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Pfarrhelfer-Konferenz im Kloster Reute

Bad Waldsee, 25.03.2011. Am Montag, 21. März, hatte der Leitende Militärdekan Wolfgang Schilk, Referatsleiter I im Katholischen Militärbischofsamt (KMBA), im Bildungshaus Maximilian Kolbe in Reute/Oberschwaben die 54. Fortbildungstagung der Pfarrhelfer/-innen und Amtsinspektoren der Katholischen Militärseelsorge eröffnet. Am heutigen Freitag endete sie mit dem Reisesegen nach dem abschließenden Morgengebet.

Forum mit den Pfarrhelfern (Quelle: Kompass / Jörg Volpers)
Messe in der Pfarr- und Wallfahrtskirche „St. Peter und Paul“ in Reute (Quelle: Kompass / Jörg Volpers)
Generalvikar Prälat Walter Wakenhut (Quelle: Kompass / Jörg Volpers)
Der Leitende Militärdekan Wolfgang Schilk stellt neue Pfarrhelferinnen und Pfarrhelfer vor. (Quelle: Kompass / Jörg Volpers)

Wegweisende Worte und Gottesdienste

Der neue Katholische Militärbischof, Dr. Franz-Josef Overbeck aus Essen, konnte zwar noch nicht persönlich anwesend sein, war aber in Berichten, Gesprächen und Gebeten stets präsent. Zu Beginn trug Generalvikar Prälat Walter Wakenhut aus Berlin den Bericht „Zur Lage der Katholischen Militärseelsorge“ vor und feierte mit den rund hundert Teilnehmern in der Pfarr- und Wallfahrtskirche „St. Peter und Paul“ in Reute die Hl. Messe am Grab der „Guten Beth“, einer seligen Ordensfrau aus dem 15. Jahrhundert. Generalvikar Wakenhut machte in Bericht und Predigt deutlich, dass in der Arbeit der Pfarrhelfer und Pfarrhelferinnen – wie auch in der der Militärseelsorger – Ordnung und Verwaltung wichtig sind, noch wesentlicher sei aber das persönliche Engagement aus dem Glauben heraus. Dies zeigte sich beispielsweise auch daran, dass die täglichen Gebete und Eucharistiefeiern von Pfarrhelfern aus den einzelnen Dienstaufsichtsbezirken liturgisch und musikalisch vorbereitet wurden. Die Pfarrhelfer und Amtsinspektoren übernahmen darin selbst die Aufgaben von Lektoren und Ministranten.

Begrüßt wurden die Pfarrhelferinnen und Pfarrhelfer sowohl durch den Leiter des Maximilian-Kolbe-Hauses, Dr. Theodor Pindl, als auch durch die Generaloberin der Franziskanerinnen von Reute, Schwester M. Paulin Link. Im Plenum wurden außerdem sechs neue Mitarbeiter vorgestellt, die im vergangenen Jahr seit der letzten Tagung in Hamburg eingestellt worden waren.

Aus der Praxis und für die Praxis der Militärpfarrämter

Die Konferenz wurde fortgesetzt mit Vorträgen und Foren zu sehr vielfältigen Themen: von der Geschichte und der Verwaltung der Militärseelsorge über liturgische und praktische Aspekte bis hin zur aktuellen „Sinus-Milieu-Studie U 21“. Durch die Vorträge und Workshops zogen sich drei Schwerpunkte: Der Blick in die Geschichte der Katholischen Militärseelsorge wie auch das Bewahren von Archivalien, Akten u. Ä. für die Zukunft. Die ganz praktischen Tipps für die Tätigkeiten im Arbeitsalltag der Militärpfarrämter und -dekanate zu Verwaltungs- und Haushaltsangelegenheiten. Schließlich die Zusammenarbeit mit anderen Trägern, die sich um das Wohl der Soldaten kümmern. Dazu zählt unter anderem die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS).

Eine Exkursion in die umgebende, frühlingshafte Kultur- und Klosterlandschaft Oberschwabens wurde eingerahmt durch die besonders feierlichen Gottesdienste zu Beginn und am Ende der Tagung: nach der feierliche Messe in der imposanten Pfarrkirche mit Generalvikar Wakenhut am Montag dann der Abschlussgottesdienst am Donnerstagabend in der Franziskuskapelle mit Militärpfarrer P. Andreas Meyer aus Ulm, in dem der in Reute kurzfristig gebildete Chor unter Leitung von Pfarrhelfer und Organist Johannes Bresa aus Köln die Ergebnisse seines Workshops darbot.

Eine Bildergalerie steht ab sofort hier zur Verfügung.

Berichte von früheren Pfarrhelfer-Konferenzen (seit 2007) sind hier zu finden.

Text und Fotos: Jörg Volpers