Web-Tipp

Laura und Lukas möchten mit Kindern auf Entdeckungsreise durch die Welt des christlichen Glaubens gehen. Monat für Monat suchen sie nach Antworten auf Fragen rund um die Kirche. Sie erzählen Märchen und Heiligenlegenden, aber auch Geschichten aus der Bibel und von ihren Freunden. Sie berichten, welche Feste wir im Kirchenjahr feiern und was sie bedeuten. Und die beiden verraten, was sie am liebsten spielen. Zur Webseite
Das Kirchenjahr
Viele Riten und Bräuche im christlichen Leben werden mitbestimmt durch den Jahresablauf bzw. die drei „Kreise“, die ihn prägen. Das Kirchenjahr beginnt – und das ist eine Besonderheit katholisch wie evangelisch – nicht am 1. Januar, sondern mit dem 1. Adventssonntag.
Somit steht am Beginn des Kirchenjahres der „Weihnachtsfestkreis“, der aus Advents- und Weihnachtszeit besteht.
Der „Osterfestkreis“ umfasst die 40 Tage der Fastenzeit sowie die 50 Tage von der Osternacht bis zum Pfingstfest. Die restlichen Sonntage zählen zur sogenannten „Zeit im Jahreskreis“. Sie ist in eine kurze und eine lange Phase unterteilt: Die erste dauert vom Abschluss der Weihnachtszeit am „Fest der Taufe des Herrn“ bis zum Fastnachtstag vor Aschermittwoch, die zweite liegt zwischen Pfingsten und dem 1. Advent.
Die verschiedenen liturgischen Farben, etwa für die Messgewänder, lassen sich kurz so erklären: Weiß steht als Farbe der Freude für die meisten Feste sowie die Weihnachts- und Osterzeit. Grün ist die Grundfarbe für den Jahreskreis. Sie soll als Farbe des Lebens und der Hoffnung durch den Alltag tragen. Rot symbolisiert einerseits den Heiligen Geist und die Liebe Gottes (z. B. Pfingsten), andererseits das Blut und wird daher an Palmsonntag und Karfreitag, aber auch an den Märtyrerfesten verwendet. Violett schließlich, als Zeichen der Umkehr und Buße, prägt die Vorbereitungszeiten Advent und Österliche Bußzeit.
Neben den in dieser Übersicht erkennbaren Zeiten und Hochfesten gibt es natürlich noch andere Feiertage – zum Beispiel die Heiligen-Gedenktage –, die sich meist nach dem üblichen Kalender richten. Die Bräuche dazu können örtlich sehr unterschiedlich sein.
Jörg Volpers



