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Mariä Himmelfahrt

Gekrönte Madonna in Lourdes (Quelle: KMS / Doreen Bierdel)
Gekrönte Madonna in Lourdes (Quelle: KMS / Doreen Bierdel)

Schon früh verehrten die Menschen Maria als Schutzpatronin gegen die Unbilden der Natur. So hat man viele Heilpflanzen mit einem Mariennamen belegt: Marienblümchen, Mariendistel, Mariä Bettstroh …
Der offizielle Titel des Tages lautet: „Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel“, doch im Volksmund ist „Mariä Himmelfahrt“ geläufig.
Es wird erzählt, dass die Jünger Jesu das Grab der Gottesmutter Maria öffneten und darin nicht mehr Marias Leichnam, sondern nur noch Blüten und Kräuter fanden.
Heute noch werden in vielen Häusern geweihte Kräuter aufbewahrt, zum Schutz gegen Unwetter und Feuer. Die Kräuterweihe wird seit Jahrhunderten zu Mariä Aufnahme in den Himmel vorgenommen.
Es ist das bedeutendste Marienhochfest und wird am 15. August begangen. 1950 wurde das Dogma „von der ganzmenschlichen Aufnahme Mariens in den Himmel“ verkündet. Maria ist um ihres Sohnes Willen aus der Ursünde herausgenommen – sie ist ohne Erbsünde empfangen. Als Maria stirbt, wird sie mit ihrer ganzen Existenz – Leib und Seele – in den Himmel aufgenommen. Was der normalen Seele durch das Jüngste Gericht und Läuterung noch bevorsteht, ist bei Maria in ihrem Tod vollendet.

Barbara Ogrinz