Sie sind hier: Kompass@ / Aus der Militärseelsorge / Verabschiedung Msgr. Gremler

Feierliche Verabschiedung von Monsignore Hartmut Gremler

Soldaten und Zivilisten vor der St.-Severi-Kirche
Soldaten und Zivilisten vor der St.-Severi-Kirche (Quelle: Kompass / Jörg Volpers)

Wechsel in der Leitung des Katholischen Militärdekanats Erfurt.

Erfurt, 02.09.2011. Am 30. September endet die Dienstzeit in der Katholischen Militärseelsorge für den Leitenden Militärdekan Hartmut Gremler. Anlässlich seines zwanzigjährigen Dienstjubiläums als hauptamtlicher Militärgeistlicher am 1. September und wegen des Papstbesuches in Erfurt Ende des Monats fand die Verabschiedung bereits jetzt statt.

Zur Person

Die größten Teile seines bisherigen Lebens verbrachte Gremler in Thüringen, vor allem im Eichsfeld und in der heutigen Landeshauptstadt Erfurt. Geboren 1952 und aufgewachsen in Breitenholz und Leinefelde, studierte er von 1970 bis 1975 in Erfurt Theologie und Philosophie, ehe er ins Pastoralseminar Neuzelle wechselte und am 23. April 1977 zum Priester des heutigen Bistums Erfurt geweiht wurde. Nach Jahren als Vikar, Pfarrer und zugleich Dekanatsjugendseelsorger kam er schon bald nach der Wiedervereinigung Deutschlands mit der sich verändernden Bundeswehr in Berührung. Er trat als einer der ersten Priester aus den neuen Bundesländern am 1. September 1991 in die Militärseelsorge ein und wurde Standortpfarrer in Bad Frankenhausen. Besonders lag ihm die Arbeit als Klinikseelsorger und Standortpfarrer am Bundeswehr-Zentralkrankenhaus im fernen Koblenz, wo Gremler von 1998 bis 2002 wirkte.

Quelle: Kompass / Jörg Volpers
Quelle: Kompass / Jörg Volpers
Quelle: Kompass / Jörg Volpers
Quelle: Kompass / Jörg Volpers
Quelle: Kompass / Jörg Volpers
Quelle: Kompass / Jörg Volpers

Mit der Berufung zum Katholischen Leitenden Militärdekan beim Wehrbereichskommando III nach Erfurt zum 1. April 2002 endete die Arbeit „direkt an der Basis“. Im November 2007 wurde Militärdekan Hartmut Gremler durch die Ernennung zum Monsignore geehrt, im Juli 2008 kam zu seinem Arbeitsgebiet in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen noch der Bereich Niedersachsen hinzu. Wie Hartmut Gremler in seinem Schlusswort beim Empfang zu seiner Verabschiedung mit einem Augenzwinkern erwähnte, war dies einer der wenigen Fälle, in denen mit dem damaligen Militärdekanat Hannover ein westliches Bundesland dem Osten „beitrat“.

Festgottesdienst

Zuvor aber fand auf Einladung von Militärgeneralvikar Apostolischer Protonotar Walter Wakenhut in der St.-Severi-Kirche ein Pontifikalamt statt, das der Erfurter Weihbischof Dr. Reinhard Hauke zelebrierte. Als Personalchef der Diözese Erfurt gab er seiner Freude Ausdruck, dass mit Hartmut Gremler nach gut zwanzig Jahren ein erfahrener Priester in den Dienst des Bistums zurückkehre. Mit nicht einmal sechzig Jahren könne dieser noch eine gute Zeit als Pfarrer – zunächst wiederum in seinem heimatlichen Eichsfeld – wirken. Zusammen mit zahlreichen Konzelebranten aus Bistum und Militärdekanat Erfurt sowie dem Evangelischen Leitenden Militärdekan Armin Wenzel (Kiel) feierten Bischof Hauke, MGV Wakenhut und MD Gremler in der eindrucksvollen Kirche auf dem Erfurter Domberg die Heilige Messe. Bei musikalischer Begleitung durch ein Blechbläserquintett des Wehrbereichs-Musikkorps III und durch den Organisten Martin Schwabenhaus sowie mit Ministranten aus dem Berliner Wachbataillon feierten zahlreiche Gäste aus den Streitkräften, aus Militärseelsorge, Ökumene und Gesellschaft mit. Die Predigt hielt Weihbischof Hauke, die staatliche und die kirchliche Urkunde zur Entlassung aus dem Beamtenverhältnis und aus der Militärseelsorge überreichte am Schluss des Gottesdienstes Militärgeneralvikar Wakenhut.

Zuhörer der Dank- und Abschiedsreden
Zuhörer der Dank- und Abschiedsreden (Quelle: Kompass / Jörg Volpers)
MD Gremler, OTL Aßmuth, H Grundmann
MD Gremler, OTL Aßmuth, H Grundmann (Quelle: Kompass / Jörg Volpers)
Generalmajor Heinrich Geppert, WBK III
Generalmajor Heinrich Geppert, WBK III (Quelle: Kompass / Jörg Volpers)

Empfang

Ganz in der Nähe, am Erfurter Theaterplatz, wurde die Verabschiedung in festlichem Rahmen fortgesetzt. Neben denjenigen, die Grußworte und Abschiedsreden hielten, begrüßte Prälat Wakenhut auch den Vizepräsidenten der Wehrbereichsverwaltung Ost, Gerd-Albrecht Engelmann, den Beigeordneten und Bürgermeister der Stadt Erfurt, Dietrich Hagemann, den Generalvikar des Bistums Erfurt, Raimund Beck, den Vorgänger von Hartmut Gremler, Militärdekan a. D. Heinrich Hecker, und alle anwesenden Gäste.

Durch die Redebeiträge führte der dienstälteste „Kollege“ von Gremler, der Katholische Leitende Militärdekan Rainer Schadt aus Kiel / Glücksburg. Für die Wehrbereiche II und III sprach Generalmajor Heinrich Geppert, Befehlshaber WBK III, den persönlichen Dank aus. Der Erfurter Evangelische Leitende Militärdekan Helmut Jakobus überbrachte einen Beutel voller Geschenke verbunden mit einer Geschichte. Für die katholischen Laien überbrachten Oberstleutnant Thomas Aßmuth und Hauptmann Michael Grundmann Geschenke und das Kreuz der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS), für die Mitarbeiter und Militärseelsorger aus dem Dekanat Militärpfarrer Andreas Ginzel einen ganzen Geschenktisch mit Spezialitäten aus dem großen Gebiet.

Schließlich war es an Hartmut Gremler selbst, sich für die guten Worte und die langjährige Zusammenarbeit zu bedanken. Er erinnerte sich daran, dass er aus Bad Frankenhausen 1998 schon einmal in ähnlicher Form verabschiedet worden sei und auch diesmal nicht in den Ruhestand gehe, sondern neue, interessante Aufgaben auf ihn warten.

Abschließend überbrachte Militärgeneralvikar Walter Wakenhut die herzlichen Grüße von Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck und verriet, dass Militärdekan Stephan van Dongen, bisher im Katholischen Militärpfarramt Köln I, ab dem 1. Oktober kommissarischer Nachfolger im Militärdekanat Erfurt wird.

Jörg Volpers

Verabschiedungsworte von Militärgeneralvikar Wakenhut

Begrüßung beim Empfang