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Ostern

Beim Osterfest denken viele als erstes wohl an Hase, Ei und Lamm. Ostern ist jedoch mehr als nur ein „Frühlingsfest“, an dem das Wiedererwachen der Natur und die Fruchtbarkeit der Tierwelt gefeiert werden. Gerade das junge Schaf erinnert an das „Opferlamm“ der jüdischen Tradition.

Osterstrauß (© KS / Doreen Bierdel)
Osterstrauß (© KS / Doreen Bierdel)

Die christlichen Symbole, die für die Auferstehung des Gottessohns nach seinem Kreuzestod stehen, sind eher etwas abstrakter: Das Licht – im Osterfeuer und dauerhafter in der Osterkerze. Und das Wasser – es wird als Tauf- und Weihwasser gesegnet und erinnert wiederum an den Zug der Israeliten durch das Rote Meer.

Viele Bräuche sind in der Christenheit mit diesem Fest verbunden: Das Osterlachen und Osterbrot, der Emmaus-Gang, Osterprozessionen und -reiten, Feuerräder, die von Bergen ins Tal rollen und riesige Osterfeuer, die heute oft ganz weltlich als „Lagerfeuer“ mit Essen und Trinken gestaltet werden.

Wesentlich ist, dass der Sieg Jesu über den Tod nicht nur an den ein oder zwei Ostertagen gefeiert wird. Die freudige Osterzeit erstreckt sich über fünfzig Tage, beginnend schon in der Osternacht am Karsamstag-Abend, über Christi Himmelfahrt bis hin zu Pfingsten, dem Fest des Heiligen Geistes und „Geburtsfest der Kirche“.

Jörg Volpers