scheint zu Ende zu sein. Die Jünger haben sich verkrochen. Ihnen fehlen der Mut, die Kraft und die Zuversicht. Dann die Wende: Ihnen wird der Geist Gottes geschenkt. Und auf einmal sind sie im wahrsten Sinne des Wortes begeistert und erzählen von Jesus, seiner Botschaft und seiner Auferstehung. Ihre Begeisterung steckt andere an. Ihre Begeisterung überwindet Grenzen und gewinnt Herzen. Die Gemeinschaft der Christen, die Kirche, nimmt ihren Anfang.

Pfingsten ist das Fest der Begeisterung. Gott schenkt uns seinen Heiligen Geist. Und sein Geist schenkt uns Kraft, erzeugt Dynamik und setzt uns in Bewegung hinaus zu den Menschen und zum Tun des Guten für die Menschen.
Pfingsten – Begeisterung durch und für Gott. Begeisterung für den Glauben, das Gute und für die Menschen. Diese Begeisterung soll und darf anstecken.

Pfingsten steht nach Weihnachten und Ostern am Ende der drei großen Feste im Kirchenjahr. Aber es ist eben nicht das Fest des Endes, sondern das Fest eines Anfangs. Geburtstag der Kirche. Es fängt immer wieder an, jeden Tag.

Militärpfarrer Michael Kühn



Atme in mir, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke.
Treibe mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue.
Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe.
Stärke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges bewahre.
Hüte mich, du Heiliger Geist, dass ich das Heilige niemals verliere.
(dem hl. Augustinus zugeschrieben)

 

© Flickr / Henry Mühlpfordt, Lizenz CC BY-SA 2.0