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Militärbischof Overbeck würdigt den Dienst der Soldaten im Einsatz

Interview mit Radio Andernach in Afghanistan
Militärbischof Overbeck beim Interview mit "Radio Andernach" in Afghanistan (Quelle: KMBA / Marlene Beyel)

Afghanistan, 04.10.2011. Bei seinem ersten pastoralen Besuch in Mazar-e Sharif und Kunduz (Afghanistan) vom 30.09. bis 03.10.2011 dankte Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck den Soldatinnen und Soldaten für ihren schwierigen und zuweilen gefährlichen Dienst.

Soldaten lebten in einer besonderen Form von Solidarität, um Verantwortung für das Weltgemeinwohl zu tragen. Dies umfasse für die zumeist jungen Frauen und Männer einen großen Spannungsbogen: Sie lebten in einem klimatisch extremen Umfeld, würden mit Gewalt konfrontiert oder müssten sogar im Verteidigungsfall – als Ultima Ratio – Gewalt anwenden. Die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung ließe bei dem einen oder anderen schon die Frage aufkommen: Wozu machen wir das?
Der Militärbischof sagte, er sei überzeugt, dass die Soldaten, auch in der Zusammenarbeit mit nichtmilitärischen Hilfsorganisationen, Vertrauen schaffen und Eigeninitiative in der afghanischen Bevölkerung aufbauten. Er hoffe, dass dieser Dienst der Soldaten Früchte trage, dahingehend, dass die Menschen Gerechtigkeit und Frieden immer mehr zur Maxime ihres Lebens machten, dass das Gewissen und Rechtsempfinden geschärft werde und Konfliktbewältigung nicht durch Gewalt geschehe.

Generalmajor Markus Kneip, Kommandeur des Regionalkommandos Nord, der Ende Mai bei einem Sprengstoffanschlag im Gouverneurspalast von Taloqan verletzt worden war, empfing den obersten Militärseelsorger. Der Militärbischof und der Kommandeur bezeugten am Ehrenhain für die gefallenen Soldaten ihren Respekt und sprachen ein Gebet.

Militärbischof Dr. Overbeck feierte in Konzelebration mit den Militärpfarrern Andreas Vogelmeier in Mazar-e Sharif und Marius Merkelbach in Kunduz Gottesdienste, an denen die Soldatinnen und Soldaten rege teilnahmen. Die Soldaten nahmen gerne die Gelegenheit wahr, mit Militärbischof Overbeck das eine oder andere Gespräch zu führen.

Die Militärpfarrer sind gerade in Konfliktsituationen verschwiegene und kompetente Ansprechpartner.

In Mazar-e Sharif sind 3.122 und in Kunduz 1.145 deutsche Soldaten eingesetzt. 

Marlene Beyel

Erntedank-Gottesdienst im Feldlager
Erntedank-Gottesdienst im Feldlager (Quelle: KMBA / Marlene Beyel)
Gebet am Gedenkstein im Ehrenhain
Gebet am Gedenkstein im Ehrenhain (Quelle: KMBA / Marlene Beyel)
Militärbischof Overbeck mit Generalmajor Kneip
Militärbischof Overbeck mit Generalmajor Kneip (Quelle: KMBA / Marlene Beyel)
Gottesdienst in Kunduz
Gottesdienst in der "Gottesburg" in Kunduz (Quelle: KMBA / Marlene Beyel)

Webgalerie zum Afghanistanbesuch von Militärbischof Overbeck

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24.10.2011 Problematische Auslandseinsätze von Christoph Strack - Deutsche Welle

Seelsorge für Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz hat einen besondern Stellenwert für die Truppe und erst recht für die Kirchen. Besonders die katholische Militärseelsorge sieht sich jedoch vor neuen Herausforderungen.

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22.10.2011 Interview Radio Vatikan

Militärbischof Overbeck: „Was dient der Menschenwürde und der Gerechtigkeit?“

Die Frage nach den Menschenrechten angesichts der sich ändernden Rolle des Militärs: Zu diesem Thema fand im Vatikan in den letzten Tagen eine Treffen der Militärseelsorger statt. Im Zentrum der Tagung stand die Frage nach den Menschenrechten vor allem in den neuen Kriegen, den Kriegen nicht gegen Staaten sondern gegen Terror, gegen Warlords, gegen terroristische Gruppen, aber auch mit Hilfe von privaten Sicherheitsfirmen.
Ein Interview mit dem deutschen Soldatenbischof, Franz-Josef Overbeck über sein Amt, über die Tagung in Rom und über den Alltag der deutschen Soldaten in Afghanistan:

weiter zum Interview bei Radio Vatikan.de

Zehn Jahre Mission am Hindukusch

Vor zehn Jahren begann der Krieg gegen die Taliban in Afghanistan, die jüngste Phase des Afghanistan-Konflikts. Die deutschen Soldaten sind bis heute am Hindukusch in einer gefährlichen und extrem belastenden Mission, beschreibt der katholische Militärbischof Overbeck. Er hat Afghanistan besucht und erzählt von seinen Eindrücken.

zum Beitrag auf domradio.de

Video zum Beitrag

 


Radio Andernach: Interview mit Militärbischof Overbeck

Mazar-e Sharif, 07.10.2011. Während seines Afghanistanbesuches stellte sich Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck in einem Interview den Fragen von Radio Andernach. In Mazar-e Sharif erklärte er die Absichten und ersten Eindrücke dieses Truppenbesuches und übermittelte den Einsatzsoldaten eine Grußbotschaft.

zum Audiobeitrag auf KMBA.de

 


Masar-i-Scharif. Franz-Josef Overbeck ist als Gast zu den deutschen Soldaten am Hindukusch gereist. Der Militärbischof aus Essen fühlt sich für das ethische Gewissen der Bundeswehrsoldaten verantwortlich. Ihn beeindruckt die Solidarität der Truppe.

Ein Bericht der ebenfalls mitgereisten Journalistin A. Wölk für "Der Westen"

 


In Krisenregionen auf drei Kontinenten stehen vom Balkan bis Afghanistan und im Libanon derzeit fast 7.000 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr im Auslandseinsatz.
Sie werden von Katholischen Militärpfarrern und Pastoralreferenten seelsorgerlich begleitet, die dabei mit ihnen die mögliche Bedrohung und Einschränkungen des täglichen Lebens teilen, aber auch kameradschaftliche Nähe, Freud und Leid erfahren.
Auch für Militärseelsorger ist der Einsatz inzwischen der Normalfall.

Seelsorgliche Begleitung des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan (ISAF) weiter zu kmba.de


Deutschland engagiert sich als Teil der internationalen Gemeinschaft in Afghanistan, um zu verhindern, dass das Land wieder zum Rückzugsraum internationaler Terroristen wird. Die Internationale Schutztruppe in Afghanistan, ISAF, unterstützt die afghanische Regierung dabei, ihre Bevölkerung zu schützen und Wiederaufbau und Entwicklung des Landes zu ermöglichen.

Alle Informationen zum Einsatz auf bundeswehr.de